Volkswagen

VW ID.4: Erneuter Rückruf in den USA wegen Brandgefahr

Veröffentlicht am 09.10.2026
Mit KI erstellt

Der Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und vor der Veröffentlichung geprüft.

VW ID.4: Erneuter Rückruf in den USA wegen Brandgefahr
Symbolbild – Mit KI erstelltes Bild

Volkswagen ruft in den USA erneut Fahrzeuge des Elektro-SUV ID.4 zurück. Grund ist ein mögliches Brandrisiko der Hochvoltbatterie. Betroffen sind 22.524 Fahrzeuge der Modelljahre 2023 bis 2026. Bis eine endgültige Lösung vorliegt, sollen die Halter ihre Fahrzeuge höchstens bis zu einem Ladestand von 80% laden. Die Ursache des Problems ist noch nicht abschließend geklärt. Der Rückruf ist bei der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA unter der Kampagnennummer 26V630 registriert, der interne Rückrufcode von Volkswagen lautet 93EX. Fahrzeuge in Deutschland sind nach bisherigem Stand nicht betroffen.

Betroffene Fahrzeuge

Der Rückruf betrifft laut den Unterlagen bei der NHTSA VW ID.4 aus dem Produktionszeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 1. Februar 2025. Gebaut wurden die Fahrzeuge im US-Werk Chattanooga im Bundesstaat Tennessee, wo die Produktion des ID.4 im Juli 2022 angelaufen ist. Die Batteriezellen stammen von SK Battery America, einer Tochter des südkoreanischen Herstellers SK On. Der Volkswagen-Konzern hatte SK bereits im November 2018 als Zellieferanten für Nordamerika ausgewählt. In den Unterlagen sind 3 Teilenummern von Batterien aufgeführt. Volkswagen schätzt, dass nur rund 0,1% der zurückgerufenen Fahrzeuge tatsächlich von dem Defekt betroffen sind. Die für Europa bestimmten ID.4 laufen in den deutschen Werken Zwickau und Emden vom Band und sind nicht Teil dieser Aktion.

Der Mangel

Nach Angaben von Volkswagen kann es bei bestimmten Hochvoltbatterien zu einem thermischen Durchgehen kommen, im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand. Auslöser ist demnach die Kombination aus einem bestimmten Ladeprofil und einem Ladestand von mehr als 80%. Eine eindeutige Ursache hat der Hersteller bislang nicht gefunden. Im Juni 2026 stieß Volkswagen bei seinen Untersuchungen auf erste Zusammenhänge mit bestimmten Werten des Isolationswiderstands und mit dem Anteil an Gleichstrom-Schnellladungen. Im September entschied das Produktsicherheitsgremium des Konzerns, den Rückruf auch ohne bestätigte Ursache freiwillig zu starten. In den USA gingen zwischen Januar 2024 und August 2026 22 Meldungen ein, die möglicherweise mit dem Mangel zusammenhängen. Wie viele davon Brände betrafen, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.

Zwischenlösung und weiteres Vorgehen

Eine endgültige Reparatur gibt es noch nicht. Weder ein Software-Update noch Ersatzmodule stehen bislang zur Verfügung, die Abhilfe befindet sich laut Volkswagen noch in der Entwicklung. Als Zwischenlösung sollen Halter die Batterie nicht über 80% laden. Bei manchen Fahrzeugkonfigurationen kann Volkswagen diese Grenze per Fernzugriff festlegen, zudem erscheinen Warnhinweise im Fahrzeug. Halter erhalten außerdem einen Warnaufkleber per Post. Die ersten Benachrichtigungen an die Halter sollen bis zum 27. November 2026 verschickt werden. Sobald eine Lösung verfügbar ist, folgt ein weiteres Schreiben mit der Aufforderung zum Werkstattbesuch.

Nicht der erste Batterie-Rückruf

Für den ID.4 ist es nicht der erste Rückruf wegen der Batterie. Bereits im Januar 2026 hatte Volkswagen in den USA in 2 Aktionen insgesamt 44.551 ID.4 zurückgerufen. Damals ging es um falsch ausgerichtete Elektroden in Zellen von SK Battery America, die zu Überhitzung führen konnten. Im Frühjahr folgte zudem ein größerer Rückruf von Elektroautos auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB), der auch Europa betraf. Darunter waren unter anderem ID.3, ID.4, ID.5, ID. Buzz und Cupra Born. Bei einem Teil dieser Fahrzeuge mussten ganze Batteriemodule getauscht werden. Die aktuelle Aktion betrifft nach Angaben von Volkswagen Fahrzeuge, die nicht Teil der früheren Batterie-Rückrufe waren.

Einordnung

Der Rückruf ist ungewöhnlich, weil Volkswagen ihn ohne bekannte Ursache und ohne fertige Lösung startet. Das spricht für ein vorsichtiges Vorgehen, ist für die Halter aber unbefriedigend: Bis auf Weiteres steht ihnen nur ein Teil der Batteriekapazität zur Verfügung, was die nutzbare Reichweite verringert. Positiv ist, dass nur ein sehr kleiner Teil der Fahrzeuge tatsächlich betroffen sein dürfte. Für Halter in Deutschland besteht nach den bisherigen Angaben kein Handlungsbedarf, da der Rückruf auf in den USA gebaute Fahrzeuge beschränkt ist.

Bedeutung fürs Leasing

Für Leasingnehmer eines ID.4 in Deutschland ändert sich durch den US-Rückruf nichts, da die hier zugelassenen Fahrzeuge aus europäischer Produktion stammen. Wer aktuell VW Angebote oder allgemein Leasing Angebote für ein Elektro-SUV vergleicht, muss sich wegen dieser Aktion keine Sorgen machen. Grundsätzlich lohnt es sich bei Elektroautos aber, vor Vertragsabschluss nach offenen Rückrufaktionen zu fragen und bei der Rückgabe nachweisen zu können, dass alle Maßnahmen erledigt wurden. Ein Ladestand von höchstens 80% im Alltag gilt zudem unabhängig vom Rückruf bei vielen Herstellern als schonend für die Batterie.

Uns bei Google bevorzugen Hinzufügen → Kostenlos. Dann erscheinen unsere News automatisch weiter oben in Deiner Google-Suche. Jederzeit änderbar. Hinzufügen →
Artikel gefallen? Jetzt teilen! 🚀