BMW i3: Serienstart der Neuen Klasse in München
Im Münchner Stammwerk hat für BMW eine neue Ära begonnen: Am 6. August 2026 lief dort die Serienproduktion des vollelektrischen BMW i3 an. Das Modell ist das 2. Fahrzeug der „Neuen Klasse" und tritt als elektrische Limousine in die Fußstapfen des klassischen 3ers. Für den Anlauf hat BMW sein Traditionswerk über rund 4 Jahre hinweg für einen Milliardenbetrag umgebaut. Ab 2027 sollen in München ausschließlich Elektroautos vom Band laufen – als 2. reines E-Auto-Werk des Konzerns nach dem ungarischen Debrecen.
Der elektrische 3er
Mit dem i3 überträgt BMW die Technik der Neuen Klasse erstmals auf die Kernbaureihe im Mittelklasse-Segment. Die Sportlimousine positioniert sich als vollelektrisches Pendant zum 3er, der über Jahrzehnte zu den wichtigsten Modellen der Marke zählte. Zum Marktstart steht die Topversion i3 50 xDrive bereit: Der Allradler mit 2 Motoren leistet 345 kW (469 PS) und stellt ein maximales Drehmoment von 645 Nm bereit. Weitere Varianten dürften im Laufe der Zeit folgen und die Baureihe nach unten hin ergänzen.
Bis zu 900 km Reichweite
Herzstück ist die 6. Generation der BMW-Elektroantriebe samt neuer Rundzellen und einer 800-Volt-Architektur. Nach vorläufigen Angaben soll der i3 je nach Variante eine WLTP-Reichweite von bis zu 900 km erreichen. Beim Laden setzt BMW Maßstäbe: Mit einer DC-Ladeleistung von bis zu 400 kW lässt sich in nur rund 10 Minuten Energie für etwa 400 km nachladen. Zusätzlich beherrscht das Fahrzeug bidirektionales Laden und kann so auch Strom ins Haus oder Netz zurückspeisen.
Umbau des Stammwerks
Der Produktionsstart ist zugleich der Abschluss eines der größten Umbauprojekte in der Geschichte des Werks. Bei laufender Fertigung entstanden ein neuer Karosseriebau, eine moderne Montagehalle sowie zusätzliche Logistikflächen. Bereits im Februar 2026 war die Vorserienproduktion angelaufen. Trotz des Aufwands zeigt sich der Konzern überzeugt von der Effizienz der neuen Anlagen: Laut Werkleiter Peter Weber sinken die Fertigungskosten am Standort durch den i3 um weitere 10%. Möglich machen das eine stärkere Automatisierung, Digitalisierung und die schlanke Architektur der Neuen Klasse.
Preise und Nachfrage
Preislich startet der i3 in der Version 50 xDrive bei 65.900€, die besonders umfangreich ausgestattete First Edition beginnt bei 75.340€. Der Bestellstart war Mitte Juni 2026 vorgezogen worden, und die Resonanz fällt bislang deutlich aus. Vertriebsvorstand Jochen Goller erklärte, der i3 erfreue sich schon kurz nach dem vorgezogenen Bestellstart großer Nachfrage. Die ersten Auslieferungen an Kunden sind für den Herbst 2026 vorgesehen, nachdem die Produktion nun ihre Stückzahlen hochfährt.
Fertigung im Verbund
Der i3 entsteht in einem eng verzahnten Produktionsnetzwerk. Der Elektroantrieb der 6. Generation kommt aus dem BMW-Werk im österreichischen Steyr, das zugehörige Aluminiumgehäuse wird im Leichtmetallgießereiwerk Landshut gefertigt. In München selbst kann die Anlage in der Spitze bis zu 1.000 Fahrzeuge täglich produzieren. Diese Vernetzung mehrerer Standorte ist charakteristisch für die Neue Klasse, deren Bauteile über verschiedene europäische Werke zusammenlaufen.
Bedeutung fürs Leasing
Für Interessenten ist der Serienstart ein wichtiges Signal, denn mit dem i3 kommt ein technologisch hochaktuelles Elektroauto in einem beliebten Segment auf den Markt. Gerade zum Marktstart eines neuen Modells sind die Konditionen häufig besonders attraktiv, da Hersteller die Nachfrage ankurbeln wollen. Beim Vergleich verschiedener BMW Angebote lohnt sich der Blick auf Reichweite, Ladeleistung und Ausstattung der jeweiligen Variante. Wer die passenden Leasing Deals sucht, sollte neben der monatlichen Rate auch Laufzeit, Inklusivkilometer und den möglichen Anspruch auf die staatliche E-Auto-Prämie berücksichtigen. Mit dem i3 unterstreicht BMW jedenfalls, dass die Elektromobilität nun endgültig im Herzen der Modellpalette angekommen ist.