BMW

BMW senkt Prognose: Automarge 2026 nahe null

Veröffentlicht am 04.11.2026
Mit KI erstellt

Der Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und vor der Veröffentlichung geprüft.

BMW senkt Prognose: Automarge 2026 nahe null
Symbolbild – Mit KI erstelltes Bild

Die BMW Group hat ihre Prognose für 2026 erneut gesenkt. Im Autogeschäft erwartet der Konzern nur noch eine EBIT-Marge zwischen minus 0,5% und plus 0,5%, bisher waren 1% bis 3% angepeilt. Auch beim Absatz wird BMW vorsichtiger und rechnet nun mit einem moderaten Rückgang der Auslieferungen. Grund sind vor allem erweiterte Struktur- und Portfoliomaßnahmen, die das vierte Quartal belasten. Bekannt gab BMW die zweite Gewinnwarnung innerhalb weniger Monate am Abend des 3. November 2026, einen Tag vor den Zahlen zum dritten Quartal.

Die neue Prognose im Überblick

Vor den Kosten für den Umbau rechnet BMW im Autogeschäft weiterhin mit einer EBIT-Marge von über 2%. Die Struktur- und Portfoliomaßnahmen drücken die Marge im Gesamtjahr laut Quartalsmitteilung um rund 2,5 Prozentpunkte. Einen konkreten Betrag nennt BMW nicht. Die Auslieferungen sollen nun moderat unter dem Vorjahr liegen, laut finanzen.ch entspricht das einem Rückgang von 5% bis 10%. Bisher war nur ein leichter Rückgang erwartet worden. Unverändert bleibt das Ziel für den Free Cashflow im Autogeschäft von mehr als 2,5 Milliarden €. Beim Anteil reiner Elektroautos erwartet BMW nun einen leichten Anstieg.

Neue Klasse beschleunigt den Umbau

Ein Grund für die höheren Kosten ist paradoxerweise der Erfolg der Neuen Klasse. Wegen der hohen Nachfrage nach den neuen Elektromodellen hat BMW zusätzliche Produktionsschichten eingeführt. Der schnellere Hochlauf ermöglicht es, ältere Fahrzeug- und Technologiegenerationen früher als geplant auslaufen zu lassen. Betroffen sind unter anderem Modelle mit Batterietechnik der 5. Generation. Zudem will BMW Organisation und Prozesse schneller und umfangreicher neu aufstellen, die angekündigte Verschlankung der Managementfunktionen soll beschleunigt werden. Über das Abfindungsprogramm, das BMW wegen hoher Nachfrage vorzeitig beendet hatte, berichteten wir bereits.

Die Zahlen des dritten Quartals

Im dritten Quartal sank der Konzernumsatz um 5,8% auf 30,45 Milliarden €. Das Ergebnis vor Steuern ging um 10,6% auf 2,08 Milliarden € zurück, der Konzernüberschuss um 14,7% auf 1,45 Milliarden €. Deutlich stärker fiel der Rückgang im Autogeschäft aus: Das EBIT brach um 39,7% auf 901 Millionen € ein, die Marge sank von 5,2% auf 3,4%. Allein höhere Importzölle kosteten im Quartal rund 1,25 Prozentpunkte Marge. Hinzu kommen Abschreibungen im Zusammenhang mit dem chinesischen Gemeinschaftsunternehmen BMW Brilliance. Positiv wirkte sich unter anderem die Beilegung eines Rechtsstreits um ein integriertes Bremssystem aus.

China belastet, Europa wächst

BMW, Mini und Rolls-Royce lieferten im dritten Quartal zusammen 551.075 Fahrzeuge aus, 6,3% weniger als im Vorjahr. In China verlor der Konzern rund ein Viertel seines Absatzes. Zuwächse in Europa und den USA konnten das nur teilweise ausgleichen. Der Anteil reiner Elektroautos lag weltweit bei 20%, inklusive Plug-in-Hybriden bei 27,4%. In Europa war fast jeder 2. ausgelieferte BMW elektrifiziert. Zu den Auslieferungen im dritten Quartal berichteten wir bereits Mitte Oktober. In China startet im November der iX3 mit langem Radstand, 2027 folgen weitere Modelle der Neuen Klasse.

Das sagt der Vorstand

„Die Entwicklung in unserer Industrie erfordert konsequente Entscheidungen und schnelle Umsetzung“, sagte Vorstandschef Milan Nedeljković. „Wir werden daher strukturelle Maßnahmen gezielt intensivieren und beschleunigen.“ Finanzvorstand Walter Mertl ergänzte: „Geschwindigkeit ist bei unserer geplanten Neuausrichtung ein Erfolgsfaktor.“ Mit den Maßnahmen wolle BMW die künftigen Margen stärken. An der Börse kam die Gewinnwarnung schlecht an. Die Aktie gab nach, seit Jahresbeginn liegt sie rund 38% im Minus und ist damit Schlusslicht im DAX. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sah in der Absatzprognose dennoch einen Lichtblick.

Einordnung

Die Zahlen zeigen, dass auch BMW sich dem Druck in der Branche nicht entziehen kann. Wie bei Volkswagen und Mercedes belasten das schwache China-Geschäft und die Zölle das Ergebnis. Anders als die Konkurrenz begründet BMW die Prognosesenkung aber auch mit einem schnelleren Umbau hin zur Neuen Klasse. Ob sich das auszahlt, hängt davon ab, wie gut die neuen Modelle ab 2027 auch in China ankommen.

Bedeutung fürs Leasing

Für Leasingkunden ist vor allem das frühere Auslaufen älterer Modelle relevant. Wenn BMW ältere Baureihen schneller vom Markt nimmt, können für Restbestände attraktive BMW Angebote folgen. Gleichzeitig dürften die Modelle der Neuen Klasse wie iX3 und i3 wegen der hohen Nachfrage mit längeren Lieferzeiten und weniger Rabatt verbunden sein. Beim Vergleich von Leasing Angeboten lohnt es sich daher, beide Varianten gegenüberzustellen und auch den zu erwartenden Restwert älterer Modelle zu berücksichtigen.

Uns bei Google bevorzugen Hinzufügen → Kostenlos. Dann erscheinen unsere News automatisch weiter oben in Deiner Google-Suche. Jederzeit änderbar. Hinzufügen →
Artikel gefallen? Jetzt teilen! 🚀