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Leapmotor: über 1.000 Verkaufsstandorte in Europa

Veröffentlicht am 23.09.2026
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Leapmotor: über 1.000 Verkaufsstandorte in Europa
Symbolbild – Mit KI erstelltes Bild

Der chinesische Elektroautohersteller Leapmotor baut sein Netz in Europa in hohem Tempo aus. Nach eigenen Angaben ist die Marke inzwischen an mehr als 1.020 Verkaufsstandorten in Europa vertreten, und das nur 2 Jahre nach dem Markteintritt. Die Standorte verteilen sich über 36 europäische Länder, von Island bis Bulgarien und einschließlich Malta. Möglich wird dieser schnelle Aufbau vor allem durch die enge Partnerschaft mit dem Autokonzern Stellantis. Der rasche Ausbau des Händler- und Servicenetzes zeigt, wie ernst es chinesische Hersteller mit dem europäischen Markt meinen.

Schnelles Wachstum in nur 2 Jahren

Das Tempo der Expansion ist bemerkenswert. Innerhalb von rund 2 Jahren hat Leapmotor ein Netz aufgebaut, für das andere Marken deutlich länger brauchen. Zuletzt kamen unter anderem Norwegen und mehrere Länder auf dem Balkan hinzu, sodass die Marke nun von West- bis Osteuropa präsent ist. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf großen Märkten, sondern bewusst auch auf kleineren Ländern, was die breite geografische Streuung erklärt. Ein dichtes Netz an Verkaufs- und Servicestandorten gilt als entscheidend, damit sich Kundinnen und Kunden auf Beratung, Wartung und Ersatzteilversorgung verlassen können. Genau an diesem Punkt scheiterten in der Vergangenheit manche Neueinsteiger, weshalb Leapmotor hier gezielt investiert.

Die Rolle von Stellantis

Der Schlüssel zum schnellen Aufbau liegt in der Zusammenarbeit mit Stellantis. Der Konzern, zu dem Marken wie Fiat, Opel und Peugeot gehören, hält seit 2023 einen Anteil von 20% an Leapmotor. Für die Aktivitäten in Europa wurde zudem das Gemeinschaftsunternehmen Leapmotor International gegründet. Der große Vorteil: Die Verkaufsstandorte von Leapmotor sind häufig in bestehende Stellantis-Autohäuser integriert, etwa bei Fiat, Opel oder Peugeot. Auf diese Weise kann die junge Marke auf ein etabliertes Händlernetz zurückgreifen, statt jeden Standort von Grund auf neu aufzubauen. Das spart Zeit und Kosten und erklärt, warum das Netz so schnell wachsen konnte. Für Stellantis wiederum bietet die Partnerschaft Zugang zu günstiger Elektrotechnik aus China und ein zusätzliches Standbein im Wettbewerb.

Steigende Verkaufszahlen

Das wachsende Netz spiegelt sich auch im Absatz wider. Im August 2026 lieferte Leapmotor weltweit 103.129 Fahrzeuge aus. Auf Europa entfielen dabei rund 27% des gesamten Volumens, was etwa 27.800 Fahrzeugen entspricht. Für eine Marke, die erst vor 2 Jahren nach Europa kam, sind das beachtliche Zahlen, die zeigen, dass der Ausbau des Netzes und der Absatz Hand in Hand gehen: Je mehr Standorte verfügbar sind, desto leichter erreichen die Fahrzeuge potenzielle Käufer. Ob sich dieses Wachstum in diesem Tempo fortsetzt, hängt auch von der weiteren Marktentwicklung und dem Wettbewerb ab, doch die bisherige Entwicklung verlief für Leapmotor klar positiv.

Die Modellpalette in Europa

Leapmotor deckt in Europa mehrere Fahrzeugklassen ab. Zum Angebot zählen der kompakte Stadtwagen T03, das SUV C10 sowie das kompakte SUV B10, die teils als reines Elektroauto und teils mit Reichweitenverlängerer angeboten werden. Hinzu kommen die elektrische Limousine B05 sowie die Kompaktmodelle B03X und das noch folgende B03. Mit dieser Bandbreite bedient die Marke vom günstigen Kleinwagen bis zum geräumigen SUV unterschiedliche Bedürfnisse. Auffällig ist, dass Leapmotor bei einigen Modellen auf einen Reichweitenverlängerer setzt, also einen kleinen Verbrenner, der bei Bedarf Strom erzeugt. Das kann für Kunden interessant sein, die noch Vorbehalte gegenüber reiner Batterietechnik haben, und erweitert die Zielgruppe zusätzlich.

Einordnung

Der Fall Leapmotor zeigt beispielhaft, wie chinesische Hersteller den europäischen Markt erschließen: nicht im Alleingang, sondern über Partnerschaften mit etablierten Konzernen. Die Zusammenarbeit mit Stellantis verschafft Leapmotor einen Startvorteil, der ohne bestehendes Händlernetz kaum möglich wäre. Für europäische Kunden bedeutet das mehr Auswahl und potenziell günstigere Elektroautos, für die etablierten Hersteller wächst der Wettbewerbsdruck weiter. Zugleich bleibt abzuwarten, wie sich Themen wie Restwert, Langzeitqualität und Service über die Jahre entwickeln, bei denen neue Marken sich erst noch beweisen müssen. Die Integration in Stellantis-Autohäuser dürfte beim Thema Service jedoch helfen. Insgesamt ist die schnelle Expansion ein deutliches Signal, dass sich die Kräfteverhältnisse auf dem europäischen Automarkt weiter verschieben.

Bedeutung fürs Leasing

Für Leasinginteressenten ist ein dichtes Händler- und Servicenetz ein wichtiger Faktor. Wer Leapmotor Angebote oder allgemein Leasing Angebote für ein Elektroauto prüft, profitiert davon, dass Wartung und Service über die Anbindung an Stellantis-Autohäuser vielerorts erreichbar sind. Das ist gerade bei einer noch jungen Marke ein Pluspunkt, weil ein funktionierendes Netz den Alltag mit dem Fahrzeug erleichtert und den Restwert stützen kann. Da sich Leasingraten stark am Anschaffungspreis und am erwarteten Restwert orientieren, lohnt bei neuen Marken ein genauer Blick darauf, wie sich der Wiederverkaufswert voraussichtlich entwickelt. Die breite Modellpalette von Leapmotor bietet zudem für unterschiedliche Bedürfnisse passende Fahrzeuge, vom kleinen Stadtauto bis zum SUV. Bei der Auswahl konkreter Leasing Deals sollten neben der Rate auch Reichweite, Ausstattung und die Verfügbarkeit von Service in der eigenen Region berücksichtigt werden. Die schnelle Ausbreitung des Netzes spricht dabei für eine gute Erreichbarkeit.

Quelle: electrive

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