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BMW Absatz Q3 2026: China-Minus, E-Autos wachsen in Europa

Veröffentlicht am 14.10.2026
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BMW Absatz Q3 2026: China-Minus, E-Autos wachsen in Europa
Symbolbild

Die BMW Group hat im dritten Quartal 2026 weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Von Juli bis September lieferte der Münchner Konzern 551.072 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus, ein Minus von 6,3%. Grund ist vor allem die schwache Entwicklung in China, wo der Absatz um fast ein Viertel einbrach. In Europa und den USA konnte BMW dagegen zulegen. Getragen wird das Wachstum in Europa von Elektroautos: Dort stieg die Zahl der ausgelieferten Stromer um 37,5%. Nach 9 Monaten liegt der Konzern mit 1.707.799 Fahrzeugen 4,9% unter dem Vorjahr.

China bleibt das Sorgenkind

Laut der Mitteilung der BMW Group sanken die Auslieferungen in China im dritten Quartal auf 114.355 Fahrzeuge, ein Rückgang von 24,8%. Nach 9 Monaten beträgt das Minus dort 21,8%. BMW verweist auf den insgesamt schwierigen Automarkt in China. Der Druck durch heimische Hersteller und der Preiskampf belasten seit Längerem alle deutschen Premiumhersteller. Hoffnung setzt BMW auf den neuen iX3, dessen China-Version im November auf den Markt kommen soll. Auch in der Region „Vierte Säule“, zu der unter anderem der übrige asiatisch-pazifische Raum, Osteuropa, der Nahe Osten und Afrika gehören, sank der Absatz um 10,8%.

Europa und USA im Plus

In Europa lieferte BMW im dritten Quartal 235.628 Fahrzeuge aus, 2,7% mehr als im Vorjahr. In Deutschland betrug das Plus 2,1% auf 74.697 Fahrzeuge. Nach 9 Monaten liegt der Heimatmarkt sogar 7,5% im Plus. In den USA stiegen die Auslieferungen im Quartal um 2,5% auf 106.741 Fahrzeuge, in der Region Amerika insgesamt um 2,6%. „In schwierigen Marktbedingungen konnten wir uns in Europa und den USA behaupten“, sagte Vertriebsvorstand Jochen Goller.

Elektroautos legen zu

Weltweit lieferte die BMW Group im dritten Quartal 110.257 Elektroautos aus, ein Plus von 7,2%. Damit war rund jedes fünfte Fahrzeug ein reiner Stromer. Besonders stark fiel das Wachstum in Europa aus: Hier stiegen die Auslieferungen von Elektroautos auf 81.941 Fahrzeuge, ihr Anteil lag bei 34,7%, also rund jedem dritten Fahrzeug. In Deutschland legten die Elektroautos um 38,5% zu. Zählt man Plug-in-Hybride hinzu, kam BMW im Quartal auf 150.795 elektrifizierte Fahrzeuge, nahezu so viele wie im Vorjahr. Nach 9 Monaten liegt der Absatz von Elektroautos mit 314.552 Fahrzeugen allerdings noch 2,7% unter dem Vorjahr, nachdem das erste Halbjahr schwächer ausgefallen war.

Neue Klasse als Treiber

Wichtigster Wachstumstreiber ist die Neue Klasse. Für den BMW iX3 gingen in Europa innerhalb eines Jahres mehr als 100.000 Bestellungen ein, laut BMW der erfolgreichste Marktstart in der Geschichte des Konzerns. Inzwischen ist auch die Limousine i3 auf dem Markt, zudem wurde das Schwestermodell iX4 vorgestellt. Goller verwies außerdem auf das hohe Kundeninteresse am neuen 3er und am X5.

Die Marken im Überblick

Die Marke BMW lieferte im dritten Quartal 479.291 Fahrzeuge aus, 6,8% weniger als im Vorjahr. Die Hochleistungssparte BMW M kam auf 48.915 Fahrzeuge. Mini verzeichnete im Quartal ein leichtes Minus von 2,4% auf 70.712 Fahrzeuge, liegt nach 9 Monaten aber 6,8% im Plus. Bei Mini war bisher mehr als jedes dritte Fahrzeug elektrisch. Rolls-Royce lieferte 1.069 Fahrzeuge aus, 18% weniger. Bei BMW Motorrad sank der Absatz um 12,5% auf 46.605 Motorräder. Alle Zahlen sind vorläufig.

Einordnung

BMW steht im Vergleich zur Konkurrenz noch relativ stabil da. Volkswagen verzeichnete im selben Zeitraum ein Minus von 14,3%, ebenfalls vor allem wegen China. Mercedes-Benz lieferte laut electrive im dritten Quartal 68.400 Elektroautos aus, 61% mehr als im Vorjahr, kam damit aber auf einen geringeren Elektroanteil von 16,8%. Die Zahlen zeigen, dass die Neue Klasse in Europa gut ankommt und die Schwäche in China teilweise ausgleichen kann. Ob der neue iX3 auch in China für eine Trendwende sorgt, wird sich ab November zeigen. Klar ist aber, dass der chinesische Markt für die deutschen Hersteller schwieriger geworden ist.

Bedeutung fürs Leasing

Für Leasingkunden in Deutschland ist die Entwicklung in Europa entscheidend, und hier läuft das Geschäft gut. Die hohe Nachfrage nach dem iX3 kann allerdings zu längeren Lieferzeiten führen. Wer BMW Angebote für ein Elektroauto prüft, sollte die aktuellen Lieferfristen im Blick behalten und gegebenenfalls auch Alternativen wie den i4 oder iX1 vergleichen. Bei Leasing Angeboten für die Neue Klasse lohnt sich zudem ein Vergleich von Laufzeit und Anzahlung, da sich die Konditionen nach dem Marktstart neuer Modelle häufig noch verändern.

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