VW und Audi: Rückruf wegen Lenkungsausfall betrifft rund 954.000 Autos

Veröffentlicht am 22.09.2026
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VW und Audi: Rückruf wegen Lenkungsausfall betrifft rund 954.000 Autos
Symbolbild

Volkswagen und Audi müssen wegen eines Problems an der Lenkung eine sehr große Zahl von Fahrzeugen in die Werkstätten rufen. Auslöser ist ein möglicher Schraubenabriss, der im schlimmsten Fall zu einem Lenkungsausfall führen kann. Betroffen sind allein in Deutschland rund 954.000 Fahrzeuge, weltweit sogar mehr als 2,8 Millionen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die beiden Rückrufe am 22. September 2026 veröffentlicht. Für die betroffenen Halterinnen und Halter ist die Reparatur kostenlos. Angesichts der hohen Zahl handelt es sich um einen der größeren Rückrufe der jüngeren Zeit im Volkswagen-Konzern.

Der technische Mangel

Im Kern geht es um eine Verschraubung an der Lenkung. Nach Angaben des KBA kann eine Schraube in der Lenkung abreißen, was einen Lenkungsausfall zur Folge haben kann. Ein Ausfall der Lenkung zählt zu den kritischsten Defekten überhaupt, weil sich das Fahrzeug dann nicht mehr sicher steuern lässt. Trotz der ernsten möglichen Folge sind nach den vorliegenden Informationen bislang keine Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt. Der Rückruf erfolgt somit vorsorglich, um das Risiko frühzeitig zu beseitigen. Das KBA führt die Aktionen zudem als noch in Untersuchung, überwacht die Abwicklung also aktiv. Hintergrund des Defekts ist offenbar, dass die Schraube durch Korrosion mit der Zeit an Festigkeit verlieren und schließlich brechen kann. Genau dieser schleichende Prozess macht solche Mängel tückisch, weil sie sich erst nach Jahren zeigen und nicht bei jedem Fahrzeug gleich stark auftreten.

Diese Modelle sind betroffen

Der Rückruf verteilt sich auf 2 getrennte Kampagnen. Bei Volkswagen sind die Modelle Golf, Golf Variant, Tiguan, Touran und Caddy aus dem Produktionszeitraum vom 24. September 2013 bis zum 1. Juli 2024 betroffen. Weltweit geht es hier um 2.159.054 Fahrzeuge, davon 895.832 in Deutschland. Bei Audi betrifft die Aktion das Modell Q3 aus der Produktion vom 31. Oktober 2017 bis zum 23. Mai 2024, mit 696.547 Fahrzeugen weltweit und 58.555 in Deutschland. In der Summe kommen so die rund 954.000 in Deutschland betroffenen Autos zustande. Wichtig ist der übliche Hinweis: Nicht jedes Fahrzeug dieser Baureihen ist zwangsläufig betroffen, da Rückrufe oft nur bestimmte Ausführungen oder Bauzeiträume umfassen.

Die Maßnahme in der Werkstatt

Die Behebung des Mangels ist vergleichsweise unkompliziert. Bei beiden Marken wird die Lenkungsverschraubung durch eine korrosionsresistentere Schraube ersetzt. Damit soll verhindert werden, dass die Schraube durch Korrosion geschwächt wird und abreißt. Die Reparatur erfolgt kostenlos in den Vertragswerkstätten. Betroffene Kundinnen und Kunden werden in der Regel vom Hersteller angeschrieben, können ihr Fahrzeug aber auch selbst über die Fahrzeugidentifizierungsnummer prüfen lassen. Für Rückfragen nennen die Hersteller eigene Rückrufcodes, bei Volkswagen lautet er 48VS, bei Audi 48LG. Die zugehörigen KBA-Referenznummern sind 17016R für die VW-Modelle und 17014R für den Audi Q3. Der Aufwand für den Austausch hält sich in Grenzen, sodass die Fahrzeuge nach dem Werkstattbesuch in der Regel wieder uneingeschränkt genutzt werden können. Wer unsicher ist, ob sein Auto betroffen ist, sollte sich an einen Vertragshändler wenden oder die Service-Telefonnummer des Herstellers nutzen.

Einordnung

Rückrufe dieser Größenordnung wirken auf den ersten Blick beunruhigend, sind bei hohen Produktionszahlen aber nicht ungewöhnlich. Da die betroffenen Baureihen über viele Jahre in großen Stückzahlen gebaut wurden, summieren sich selbst einzelne Bauteilprobleme schnell zu Millionen Fahrzeugen. Positiv ist, dass der Mangel erkannt und über einen geordneten, kostenlosen Rückruf behoben wird, bevor es zu Schäden kommt. Gerade bei einem sicherheitsrelevanten Bauteil wie der Lenkung ist ein vorsorgliches Vorgehen sinnvoll. Für die betroffenen Halter bedeutet der Rückruf zwar einen Werkstattbesuch, an ihren Fahrzeugen entstehen dadurch aber keine Kosten. Dass das KBA die Aktionen begleitet, sorgt zusätzlich für Kontrolle. Betroffene sollten den Termin dennoch zeitnah wahrnehmen, da es um die Sicherheit geht.

Bedeutung fürs Leasing

Auch für Leasingfahrzeuge gilt: Im Fall eines Rückrufs ist der Hersteller für die kostenlose Behebung des Mangels zuständig, unabhängig davon, wer das Fahrzeug least. Wer ein betroffenes Modell fährt, sollte den Rückruf ernst nehmen und den Werkstatttermin wahrnehmen, um im Sinne der Verkehrssicherheit und des Fahrzeugwerts zu handeln. Für alle, die neue VW Angebote oder Audi Angebote prüfen, ist ein solcher Rückruf kein Grund zur Sorge, denn ein transparenter Umgang mit Mängeln spricht eher für als gegen eine Marke. Bei der Auswahl von Leasing Angeboten und konkreten Leasing Deals bleibt vor allem wichtig, dass ein Hersteller Serienfehler zuverlässig behebt und ein dichtes Servicenetz bietet. Beides ist bei Volkswagen und Audi gegeben. Da sich ein zügig abgearbeiteter Rückruf nicht negativ auf den Restwert auswirkt, müssen Leasingkunden hier keine Nachteile befürchten. Entscheidend bleibt, dass betroffene Fahrzeuge die vorgesehene Reparatur erhalten.

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