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Mercedes-Benz: Bidirektionales Laden für GLC und C-Klasse

Veröffentlicht am 13.10.2026
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Mercedes-Benz: Bidirektionales Laden für GLC und C-Klasse
Symbolbild

Mercedes-Benz bringt das bidirektionale Laden in Deutschland an den Start. Gemeinsam mit dem Energieunternehmen The Mobility House Energy bietet der Hersteller ein Paket aus Wallbox, Stromtarif und App an, mit dem Elektroautos Strom nicht nur laden, sondern auch ins Netz zurückspeisen können. Zum Start ist das Angebot für den elektrischen GLC und die neue elektrische C-Klasse verfügbar. Kunden erhalten einen Bonus von 11,75 Cent pro Stunde, in der das Fahrzeug zuhause angeschlossen ist. Bei 12 Stunden am Tag ergeben sich laut Mercedes-Benz gut 500€ im Jahr.

Das Paket im Überblick

Das Angebot läuft unter dem Namen MB.CHARGE Home Pro Intelligent. Es besteht aus der Wallbox „ChargeLine BiDi“, dem Stromtarif „Mercedes-Benz Intelligent Pro Eco“ von The Mobility House Energy und einer App. Die Wallbox lädt mit 11 kW Gleichstrom und ist mit Fahrzeugen mit 400- und 800-Volt-Technik kompatibel. Für die Kommunikation zwischen Auto und Ladestation nutzt das System den Standard ISO 15118-20. Der Tarif arbeitet laut Solarserver mit festen Arbeits- und Grundpreisen und Ökostrom. Konkrete Preise für den Tarif nennen die Anbieter in den vorliegenden Informationen nicht.

Preise zum Start

Für die ersten 500 Kunden gibt es die Wallbox zum Einführungspreis von 1.990€ statt 2.990€ (Stand: Oktober 2026, laut Mercedes-Benz und The Mobility House). Das Angebot gilt für Verträge, die bis Ende März 2027 abgeschlossen werden. Enthalten ist zudem ein Guthaben von 250€ für das öffentliche Laden mit MB.CHARGE Public. Der Installations-Check, der regulär 99€ kostet, ist für die ersten Kunden kostenlos.

So funktioniert der Bonus

Der Bonus wird für jede Stunde gezahlt, in der das Fahrzeug an der Wallbox angeschlossen und das intelligente Laden aktiviert ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Auto gerade lädt, Strom ins Netz zurückgibt oder pausiert. Der Bonus wird mit den Stromkosten verrechnet und ist keine Vergütung pro eingespeister Kilowattstunde. Bei durchschnittlich 12 Stunden Ansteckzeit pro Tag errechnen die Partner rund 514,65€ im Jahr. Laut dem Rechenbeispiel von Mercedes-Benz für einen GLC entspricht das rund 11.000 Freikilometern. Der tatsächliche Betrag hängt davon ab, wie lange das Auto angeschlossen ist. Den Mindest-Ladezustand der Batterie legen die Nutzer selbst fest, damit das Fahrzeug jederzeit einsatzbereit bleibt.

Voraussetzungen

Für die Nutzung sind mehrere Bedingungen zu erfüllen. Nötig ist ein Smart Meter für die minutengenaue Abrechnung, bei der Beantragung hilft Mercedes-Benz. Zudem müssen das Digital Extra „MB.CHARGE Home“ aktiviert, eine Mercedes me ID vorhanden und das Fahrzeug mit dem Konto verknüpft sein. Alle Ladevorgänge zuhause müssen über den passenden Tarif und mit bidirektionalem Laden laufen. Haushalte, die eigenen Solarstrom nutzen, sind in diesem Angebot derzeit nicht vorgesehen. Je nach Modell wird die Funktion erst nach dem Marktstart per Software-Update freigeschaltet, weitere Modelle sollen folgen.

Wettbewerb wächst

Mercedes-Benz ist nicht der einzige Hersteller mit einem solchen Angebot. Laut edison bietet BMW gemeinsam mit E.ON bereits ein Paket aus Wallbox und Spezialtarif an, mit einem jährlichen Bonus von bis zu 720€. Ford arbeitet beim Explorer und Capri mit Octopus Energy zusammen, Volkswagen testet mit seiner Energietochter Elli das bidirektionale Laden in einem Pilotprojekt. Nach Einschätzung der Partner könnten 2 Millionen bidirektional ladefähige Fahrzeuge fast die Hälfte der heutigen Abregelung erneuerbarer Energien vermeiden. „Wir entwickeln das Fahrzeug vom reinen Verbraucher zu einem aktiven Bestandteil des Energiesystems“, sagt Jörg Bartels, Leiter Antriebssysteme bei Mercedes-Benz.

Einordnung

Mit dem Angebot wird das bidirektionale Laden in Deutschland alltagstauglicher. Der Bonus pro Ansteckstunde ist einfach zu verstehen und macht die Ersparnis planbar. Allerdings ist der Einstieg mit Wallbox, Smart Meter und festem Tarif mit Kosten und Bindung verbunden. Ob sich das Paket rechnet, hängt vor allem davon ab, wie oft das Auto zuhause angeschlossen ist. Zudem sind die regulatorischen Rahmenbedingungen für das Rückspeisen ins Netz in Deutschland noch in Bewegung.

Bedeutung fürs Leasing

Für Leasingkunden eines elektrischen GLC oder der neuen C-Klasse kann das Angebot die laufenden Kosten senken, da der Bonus mit den Stromkosten verrechnet wird. Die Wallbox gehört allerdings nicht zum Fahrzeug und bleibt auch nach Ende des Leasingvertrags beim Kunden. Wer Mercedes-Benz Angebote oder allgemein Leasing Angebote für ein Elektroauto vergleicht, sollte daher prüfen, ob sich die Investition über die geplante Nutzungsdauer lohnt. Bei Leasingfahrzeugen empfiehlt sich zudem ein Blick in die Vertragsbedingungen, ob die Nutzung von Zusatzfunktionen wie dem bidirektionalen Laden Einschränkungen unterliegt.

Quelle: Solarserver

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