Volkswagen

VW ID.3, ID.4, ID.7, ID. Buzz: Rückruf wegen Brandgefahr

Veröffentlicht am 16.10.2026
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VW ID.3, ID.4, ID.7, ID. Buzz: Rückruf wegen Brandgefahr
Symbolbild

Volkswagen bereitet für Deutschland und weitere europäische Märkte einen Rückruf mehrerer Elektroautos vor. Grund sind fehlerhafte Hochvolt-Batteriezellen, die in seltenen Fällen überhitzen können. Im Extremfall droht ein Brand. Betroffen sind nach Angaben des ADAC VW ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz aus bestimmten Produktionszeiträumen zwischen 2023 und 2025, in anderen Ländern zudem der Cupra Born. Als Sofortmaßnahme begrenzt Volkswagen den maximalen Ladestand auf 80%. In Deutschland geht es nach Angaben von VW um einige Tausend Fahrzeuge.

Der Mangel

Bei internen Qualitätsprüfungen hat Volkswagen festgestellt, dass einzelne Hochvolt-Batteriezellen bestimmter ID.-Modelle nicht den Qualitätsanforderungen entsprechen. Ursache sind laut Volkswagen Produktionsfehler bei Zulieferern. „In seltenen Fällen kann dies zu einer erhöhten thermischen Belastung dieser Batterien führen“, erklärte ein VW-Sprecher. Im äußersten Fall könne ein Brand entstehen. Welche Zulieferer betroffen sind, hat Volkswagen nicht mitgeteilt. Bekannte Brände im Zusammenhang mit dem Mangel werden in den vorliegenden Berichten nicht genannt.

Welche Fahrzeuge betroffen sind

Der Rückruf betrifft nur bestimmte Produktionszeiträume, nicht alle Fahrzeuge der genannten Baureihen. Laut ADAC sind Modelle von Skoda nicht betroffen, Audi prüft noch. Die genaue Zahl der betroffenen Fahrzeuge in Deutschland und Europa steht noch nicht fest. Während Volkswagen für Deutschland von einigen Tausend Fahrzeugen spricht, ist in anderen Berichten von einer niedrigen fünfstelligen Zahl die Rede. Zur Einordnung: Laut electrive wurden von den genannten Modellen zwischen 2023 und 2025 in Europa rund 660.000 Fahrzeuge neu zugelassen, davon etwa 210.000 in Deutschland. Die tatsächlich betroffene Zahl dürfte aber deutlich kleiner sein. Nach Angaben eines VW-Sprechers sind Halter, die kein Schreiben erhalten, nicht betroffen. Beim Kraftfahrt-Bundesamt war der Rückruf zum Zeitpunkt der Berichte noch nicht veröffentlicht, eine KBA-Referenznummer gibt es daher noch nicht.

Die Maßnahmen

Als Sofortmaßnahme wird der maximale Ladestand der betroffenen Fahrzeuge auf 80% begrenzt. Laut electrive soll dies per Software-Update über das Internet geschehen. Ein Teil der Fahrzeuge wird zudem in die Werkstatt gerufen, wo die Hochvoltbatterie überprüft wird. Erst wenn die Batterie als einwandfrei eingestuft ist, wird die Ladebegrenzung wieder aufgehoben. Ob einzelne Module getauscht werden müssen oder ein Software-Update ausreicht, ist noch nicht abschließend entschieden. Betroffene Kunden erhalten ein Schreiben mit Details zum Ablauf und zu Ansprechpartnern.

Nicht verwechseln mit dem Battery Care Mode

Die Ladebegrenzung ist nicht mit dem sogenannten Battery Care Mode zu verwechseln. Dieser begrenzt den Ladestand im Alltag ebenfalls auf 80%, dient aber der Schonung der Batterie. Beim Rückruf handelt es sich dagegen um eine Sicherheitsmaßnahme, die erst nach der Prüfung aufgehoben wird.

Bezug zu anderen Rückrufen

In Großbritannien läuft laut electrive bereits ein Rückruf für ID.3, ID.4, ID.7, ID. Buzz und ID. Buzz Cargo mit Zellen eines Zulieferers aus den Baujahren 2022 bis 2025. In den USA ruft Volkswagen zudem mehr als 22.000 ID.4 aus dem Werk Chattanooga wegen Brandgefahr zurück, dort ebenfalls mit einer Ladegrenze von 80%. Ob die Probleme in Europa technisch mit dem US-Rückruf zusammenhängen, ist noch unklar. Bereits im März 2026 hatte Volkswagen weltweit mehr als 90.000 Elektroautos von VW und Cupra wegen Batterieproblemen zurückgerufen, davon 28.000 in Deutschland.

Was Halter jetzt tun sollten

Halter eines ID.3, ID.4, ID.7 oder ID. Buzz aus den Baujahren 2023 bis 2025 sollten auf das Schreiben von Volkswagen achten. Wer unsicher ist, kann mit der Fahrzeug-Identifizierungsnummer bei einem VW-Servicepartner nachfragen. Eine aktive Ladebegrenzung sollte nicht umgangen werden, da sie gerade der Sicherheit dient. Die für Europa bestimmten ID.4 aus Zwickau und Emden waren laut electrive nicht Teil der früheren US-Rückrufe.

Einordnung

Für Volkswagen ist es ein weiterer Rückruf in kurzer Zeit. Ende September hatte der Konzern bereits Millionen Fahrzeuge wegen einer korrosionsanfälligen Lenkungsschraube zurückgerufen. Positiv ist, dass Volkswagen frühzeitig mit einer Ladebegrenzung reagiert. Für die Halter bedeutet das bis zur Prüfung allerdings eine geringere nutzbare Reichweite. Da die endgültige Lösung noch offen ist, bleibt abzuwarten, wie lange die Einschränkung andauert.

Bedeutung fürs Leasing

Auch bei Leasingfahrzeugen trägt der Hersteller die Kosten für Prüfung und Reparatur. Leasingnehmer eines betroffenen ID.-Modells sollten das Schreiben abwarten, den Werkstatttermin wahrnehmen und bei der Rückgabe nachweisen können, dass die Rückrufaktion erledigt wurde. Die vorübergehende Ladebegrenzung kann die Alltagstauglichkeit auf langen Strecken einschränken. Wer aktuell VW Angebote oder Leasing Angebote für ein Elektroauto aus den Baujahren 2023 bis 2025 prüft, sollte gezielt nachfragen, ob das Fahrzeug betroffen ist und die Prüfung bereits erfolgt ist.

Quelle: ADAC

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