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Leapmotor B10: Produktion in Spanien gestartet

Veröffentlicht am 19.10.2026
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Leapmotor B10: Produktion in Spanien gestartet
Symbolbild

Die chinesische Elektroautomarke Leapmotor baut ihre Fahrzeuge nun auch in Europa. Im Stellantis-Werk in Saragossa in Spanien ist die Serienproduktion des Elektro-SUV Leapmotor B10 angelaufen. Stellantis und Leapmotor feierten den Start am 16. Oktober 2026 mit einer Veranstaltung im Werk. Zum Start ist eine Kapazität von 40.000 Fahrzeugen pro Jahr geplant. In Deutschland ist der B10 laut electrive ab 32.900€ erhältlich (Stand: Oktober 2026). Ab 2027 sollen weitere Leapmotor-Modelle in Spanien vom Band laufen.

Das Werk in Saragossa

Laut der Mitteilung von Stellantis fiel die Wahl auf Saragossa wegen der Qualität des Werks, freier Kapazitäten und der industriellen Erfahrung vor Ort. Im Werk Figueruelas bei Saragossa baut Stellantis bereits den Opel Corsa, den Peugeot 208 und den Lancia Ypsilon. Das Chassis für den B10 liefert laut electrive ein Zulieferer aus dem nahe gelegenen Borja. Für Stellantis ist das Projekt auch eine Möglichkeit, die eigenen Werke besser auszulasten. Der Konzern hatte die Auslastung seiner europäischen Werke für 2025 auf rund 60% beziffert.

Der Leapmotor B10

Der B10 ist ein kompaktes Elektro-SUV mit einer Länge von 4,51 m. Er nutzt Lithium-Eisenphosphat-Batterien mit 56,2 oder 67,1 kWh. Die stärkste Version leistet bis zu 168 kW (228 PS), die Reichweite liegt nach WLTP bei bis zu 434 km. Damit tritt der B10 im stark umkämpften Segment der kompakten Elektro-SUV an. In Österreich startet der B10 Life laut electrive bei 28.990€, Privatkunden erhalten dort bei Vertragsabschluss bis Jahresende zusätzlich einen Bonus von 1.000€ (Stand: Oktober 2026).

Weitere Modelle ab 2027

Der B10 ist erst der Anfang. Ab 2027 sollen in Saragossa laut electrive auch der B05, der Kleinwagen B03 und das Mini-SUV B03X gebaut werden. Zudem plant Opel ab 2028 ein rund 4,50 m langes Elektro-SUV zwischen Frontera und Grandland, das ebenfalls in Saragossa entstehen soll. Leapmotor liefert dafür Elektronik, Batterie und Antrieb. Ein früheres Projekt zur Fertigung des T03 im polnischen Tychy wurde dagegen eingestellt.

Die Partnerschaft mit Stellantis

Stellantis ist seit 2023 an Leapmotor beteiligt und hält laut electrive rund 20% an dem Unternehmen. Im Mai 2024 gründeten beide das Gemeinschaftsunternehmen Leapmotor International, an dem Stellantis 51% hält. Es kümmert sich um das Geschäft außerhalb Chinas. Leapmotor ist inzwischen an mehr als 1.000 Standorten in 36 europäischen Ländern vertreten, häufig bei Händlern, die auch Marken von Stellantis wie Opel oder Peugeot verkaufen. „Der elektrische Wandel muss auch ein industrieller Wandel sein“, sagte Silvia Vernetti von Stellantis. Leapmotor-Gründer Zhu Jiangming betonte, die Wurzeln des Unternehmens lägen in China, der Anspruch sei global.

Über Leapmotor

Leapmotor wurde 2015 gegründet und hat seinen Sitz im chinesischen Hangzhou. Nach Angaben von Stellantis entwickelt und fertigt das Unternehmen einen großen Teil der wertvollen Komponenten selbst, sie machen rund 65% der Fahrzeugkosten aus. In China bietet Leapmotor eine breite Modellpalette an, darunter die Baureihen A05, A10, B01, B10, C10, C11, C16, D19 und D99. In Europa bietet Leapmotor unter anderem den Kleinwagen T03, die SUV C10 und B10 sowie das Mini-SUV B03X an. Stellantis ordnet die Zusammenarbeit in seine Strategie „FaSTLAne 2030“ ein. An der Feier zum Produktionsstart nahmen auch Jorge Azcón, Präsident der Regionalregierung von Aragonien, und der spanische Staatssekretär für Industrie, Jordi García Brustenga, teil. Mit dem Leapmotor B10 erhält das Werk ein 4. Modell neben Corsa, 208 und Ypsilon.

Einordnung

Mit der Produktion in Spanien reiht sich Leapmotor in die wachsende Zahl chinesischer Hersteller ein, die Fahrzeuge direkt in Europa fertigen. Das bringt mehrere Vorteile: kürzere Lieferwege, eine stabilere Versorgung und die Möglichkeit, die EU-Ausgleichszölle auf in China gebaute Elektroautos zu vermeiden. Auch mit Blick auf die geplanten „Made in Europe“-Regeln für staatliche Förderung könnte die lokale Fertigung künftig wichtiger werden. Für Stellantis bedeutet die Kooperation eine bessere Auslastung der Werke und Zugriff auf die Technik eines kostengünstigen Elektroauto-Herstellers.

Bedeutung fürs Leasing

Für Leasingkunden kann die Fertigung in Europa mittelfristig kürzere Lieferzeiten bedeuten. Durch das breite Händlernetz über Stellantis-Partner ist auch der Service für Leasingfahrzeuge gut erreichbar. Wer Leapmotor Angebote prüft, findet mit dem B10 ein kompaktes Elektro-SUV zu einem vergleichsweise günstigen Listenpreis. Ein Vergleich mit anderen Leasing Angeboten im Segment lohnt sich dennoch, da bei neuen Marken die Restwerte schwerer einzuschätzen sind und sich auf die Leasingrate auswirken können.

Quelle: SmartDroid

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