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Tesla Roadster: Enthüllung wegen Unwetter auf 15. Oktober verschoben

Veröffentlicht am 01.10.2026
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Tesla Roadster: Enthüllung wegen Unwetter auf 15. Oktober verschoben
Symbolbild – Mit KI erstelltes Bild

Die lange erwartete Präsentation des neuen Tesla Roadster verzögert sich erneut. Eigentlich wollte Tesla den Sportwagen am 1. Oktober 2026 zeigen, nun ist die Veranstaltung auf den 15. Oktober 2026 verschoben. Als Grund nennt der Hersteller vorhergesagte schwere Unwetter. Weil die Präsentation nur im Freien stattfinden könne, habe man sich für eine Verschiebung entschieden. Für den Roadster ist es nur die jüngste in einer langen Reihe von Verzögerungen: Den Prototyp hatte Tesla bereits im November 2017 vorgestellt.

Teslas Begründung

Tesla verkündete die Verschiebung über die Plattform X. Sinngemäß hieß es dort: Man habe das Wetter gemeinsam mit örtlichen Meteorologen genau beobachtet, angesichts der vorhergesagten schweren Bedingungen und weil die Veranstaltung nur im Freien stattfinden könne, habe man sich zu einer Verschiebung entschlossen. Als Ort nennt electrive Waco in Texas, rund 90 Minuten nördlich des Tesla-Hauptsitzes in Austin. Was genau bei der Präsentation gezeigt werden soll, hat Tesla bislang nicht im Detail mitgeteilt. Unklar ist auch, ob Tesla dort bereits verbindliche Preise, technische Daten für die Serie und einen konkreten Produktionsstart nennen wird.

Zweifel an der Wetterbegründung

Ganz ohne Skepsis wurde die Begründung nicht aufgenommen. Laut electrive zeigten die Vorhersagen für die Region eher warme Temperaturen, etwas Wind und Regen als extreme Bedingungen. Andererseits verwiesen Beobachter auf eine Warnung des Wetterdienstes AccuWeather vor Starkregen in Waco bis zum Freitag, was die Entscheidung durchaus stützen könnte. Ob tatsächlich allein das Wetter ausschlaggebend war oder ob noch Vorbereitungen am Fahrzeug fehlten, lässt sich von außen nicht beurteilen. Eine Präsentation im Freien mit Fahrvorführungen ist bei Starkregen jedenfalls schwer umsetzbar, zumal auch das Publikum vor Ort betroffen wäre.

Eine lange Geschichte von Verzögerungen

Der Name knüpft an das erste Auto des Herstellers an: Der ursprüngliche Tesla Roadster auf Basis des Lotus Elise wurde von 2008 bis 2012 gebaut und machte die Marke bekannt. Der neue Roadster begleitet Tesla schon seit fast 9 Jahren. Bei der Vorstellung des Prototyps im November 2017 stellte Firmenchef Elon Musk den Produktionsstart für 2020 in Aussicht. Dieser Termin wurde seitdem mehrfach verschoben, ohne dass ein Serienfahrzeug auf den Markt kam. Als Preis nannte Tesla bei der Vorstellung 2017 für die USA 200.000 US-Dollar, für die limitierte Founders Series 250.000 US-Dollar. Ob diese Preise heute noch gelten, ist offen. Im April 2022 öffnete Tesla die Reservierungen erneut. Kunden in Deutschland mussten für eine Reservierung laut electrive zunächst 4.000€ anzahlen und innerhalb von 10 Tagen weitere 39.000€ überweisen. Viele Reservierungen laufen damit bereits seit Jahren, ohne dass ein Auslieferungstermin feststeht.

Die angekündigten Fahrleistungen

Die Erwartungen an den Roadster sind hoch, weil Tesla spektakuläre Werte angekündigt hat. Genannt wurden eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in rund 2,1 Sekunden, eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 400 km/h und eine Reichweite von bis zu 1.000 km. Für eine besonders extreme Version stellte Musk zudem Kaltgas-Düsen in Aussicht, mit denen der Sprint auf 60 Meilen pro Stunde nur 1,1 Sekunden dauern soll. Alle diese Angaben sind Ankündigungen und wurden bislang nicht unabhängig überprüft. Ob ein Straßenauto mit solchen Düsen in Europa überhaupt zugelassen werden könnte, ist zudem fraglich, worauf auch ecomento hinweist.

Einordnung

Eine Verschiebung um 2 Wochen ist für sich genommen kein großes Problem, sie passt aber ins Bild eines Projekts, das seit Jahren hinter den eigenen Zeitplänen zurückliegt. Entscheidend wird sein, was Tesla am 15. Oktober tatsächlich zeigt: ein seriennahes Fahrzeug mit konkreten Daten, Preisen und einem verbindlichen Produktionsstart oder erneut vor allem eine Show. Für die Kunden mit Reservierung wäre vor allem ein verlässlicher Liefertermin wichtig. Bis dahin bleiben die angekündigten Werte Versprechen. Für Tesla geht es dabei auch um Glaubwürdigkeit, denn der Roadster gilt seit Jahren als Beispiel für ambitionierte Ankündigungen, die sich deutlich verzögert haben.

Bedeutung fürs Leasing

Für die meisten Leasingkunden spielt der Roadster keine Rolle, da es sich um einen sehr teuren Sportwagen mit unklarem Marktstart handelt. Offizielle Preise und Konditionen für Deutschland gibt es bislang nicht, ein Leasingangebot ist daher frühestens nach Produktionsstart denkbar. Wer heute Tesla Angebote oder allgemein Leasing Angebote für ein Elektroauto vergleicht, findet im aktuellen Programm vor allem Model 3 und Model Y. Bei diesen Modellen sind Lieferzeiten, Ausstattung und Restwert gut einschätzbar, was beim Roadster erst nach dem Marktstart möglich sein wird.

Quelle: electrive

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