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VW ID. Tiguan: Bis zu 600 km für den ID.4-Nachfolger

Veröffentlicht am 28.09.2026
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VW ID. Tiguan: Bis zu 600 km für den ID.4-Nachfolger

Volkswagen ersetzt den ID.4 durch ein neues Elektro-SUV mit bekanntem Namen: den VW ID. Tiguan. Die Weltpremiere ist für Anfang Oktober 2026 angekündigt, auf den Markt kommen soll das Modell Anfang 2027. Der ADAC konnte das Auto bereits vorab fahren und bescheinigt ihm ein ausgezeichnetes Fahrverhalten, sieht beim Laden aber kaum Fortschritte gegenüber dem Vorgänger. Mit dem Namenswechsel verabschiedet sich VW zudem von der reinen Zahlenlogik bei seinen Elektroautos und setzt auf die bekannten Modellnamen aus der Verbrennerwelt. Der Tiguan ist seit Jahren eines der meistverkauften Modelle der Marke, der Name soll dem Elektro-SUV entsprechend Rückenwind geben.

3 Antriebsvarianten

Den ID. Tiguan gibt es nach Angaben des ADAC in 3 Versionen. Die Basis leistet 140 kW (190 PS), treibt die Hinterräder an und nutzt eine 58-kWh-Batterie mit LFP-Zellen. Darüber rangiert eine Variante mit 210 kW (286 PS), ebenfalls mit Heckantrieb, aber mit einer größeren 77-kWh-Batterie mit NMC-Zellen. An der Spitze steht eine Allradversion mit 220 kW (299 PS) und derselben 77-kWh-Batterie. Technische Basis ist die überarbeitete Elektroplattform MEB+, die weiterhin mit 400 Volt arbeitet. Gebaut werden soll der ID. Tiguan im Werk Emden, wo bislang der ID.4 vom Band läuft.

Reichweite und Laden

Bei der Reichweite legt der ID. Tiguan gegenüber dem Vorgänger zu. Mit der LFP-Batterie nennt der ADAC bis zu 450 km nach WLTP. Die Heckantriebsversion mit 77 kWh kommt auf bis zu 600 km, der Allradler auf bis zu 560 km. Beim Laden gibt es dagegen wenig Neues. Mit Wechselstrom sind bis zu 11 kW möglich. Am Schnelllader lädt die LFP-Version mit bis zu 105 kW und braucht für 10 bis 80% rund 26 Minuten. Die NMC-Versionen schaffen bis zu 165 kW und kommen in rund 29 Minuten von 10 auf 80%. Genau diesen Punkt kritisiert der ADAC: Beim Laden habe sich im Vergleich zum ID.4 kaum etwas verbessert. Konkurrenten mit 800-Volt-Technik laden teils deutlich schneller.

Mehr Tasten, mehr Alltagstauglichkeit

Im Innenraum reagiert VW auf Kritik an den Vorgängern. Die berührungsempfindlichen Schieberegler, die viele Fahrer als umständlich empfanden, weichen klassischen Tasten am Lenkrad und an der Mittelkonsole. Hinter dem Lenkrad sitzt ein 10 Zoll großes Display, außen kehren herkömmliche Türgriffe zurück. Die Fahrstufe wird über einen Hebel an der Lenksäule gewählt, das Auto lässt sich auf Wunsch allein über das Fahrpedal bis zum Stillstand verzögern. Eine Probefahrt der Auto Bild nennt zudem eine Anhängelast von 2 Tonnen für den Allradler, was das Modell auch für Wohnwagen- und Anhängerbesitzer interessant macht. Der ADAC lobt vor allem den kultivierten Antrieb und den hohen Federungskomfort.

Preis noch offen

Offizielle Preise hat Volkswagen noch nicht genannt, sie dürften zur Premiere oder kurz vor dem Marktstart folgen. Fachmedien rechnen mit einem Einstiegspreis von rund 42.000 bis 43.000€ (Stand: September 2026, Schätzungen von WinFuture und Auto Bild auf Basis der ID.4-Preise). Diese Werte sind ausdrücklich keine Herstellerangaben. Die Schätzungen orientieren sich an den bisherigen Preisen des ID.4 und können sich bis zur offiziellen Bekanntgabe noch deutlich verschieben. Für die Einordnung wird entscheidend sein, wie sich die Preise der größeren Batterie und der Allradversion staffeln und welche Ausstattung serienmäßig an Bord ist.

Einordnung

Der ID. Tiguan wirkt wie eine gründliche Überarbeitung des ID.4 mit neuem Namen, mehr Reichweite und besserer Bedienung. Gerade die Rückkehr zu echten Tasten und die bis zu 600 km Reichweite adressieren Punkte, die Kunden beim Vorgänger häufig bemängelt haben. Beim Schnellladen bleibt VW dagegen hinter Wettbewerbern zurück, die auf 800-Volt-Technik setzen. Für viele Alltagsfahrer dürften 165 kW allerdings ausreichen, zumal lange Autobahnetappen nur einen Teil der Nutzung ausmachen. Wie attraktiv das Gesamtpaket ist, entscheidet sich letztlich am Preis.

Bedeutung fürs Leasing

Der ID.4 gehört zu den gefragten Elektro-SUVs im Leasing, entsprechend wichtig ist sein Nachfolger für den Markt. Wer VW Angebote oder allgemein Leasing Angebote für ein Elektro-SUV prüft, sollte bei der Variantenwahl vor allem die eigene Fahrleistung im Blick haben: Die LFP-Version mit bis zu 450 km dürfte für viele Pendler reichen, Vielfahrer sind mit der 77-kWh-Batterie besser bedient. Für Dienstwagenfahrer bleibt die günstige Besteuerung von Elektroautos ein zusätzliches Argument. Mit dem Marktstart des ID. Tiguan könnten zudem Restbestände des ID.4 zu attraktiven Konditionen angeboten werden. Bei der Auswahl konkreter Leasing Deals lohnt sich daher in den kommenden Monaten ein Vergleich zwischen auslaufendem ID.4 und neuem ID. Tiguan.

Quelle: ADAC

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