Daimler Truck ruft 131.000 Lkw zurück
Daimler Truck ruft weltweit über 131.000 Mercedes-Benz-Lkw wegen möglicher Brandgefahr zurück. In Deutschland sind 27.084 Fahrzeuge betroffen. Ursache ist ein nicht ordnungsgemäß installierter Chip an der Batterie, der zu Korrosion und im ungünstigsten Fall zu starker Wärmeentwicklung bis hin zu einem Brand führen kann. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat den Rückruf in seiner Datenbank veröffentlicht. Nach Angaben des Herstellers sind bislang nur einzelne Vorkommnisse und keine Personenschäden bekannt. Die Behebung des Mangels ist vergleichsweise unkompliziert.
Diese Modelle sind betroffen
Der Rückruf umfasst sowohl Diesel- als auch Elektromodelle. Betroffen sind die schweren Baureihen Actros und Arocs sowie die Elektro-Lkw eActros 300 und eActros 400 der ersten Generation, die mit einer AGM-Batterie ausgestattet sind. Ausdrücklich nicht betroffen sind das aktuelle Flaggschiff eActros 600 sowie die zweite Generation des eActros 400. Erfasst werden Fahrzeuge aus einem Produktionszeitraum von Ende März 2021 bis Ende Oktober 2025. Damit zieht sich die Aktion durch mehrere Modelljahre der genannten Baureihen.
Ursache: ein Batterie-Chip
Auslöser ist ein Chip an der Batterie, der beim Zulieferer mit Kunstharz versiegelt wird. In einzelnen Fällen war diese Versiegelung unzureichend, sodass Feuchtigkeit eindringen und Korrosion an den Kontakten entstehen konnte. In der Folge droht eine starke Wärmeentwicklung, die im Extremfall zu einem Brand führen kann. Es handelt sich also um einen Fertigungs- beziehungsweise Zulieferfehler an einem einzelnen Bauteil, dessen mögliche Folgen jedoch schwerwiegend sein können. Genau deshalb erfolgt der Rückruf vorsorglich, obwohl bislang kaum konkrete Schadensfälle aufgetreten sind.
So viele Fahrzeuge sind betroffen
Insgesamt umfasst die Aktion weltweit mehr als 131.000 Nutzfahrzeuge, von denen 27.084 in Deutschland zugelassen sind. Angesichts der hohen Stückzahl handelt es sich um einen der größeren Rückrufe im Nutzfahrzeugbereich. Für Speditionen und Fuhrparkbetreiber ist ein solcher Rückruf besonders relevant, da Lkw im gewerblichen Dauereinsatz stehen und Ausfallzeiten unmittelbar den Betrieb betreffen. Umso wichtiger ist es, dass die notwendige Maßnahme schnell und ohne großen Aufwand durchgeführt werden kann.
Die Reparatur
Zur Behebung des Mangels wird der betroffene Chip an der Batterie abgeklemmt. Ein aufwendiger Austausch ganzer Baugruppen ist damit nicht erforderlich, was den Werkstattaufenthalt kurz hält. Die Halter der betroffenen Fahrzeuge werden im Rahmen der behördlich überwachten Rückrufaktion informiert und sollten die Maßnahme zeitnah durchführen lassen. Für die Halter ist die Reparatur kostenfrei, da sie im Rahmen der Herstellerverantwortung erfolgt. Gerade bei gewerblich genutzten Fahrzeugen empfiehlt sich eine rasche Terminvereinbarung, um planbare Standzeiten zu nutzen.
Bedeutung für Fuhrparks und Leasing
Nutzfahrzeuge wie der Actros oder der eActros werden häufig über Leasing- oder Finanzierungsverträge betrieben, weshalb der Rückruf viele gewerbliche Halter betrifft. Für sie entstehen durch die Maßnahme keine zusätzlichen Kosten; wichtig ist allein, auf die Benachrichtigung zu reagieren und den Werkstatttermin wahrzunehmen. Beim Vergleich verschiedener Mercedes-Benz Angebote im Nutzfahrzeugsegment lohnt sich generell der Blick auf Garantie-, Service- und Wartungsbedingungen, die im gewerblichen Einsatz besonders ins Gewicht fallen. Wer die passenden Leasing Deals sucht, sollte neben der Rate auch Laufzeit, Inklusivkilometer und die Servicequalität berücksichtigen. Dass der Hersteller den Mangel vorsorglich und mit einer einfachen Maßnahme behebt, spricht dabei für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem sicherheitsrelevanten Problem.