BYD gewinnt bei deutschen E-Auto-Käufern
Der chinesische Hersteller BYD wird für deutsche Elektroauto-Interessenten immer attraktiver. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung BearingPoint, die am 2. September 2026 veröffentlicht wurde. Unter den Menschen, die in den nächsten 3 Jahren ein E-Auto kaufen wollen, landet BYD mit 20% bereits auf Platz 5 – vor etablierten Marken wie Kia, Hyundai, Ford, Tesla und Skoda. Die deutschen Hersteller führen das Feld zwar weiter an, doch ihr Vorsprung schmilzt. Wichtig zur Einordnung: Die Aussagen beruhen auf einer Umfrage mit begrenzter Stichprobe.
Das sagen die Zahlen
Bei den Kaufinteressierten bleibt BMW mit 44% klar an der Spitze, gefolgt von Audi mit 31% und Volkswagen mit 30%. BYD folgt mit den genannten 20% auf Rang 5. In der Gesamtbevölkerung, also über alle Befragten hinweg, liegt BYD dagegen erst auf Platz 11 – dort führen Volkswagen, Audi und BMW. Der Unterschied zeigt: Gerade bei den konkret Kaufbereiten hat sich die Marke bereits einen festen Platz erarbeitet, während sie im breiten Publikum noch weniger präsent ist.
Rasanter Zuwachs bei den Zulassungen
Die wachsende Attraktivität schlägt sich auch in den Zulassungszahlen nieder. Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamts stiegen die BYD-Neuzulassungen von Januar bis Juli von 5.124 auf 12.332 Fahrzeuge – ein Plus von 141% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: Volkswagen verharrte im selben Zeitraum in etwa auf Vorjahresniveau. Damit gehört BYD zu den am stärksten wachsenden Marken im deutschen Elektromarkt, auch wenn die absoluten Stückzahlen im Vergleich zu den großen deutschen Herstellern noch überschaubar sind.
Darauf achten die Käufer
Bemerkenswert ist, was für die Kaufentscheidung zählt – und was nicht. Als wichtigste Kriterien nennen die Befragten den Kaufpreis, die Fahrzeugsicherheit, die Zuverlässigkeit des Akkus, die Reichweite und die Garantie. Das Herkunftsland der Marke gehört ausdrücklich nicht zu den entscheidenden Faktoren. Genau das erklärt, warum chinesische Anbieter wie BYD punkten können: Wer vor allem auf Preis, Technik und Garantie schaut, für den spielt es kaum eine Rolle, ob ein Auto aus Wolfsburg oder aus China kommt.
Das bedeutet der Trend
Für die etablierten Hersteller ist die Entwicklung ein Warnsignal. Der globale Automotive-Leiter von BearingPoint, Manuel Schuler, formuliert es so, dass nicht die Frage sei, ob chinesische Hersteller aufschlössen, sondern wie schnell. Als Konsequenz müssten die Marken ihre Kompetenz bei der Elektromobilität sichtbarer machen und Vertrauen in Batterie und Ladeleistung aufbauen. Der Wettbewerb verlagert sich damit zunehmend auf die Frage, wer die überzeugendste Technik zum besten Preis bietet – ein Feld, auf dem chinesische Anbieter offensiv auftreten.
Einordnung
Die Ergebnisse geben den Stand von Anfang September 2026 wieder und stammen aus einer Studie einer Unternehmensberatung. Zu beachten ist die Methodik: Befragt wurden rund 2.000 Personen, die Gruppe der konkret Kaufinteressierten umfasste dabei aber nur etwa 160 Befragte. Werte wie die 20% für BYD sind daher als Tendenz und nicht als exakte Größe zu verstehen. Die Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamts sind dagegen belastbar und stützen den Trend. In der Summe zeigt die Studie eine klare Richtung, auch wenn einzelne Umfragewerte mit Vorsicht zu bewerten sind.
Bedeutung fürs Leasing
Für Interessenten ist mehr Wettbewerb grundsätzlich eine gute Nachricht, denn er kann die Preise drücken und die Auswahl vergrößern. Da für viele Käufer Preis, Garantie und Reichweite im Vordergrund stehen, lohnt sich beim Elektroauto ein markenübergreifender Vergleich – deutsche und chinesische Anbieter eingeschlossen. Beim Vergleich verschiedener BYD Angebote lohnt sich der Blick auf Reichweite, Ladeleistung und Ausstattung der jeweiligen Variante. Wer die passenden Leasing Deals sucht, sollte neben der monatlichen Rate auch Laufzeit, Inklusivkilometer und die Garantiebedingungen berücksichtigen. Der zunehmende Erfolg von BYD zeigt, dass sich ein breiter Blick über die etablierten Marken hinaus lohnen kann.





