Micro-Cars boomen – aber wie sicher?

Veröffentlicht am 25.08.2026
Mit KI erstellt

Der Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und vor der Veröffentlichung geprüft.

Micro-Cars boomen – aber wie sicher?

Sie sind klein, elektrisch und immer häufiger im Stadtverkehr zu sehen: Micro-Cars entwickeln sich zum heimlichen Trend auf deutschen Straßen. Nach Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer (GDV) ist ihr Bestand seit 2022 um fast 80% gewachsen. Ende 2025 waren bereits rund 46.000 dieser Leichtfahrzeuge versichert, nach etwa 26.000 nur 3 Jahre zuvor. Die Kehrseite des Booms: Der GDV warnt vor einem geringen Insassenschutz und fordert strengere Sicherheitsstandards. Denn technisch sind die Mini-Stromer mit einem Auto kaum vergleichbar.

Was ein Micro-Car ausmacht

Micro-Cars fallen rechtlich in die Fahrzeugklasse L6e. Sie fahren maximal 45 km/h und dürfen nach den geltenden EU-Regeln bis zu 425 kg wiegen. Angetrieben werden sie meist elektrisch, was sie zu günstigen und lokal emissionsfreien Stadtflitzern macht. Der wohl größte Vorteil steckt aber im Führerschein: Gefahren werden dürfen sie bereits ab 15 Jahren mit dem Mopedführerschein der Klasse AM. Zugelassen werden sie unkompliziert über ein Versicherungskennzeichen, ähnlich wie ein Mofa.

Die wichtigsten Daten im Überblick

Der folgende Steckbrief fasst die zentralen Eckdaten der kleinen Stromer zusammen:

Merkmal Wert
Bestand Ende 2025 rund 46.000
Bestand 3 Jahre zuvor rund 26.000
Wachstum seit 2022 fast 80%
Höchstgeschwindigkeit (L6e) 45 km/h
Zulässiges Gewicht bis 425 kg
Führerschein Klasse AM (ab 15 Jahren)

Eckdaten Micro-Cars (Klasse L6e). Quelle: GDV, Stand 2026.

Beliebte Modelle

Das Angebot wächst mit der Nachfrage. Zu den bekanntesten Vertretern zählen der Opel Rocks-e, der Fiat Topolino und der Microlino, dazu kommt der weit verbreitete Citroen Ami. Die Fahrzeuge sprechen unterschiedliche Zielgruppen an: junge Fahrer ohne klassischen Autoführerschein ebenso wie Pendler, Lieferdienste oder Senioren, die eine wetterfeste Alternative zum Roller suchen. Gerade in Städten mit knappem Parkraum spielen die kompakten Maße ihren Vorteil aus.

Der Haken bei der Sicherheit

So praktisch die Micro-Cars sind, so deutlich fällt die Warnung der Versicherer aus. Im Jahr 2025 verzeichnete der GDV 2.300 Haftpflichtschäden mit solchen Fahrzeugen – das entspricht 50 Schäden je 1.000 versicherten Fahrzeugen und damit dem Niveau normaler Pkw, trotz der geringeren Geschwindigkeit. Das Problem: Airbags, ein elektronisches Stabilitätsprogramm oder Notbremsassistenten sind gesetzlich nicht vorgeschrieben. Nach Einschätzung von Unfallforschern ist die Fahrzeugstruktur nicht mit der eines Kompaktwagens vergleichbar, weshalb die Insassen einem deutlich höheren Verletzungsrisiko ausgesetzt sind.

Das fordert der GDV

Der Versicherungsverband sieht die Ursache auch in den Vorschriften selbst. Die strenge Gewichtsgrenze von 425 kg lasse den Herstellern kaum Spielraum, zusätzliche Schutzsysteme einzubauen. Der GDV fordert daher, die zulässigen Gewichte anzuheben und zugleich verpflichtende Sicherheitsstandards nach dem Vorbild von Personenwagen einzuführen. So solle verhindert werden, dass Micro-Cars zur „Sicherheitsfalle" werden – gerade für unerfahrene, junge Fahrer. Ob und wie der Gesetzgeber reagiert, ist bislang offen.

Bedeutung fürs Leasing

Für Interessenten sind Micro-Cars eine günstige Möglichkeit, elektrisch und flexibel mobil zu sein – und auch beim Leasing eine Option, gerade als Zweitwagen oder Einstiegsfahrzeug. Wer ein solches Modell least, sollte allerdings die Sicherheitshinweise ernst nehmen und Ausstattung sowie Einsatzzweck genau abwägen. Beim Vergleich verschiedener Angebote lohnt sich der Blick auf Reichweite, Zuladung und die vorhandenen Assistenzsysteme. Wer die passenden Leasing Deals sucht, sollte neben der monatlichen Rate auch Laufzeit, Inklusivkilometer und die Versicherungskosten berücksichtigen. Für kurze Wege in der Stadt können die kleinen Stromer eine sinnvolle Wahl sein – vorausgesetzt, man kennt ihre Grenzen.

Quelle: FOCUS online
Artikel gefallen? Jetzt teilen! 🚀