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BMW startet Gen6-Batteriefertigung in Irlbach-Straßkirchen

Veröffentlicht am 01.10.2026
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BMW startet Gen6-Batteriefertigung in Irlbach-Straßkirchen
Symbolbild

BMW hat in Niederbayern ein neues Batteriewerk in Betrieb genommen. Im Werk Irlbach-Straßkirchen im Landkreis Straubing-Bogen läuft seit dem 1. Oktober 2026 die Serienproduktion von Hochvoltbatterien der sechsten Generation (Gen6). Die Batterien sind für die Elektroautos der sogenannten Neuen Klasse bestimmt, zuerst für den neuen BMW i3 aus dem Werk München. BMW hat rund 1 Milliarde € in den Standort investiert, bei voller Auslastung sollen dort rund 1.600 Menschen arbeiten. Für die Region ist das Werk eine der größten Industrieansiedlungen der vergangenen Jahre.

Was in Irlbach-Straßkirchen gebaut wird

In dem Werk entstehen keine Batteriezellen, sondern komplette Batteriesysteme. Die zugelieferten Rundzellen werden dort montiert, geprüft und zu einsatzfertigen Hochvoltspeichern zusammengesetzt. Dabei nutzt BMW das sogenannte Cell-to-Pack-Prinzip, bei dem die Zellen ohne zusätzliche Module direkt in das Batteriegehäuse eingebaut werden. Zudem wird die Batterie Teil der Fahrzeugstruktur. Gefertigt wird auf 2 Montagelinien mit einer Produktionsfläche von mehr als 50.000 Quadratmetern und rund 500 Robotern. Nach einem Bericht von neunvierdrei liegt die Kapazität bei bis zu rund 600.000 Batterien pro Jahr. Für jede Batterie werden mehr als 3.500 Datenpunkte in Echtzeit erfasst, um die Qualität zu überwachen.

Schneller Hochlauf

BMW hatte das Gelände von rund 105 Hektar im Februar 2023 erworben, die Bauarbeiten begannen im April 2024. Für den Rohbau wurden laut neunvierdrei in rund 100 Tagen 1.066 Stützen errichtet, ab Juni 2025 folgte die Installation der Anlagen. Die Vorserienproduktion lief seit Anfang März 2026. Die Belegschaft setzt sich aus Beschäftigten anderer BMW-Standorte und neu eingestellten Mitarbeitenden zusammen, darunter auch Auszubildende. Wegen der hohen Nachfrage nach den neuen Elektromodellen arbeitet das Werk laut ecomento bereits im Zweischichtbetrieb und damit früher als ursprünglich geplant. Neben dem Werk München sollen künftig auch die Fahrzeugwerke in Dingolfing und Regensburg aus Irlbach-Straßkirchen beliefert werden. Die kurzen Wege zwischen den bayerischen Standorten waren ein wichtiges Argument für die Wahl des Standorts, vom Werk München ist Irlbach-Straßkirchen rund 90 Minuten entfernt. Die Gen6-Batterien werden außerdem in Debrecen in Ungarn, im chinesischen Shenyang, in Woodruff in den USA und in San Luis Potosí in Mexiko gefertigt.

Die neue Batteriegeneration

Die sechste Generation der BMW eDrive-Technologie arbeitet mit 800 Volt. Nach Angaben aus dem Bericht von neunvierdrei bringt sie bis zu 30% Verbesserung bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit gegenüber der Vorgängergeneration. Zudem sinken die CO₂-Emissionen pro Wattstunde laut ecomento um rund 33% im Vergleich zu den Gen5-Zellen. Für Kobalt, Lithium und Nickel setzt BMW teilweise recycelte Materialien ein. Der neue i3 als Abnehmer der ersten Batterien erreicht laut BMW bis zu 900 km Reichweite nach WLTP, wobei der Hersteller diese Werte noch als vorläufig bezeichnet.

Ohne fossile Energie

Das Werk kommt nach Unternehmensangaben ohne fossile Energieträger aus und wird zu 100% mit erneuerbarem Strom versorgt. Einen Teil davon liefert eine eigene Photovoltaikanlage mit rund 14.000 Modulen und mehr als 6 Megawatt Leistung. Für die Batteriemontage wird zudem kein Prozesswasser benötigt. Dem Bau ging ein Bürgerentscheid voraus: Im September 2023 stimmten mehr als 75% der Teilnehmenden für das Werk, bei einer Wahlbeteiligung von 77%. Bei der Standortwahl spielte auch eine Rolle, dass auf dem Gelände keine Natur-, Wasser- oder Waldschutzgebiete liegen.

Einordnung

Mit dem neuen Werk holt BMW einen zentralen Teil der Wertschöpfung von Elektroautos nach Deutschland. Die Batterie ist das teuerste Bauteil eines Elektroautos, eine eigene Montage in der Nähe der Fahrzeugwerke verschafft dem Hersteller mehr Kontrolle über Qualität, Kosten und Lieferketten. Die Zellen selbst kommen allerdings weiterhin von Zulieferern, die eigentliche Zellchemie und ein großer Teil der Wertschöpfung liegen also nach wie vor außerhalb des Werks. Dass das Werk früher als geplant im Zweischichtbetrieb läuft, spricht für eine hohe Nachfrage nach den Modellen der Neuen Klasse. Zugleich setzt BMW damit ein Zeichen für den Standort Deutschland, während viele Zulieferer derzeit Stellen abbauen.

Bedeutung fürs Leasing

Für Leasingkunden ist der Produktionsstart ein gutes Signal für die Verfügbarkeit der neuen Elektromodelle. Wenn ausreichend Batterien zur Verfügung stehen, können sich Lieferzeiten verkürzen. Wer BMW Angebote oder allgemein Leasing Angebote für ein Elektroauto prüft, kann bei Modellen wie dem neuen i3 von der aktuellen 800-Volt-Technik profitieren, die schnelles Laden und große Reichweiten ermöglicht. Eine moderne Batteriegeneration kann zudem den Restwert stützen. Bei der Auswahl konkreter Leasing Deals bleiben aber Rate, Laufzeit, Ladeleistung und das eigene Fahrprofil die wichtigsten Kriterien.

Quelle: InsideEVs

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