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VW ID. Polo: Rückruf wegen falsch befestigtem Beifahrergurt

Veröffentlicht am 05.10.2026
Mit KI erstellt

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VW ID. Polo: Rückruf wegen falsch befestigtem Beifahrergurt
Symbolbild

Volkswagen ruft den neuen elektrischen Kleinwagen ID. Polo in die Werkstätten. Bei einigen Fahrzeugen wurde der Sicherheitsgurt auf der Beifahrerseite nicht korrekt an der B-Säule verankert. Dadurch ist die Rückhaltewirkung des Gurtes nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) stark eingeschränkt. Betroffen sind weltweit 1.109 Fahrzeuge, davon 239 in Deutschland. Der Rückruf ist beim KBA unter der Referenznummer 17099R registriert, der Rückrufcode von Volkswagen lautet 69G1. Bekannte Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Mangel gibt es laut KBA bislang nicht.

Der Mangel

Laut der Mangelbeschreibung in der Rückrufdatenbank des KBA wurde das Beifahrer-Gurtsystem nicht korrekt am Verankerungspunkt der B-Säule befestigt. Die B-Säule ist die mittlere Dachsäule zwischen Vorder- und Hintertür, an der der obere Befestigungspunkt des Sicherheitsgurts sitzt. Ist der Gurt dort nicht richtig verankert, kann er bei einem Unfall die Kräfte nicht wie vorgesehen aufnehmen. Der Beifahrer wäre in diesem Fall deutlich schlechter geschützt. Der Sicherheitsgurt ist eines der wichtigsten Bauteile für den Insassenschutz, weshalb der Hersteller auch bei einer vergleichsweise kleinen Zahl betroffener Fahrzeuge reagieren muss.

Betroffene Fahrzeuge

Der Rückruf betrifft ausschließlich den VW ID. Polo aus dem Produktionszeitraum vom 21. Juli 2026 bis zum 2. September 2026. Es handelt sich also um Fahrzeuge aus den ersten Wochen der Serienfertigung des neuen Modells. Weitere Eingrenzungen, etwa auf bestimmte Ausstattungen oder Varianten, hat der Hersteller laut KBA nicht gemacht. Wer einen ID. Polo aus diesem Zeitraum fährt, kann über die Fahrzeug-Identifizierungsnummer beim Hersteller oder in einer Vertragswerkstatt prüfen lassen, ob das eigene Auto betroffen ist. Volkswagen nennt dafür die kostenlose Service-Hotline 0800 8655792436. Bei Rückfragen sollte der Rückrufcode 69G1 bereitgehalten werden.

So erfahren Halter vom Rückruf

Bei Rückrufen, die das KBA überwacht, schreibt in der Regel der Hersteller die betroffenen Halter an. Die Anschriften stammen dabei aus dem Zentralen Fahrzeugregister des KBA, sodass auch Halter erreicht werden, die ihr Fahrzeug nicht direkt beim Hersteller gekauft haben. Wer trotz Aufforderung nicht in die Werkstatt fährt, muss bei sicherheitsrelevanten Mängeln damit rechnen, erneut angeschrieben zu werden. Im äußersten Fall kann die Zulassungsbehörde den Betrieb des Fahrzeugs untersagen. Bei einem fehlerhaft befestigten Sicherheitsgurt sollte es dazu aber gar nicht erst kommen.

Die Maßnahme

In der Werkstatt wird der Sicherheitsgurt auf der Beifahrerseite überprüft und bei Bedarf ausgetauscht. Wie bei sicherheitsrelevanten Rückrufen üblich, ist die Reparatur für die Halter kostenlos. Die betroffenen Halter werden in der Regel vom Hersteller angeschrieben. Einen konkreten Zeitraum für die Werkstattaktion nennt der Eintrag in der Rückrufdatenbank nicht. Das KBA führt den Rückruf mit dem Status „In Untersuchung" und überwacht damit die Abwicklung der Aktion.

Früher Rückruf für ein neues Modell

Für den ID. Polo kommt der Rückruf zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn das Modell ist gerade erst auf dem Markt. Der elektrische Kleinwagen ist ein wichtiges Modell für Volkswagen, da er den Einstieg in die Elektromobilität günstiger machen soll. Die Nachfrage ist hoch: Für die neue Familie kleiner Elektroautos, zu der der ID. Polo gehört, meldete der Konzern im September mehr als 100.000 Vorbestellungen, davon allein über 40.000 für den ID. Polo. Die vergleichsweise geringe Zahl betroffener Fahrzeuge zeigt, dass der Fehler früh im Produktionshochlauf aufgefallen ist.

Einordnung

Rückrufe in der Anlaufphase eines neuen Modells sind keine Seltenheit, weil sich Abläufe in der Fertigung erst einspielen. Positiv ist, dass der Mangel nach rund 6 Wochen Produktion entdeckt wurde und nur gut 1.100 Fahrzeuge betrifft, von denen viele noch nicht lange bei ihren Haltern sein dürften. Da es um ein sicherheitsrelevantes Bauteil geht, sollten Halter den Werkstatttermin dennoch zeitnah wahrnehmen. Fahrzeuge, die nach dem 2. September 2026 gebaut wurden, sind vom Eintrag in der Rückrufdatenbank nicht erfasst.

Bedeutung fürs Leasing

Auch bei Leasingfahrzeugen trägt der Hersteller die Kosten für die Behebung des Mangels. Wer einen ID. Polo least, sollte den Werkstatttermin wahrnehmen, sobald das Anschreiben eintrifft, und kann die Überprüfung bei Bedarf auch selbst über die Vertragswerkstatt anstoßen. Für alle, die aktuell VW Angebote oder allgemein Leasing Angebote für einen elektrischen Kleinwagen prüfen, ist der Rückruf kein Grund zur Sorge: Er betrifft nur einen engen Produktionszeitraum, später gebaute Fahrzeuge sind laut KBA-Eintrag nicht erfasst. Bei der Übernahme eines frühen Fahrzeugs lohnt sich dennoch die Nachfrage, ob die Rückrufaktion bereits durchgeführt wurde.

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