TÜV-Studie: Elektro und Hybrid vorn beim Autokauf

Veröffentlicht am 26.08.2026
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TÜV-Studie: Elektro und Hybrid vorn beim Autokauf

Die Elektromobilität steht nach Einschätzung des TÜV-Verbands vor dem Durchbruch. Das legt die neue TÜV Mobility Studie 2026 nahe, für die das Institut Forsa 2.504 Personen ab 18 Jahren repräsentativ befragt hat. Das zentrale Ergebnis: Beim nächsten Autokauf bevorzugen jeweils 25% ein reines Elektroauto beziehungsweise einen Hybrid. Zusammen kommen die elektrifizierten Antriebe damit auf 50% und liegen klar vor dem reinen Verbrenner, den nur noch 35% wählen würden. Die größten Hürden bleiben Kosten, Reichweite und Ladenetz.

Der Wunschantrieb beim nächsten Auto

Die Umfrage zeigt eine klare Verschiebung der Präferenzen. Betrachtet man die einzelnen Antriebe, liegt der Verbrenner zwar noch vorn – in der Summe haben Elektro und Hybrid ihn aber bereits überholt:

Wunschantrieb beim nächsten Kauf Anteil
Reines Elektroauto 25%
Hybrid 25%
Benziner/Diesel 35%
Wasserstoff 4%
Unentschlossen / kein Kauf 11%

Wunschantrieb beim nächsten Autokauf. Quelle: TÜV Mobility Studie 2026 (Forsa, 2.504 Befragte).

Viele könnten noch umsteigen

Bemerkenswert ist das Wechselpotenzial. Von jenen, die derzeit einen Verbrenner oder Hybrid bevorzugen, könnten sich immerhin 23% unter bestimmten Bedingungen ein reines Elektroauto vorstellen. Damit ist die Gruppe der grundsätzlich Aufgeschlossenen deutlich größer als der aktuelle Marktanteil vermuten lässt. Zur Einordnung: Im 1. Halbjahr 2026 entfielen bereits 26% der Neuzulassungen auf reine Elektroautos, weitere 11% auf Plug-in-Hybride und 29% auf sonstige Hybride, während reine Verbrenner auf 34% kamen. Umfrage und Marktrealität nähern sich also an.

Das hält Käufer noch ab

Trotz der wachsenden Offenheit gibt es klare Vorbehalte. Als wichtigste Hürden nennen die Befragten hohe Anschaffungskosten mit 57%, eine zu geringe Reichweite mit 52% sowie zu wenige Ladestationen mit 50%. Besonders in Großstädten drückt der Schuh: Dort beklagen 58% ein unzureichendes Ladeangebot. Diese Punkte gelten als entscheidende Stellschrauben, damit aus der grundsätzlichen Bereitschaft tatsächlich ein Kauf wird. Vor allem der Preis bleibt für viele das ausschlaggebende Kriterium.

Was E-Auto-Fahrer ärgert

Auch wer bereits elektrisch fährt, sieht Schwachstellen. Ganz oben steht die geringere Reichweite im Winter, die 61% bemängeln. Dahinter folgen unklare Preise an öffentlichen Ladesäulen mit 49% und komplizierte Bezahlsysteme mit 48%. Gerade die intransparente Preisgestaltung beim Laden unterwegs sorgt seit Langem für Kritik. Für die Hersteller und Ladeanbieter sind das deutliche Hinweise, wo sie nachbessern müssen, um die Zufriedenheit der Kundschaft zu erhöhen.

Mehr als nur das Auto

Die Studie blickt auch über den Pkw hinaus. Zwar bleibt das Auto das Verkehrsmittel Nummer 1, doch 2 von 3 Befragten bemängeln den schlechten Zustand von Straßen, Rad- und Fußwegen. Beim öffentlichen Verkehr ist der Rückhalt groß: 76% sprechen sich für eine stärkere Förderung des Nahverkehrs aus, 72% für den Ausbau des Bahnverkehrs. Die Menschen wünschen sich also nicht nur sauberere Antriebe, sondern insgesamt eine bessere und verlässlichere Infrastruktur für alle Verkehrsteilnehmer.

Bedeutung fürs Leasing

Für Interessenten bestätigt die Studie einen Trend, der das Angebot prägt: Elektro- und Hybridfahrzeuge rücken in den Massenmarkt vor. Da die hohen Anschaffungskosten als größte Hürde gelten, ist das Leasing besonders interessant, weil es die einmalige Belastung auf planbare Monatsraten verteilt. Beim Vergleich verschiedener Leasing Angebote lohnt sich der Blick auf Reichweite, Ladeleistung und die Gesamtkosten inklusive Förderung. Wer die passenden Leasing Deals sucht, sollte neben der monatlichen Rate auch Laufzeit, Inklusivkilometer und den möglichen Anspruch auf die E-Auto-Prämie berücksichtigen. Gerade für unentschlossene Umsteiger kann das Leasing ein risikoarmer Einstieg in die Elektromobilität sein.

Quelle: TÜV-Verband
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