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BYD-Rückruf: 183.000 Qin und Tang wegen Bremsfehler

Veröffentlicht am 21.09.2026
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BYD-Rückruf: 183.000 Qin und Tang wegen Bremsfehler
Symbolbild

Der chinesische Autobauer BYD muss in seinem Heimatmarkt eine große Zahl von Fahrzeugen in die Werkstätten rufen. Betroffen sind 183.211 Autos der Modelle Qin und Tang aus den Baujahren 2014 bis 2022, die wegen eines Fehlers am Bremspedal überprüft und repariert werden müssen. Angeordnet hat den Rückruf die chinesische Marktaufsichtsbehörde SAMR, öffentlich bekannt wurde er Mitte bis Ende September 2026. Für die betroffenen Halterinnen und Halter entstehen keine Kosten. Der Fall zeigt, dass auch der weltgrößte Hersteller von Elektro- und Plug-in-Fahrzeugen nicht vor Serienfehlern gefeit ist.

Das ist der technische Fehler

Im Kern geht es um ein kleines, aber sicherheitsrelevantes Bauteil. Nach den Angaben der Behörde kann ein Puffer beziehungsweise Anschlag am Bremspedal aufgrund eines Fertigungsfehlers mit der Zeit reißen oder sich lösen. In der Folge kann es im Extremfall dazu kommen, dass die Bremsleuchten dauerhaft leuchten, obwohl das Bremspedal gar nicht betätigt wird. Das ist tückisch, weil andere Verkehrsteilnehmer dann nicht mehr zuverlässig erkennen, ob ein Fahrzeug tatsächlich bremst. Ein dauerhaft leuchtendes Bremslicht kann so zu Fehleinschätzungen und im schlimmsten Fall zu Auffahrunfällen führen. Auch wenn die eigentliche Bremswirkung nach den vorliegenden Informationen nicht unmittelbar betroffen ist, wird der Defekt als sicherheitsrelevant eingestuft und daher per Rückruf behoben.

Diese Modelle sind betroffen

Der Rückruf konzentriert sich auf 2 etablierte Baureihen. Betroffen sind die Limousine Qin und das SUV Tang, jeweils aus den Modelljahren 2014 bis 2022. Beide Modelle gehören zu den langjährigen Stützen von BYD im chinesischen Markt und wurden über die Jahre in hohen Stückzahlen verkauft, was die große Zahl der betroffenen Fahrzeuge erklärt. Wichtig für den deutschen Markt: Es handelt sich um einen Rückruf in China, angeordnet von der dortigen Behörde SAMR. Die genannten Baureihen dieser älteren Jahrgänge wurden in dieser Form nicht regulär in Deutschland verkauft, sodass hiesige Kundinnen und Kunden nach aktuellem Stand nicht direkt betroffen sein dürften. Wer unsicher ist, sollte sich im Zweifel an einen Vertragshändler wenden.

So läuft die Reparatur

Für die betroffenen Fahrzeuge ist die Lösung überschaubar. BYD wird das fehlerhafte Bauteil in den autorisierten Werkstätten austauschen, und zwar kostenlos für die Fahrzeughalter. Damit folgt der Konzern dem üblichen Vorgehen bei sicherheitsrelevanten Rückrufen: Die Behörde ordnet die Maßnahme an, der Hersteller informiert die betroffenen Kunden und übernimmt die Kosten für Prüfung und Reparatur. Für die Kundschaft bedeutet ein solcher Rückruf zwar einen Werkstattbesuch, an den Fahrzeugen selbst entstehen aber keine finanziellen Nachteile. Betroffene sollten den Termin dennoch zeitnah wahrnehmen, da es um ein sicherheitsrelevantes Bauteil geht. In der Regel werden die Halter direkt vom Hersteller oder den Behörden über einen anstehenden Rückruf informiert, sodass niemand von sich aus tätig werden muss, um von der kostenlosen Reparatur zu erfahren.

Einordnung

Rückrufe in dieser Größenordnung sind bei einem Hersteller mit sehr hohen Absatzzahlen nicht ungewöhnlich, sollten aber ernst genommen werden. BYD hat sich in den vergangenen Jahren zum weltgrößten Anbieter von Fahrzeugen mit Stecker entwickelt und verkaufte allein im August 2026 mehr als 440.000 Autos mit neuer Antriebsart. Bei solchen Stückzahlen wirken sich selbst kleine Fertigungsfehler schnell auf viele Fahrzeuge aus. Positiv ist, dass der Fehler erkannt und über einen geordneten Rückruf behoben wird, statt ihn zu verschweigen. Der Vorgang reiht sich in eine Reihe von Rückrufen ein, die zuletzt mehrere Hersteller in China betrafen. Für BYD bedeutet die Aktion vor allem, dass Kapazitäten im Servicenetz gebunden werden, während der Konzern zugleich stark wächst. Ein Imageschaden ist möglich, hält sich bei einem transparent gehandhabten Rückruf aber meist in Grenzen.

Bedeutung fürs Leasing

Für Leasingkunden in Deutschland hat dieser konkrete Rückruf nach aktuellem Stand keine direkte Bedeutung, da er den chinesischen Markt und ältere Baureihen betrifft. Dennoch lohnt ein grundsätzlicher Blick auf das Thema. Bei einem Leasingfahrzeug ist im Fall eines Rückrufs stets der Hersteller für die kostenlose Behebung des Mangels zuständig, unabhängig davon, wer das Fahrzeug least. Wer BYD Angebote oder allgemein Leasing Angebote prüft, sollte wissen, dass Rückrufe zum normalen Betrieb großer Hersteller gehören und für die Kundschaft in der Regel ohne Zusatzkosten ablaufen. Wichtig für die Restwertkalkulation, die bei Leasing Deals eine große Rolle spielt, ist vor allem, dass ein Hersteller Serienfehler zügig und zuverlässig behebt. Ein transparenter Umgang mit Rückrufen kann das Vertrauen in eine Marke sogar stärken. Wer ein Elektroauto least, ist mit einem funktionierenden Servicenetz und einer klaren Rückrufpraxis daher besser bedient als mit einem Anbieter, der Mängel verschleiert.

Quelle: electrive

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