China-Importe von E-Autos gehen zurück

Veröffentlicht am 02.09.2026
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China-Importe von E-Autos gehen zurück
Symbolbild

Der Strom an Elektroautos, die aus China nach Europa importiert werden, wird spürbar dünner. Grund sind die EU-Ausgleichszölle auf in China gebaute Stromer, die immer mehr Hersteller dazu bringen, ihre Produktion nach Europa zu verlagern. Die jüngsten Monatszahlen setzen einen Trend fort, der sich seit 2024 abzeichnet. Wichtig ist dabei eine Unterscheidung, die oft untergeht: Der Rückgang betrifft vor allem Fahrzeuge, die in China gebaut werden – und zwar sowohl von westlichen als auch von chinesischen Marken. Die chinesischen Marken selbst verlieren dadurch nicht zwangsläufig an Boden.

Das steckt dahinter

Ausgangspunkt sind die Zölle, die die EU nach einer Subventionsuntersuchung auf in China produzierte Elektroautos erhebt. Sie kommen zum regulären Einfuhrzoll von 10% hinzu und fallen je nach Hersteller unterschiedlich hoch aus: Für BYD gelten rund 17%, für Geely etwa 20% und für SAIC (Marke MG) rund 38% zusätzlicher Zoll. Der Aufschlag macht den Import aus China teurer und unattraktiver. Die Folge: Immer weniger Autos werden aus China eingeführt, während die Hersteller nach Alternativen suchen, um die Abgaben zu umgehen.

Produktion wandert nach Europa

Die wichtigste Reaktion ist der Aufbau von Werken in Europa. Wer vor Ort produziert, muss keine Importzölle zahlen. Nach einer Analyse des Verkehrsverbands Transport & Environment (T&E) haben chinesische Hersteller seit der EU-Untersuchung 2023 rund 10 geplante Produktionsstätten in Europa angekündigt. BYD etwa baut in Ungarn und hat die Fertigung in Polen aufgenommen. Auch westliche Marken verlagern die Produktion von in China gebauten Modellen zurück. Deren Anteil am europäischen Absatz sank laut T&E zwischen 2024 und Anfang 2026 von 38% auf 23%.

Chinesische Marken wachsen trotzdem

Bemerkenswert ist, dass die Zölle die chinesischen Marken insgesamt nicht ausbremsen. BYD und Geely haben ihre Verkäufe in Europa sogar deutlich gesteigert, auch dank hoher Überproduktion in China und günstiger Preise. Zudem nutzen die Anbieter eine Lücke: Plug-in-Hybride sind von den E-Auto-Zöllen nicht betroffen. Ihr Anteil am europäischen Plug-in-Markt stieg bei den chinesischen Marken von 3% im Jahr 2024 auf zuletzt rund 13%. Der Rückgang der reinen Importe aus China bedeutet also nicht, dass die chinesische Konkurrenz schwächer würde – sie stellt sich nur neu auf.

Wer besonders betroffen ist

Nicht alle Hersteller trifft die Entwicklung gleich hart. Am stärksten leidet SAIC mit der Marke MG, weil auf deren Fahrzeuge fast doppelt so hohe Zölle anfallen wie auf BYD oder Geely. Grund ist, dass die EU-Untersuchung SAIC als besonders großen Nutznießer staatlicher Subventionen einstufte. Entsprechend deutlich fielen dort die Absätze seit 2024. BYD und Geely kommen mit ihren niedrigeren Zollsätzen dagegen besser durch und bauen ihre Präsenz sogar aus. Die Zölle wirken damit sehr unterschiedlich, je nach Marke und Strategie.

Einordnung

Die genannten Struktur-Zahlen stammen überwiegend aus der T&E-Analyse vom Juli 2026 auf Basis von Produktions- und Verkaufsdaten und geben den Stand bis Anfang 2026 wieder. Die konkreten Monatswerte für Juli beruhen auf der Auswertung des Fachmediums und lassen sich hier nicht unabhängig nachprüfen; der übergeordnete Trend ist jedoch gut belegt. Insgesamt zeigt sich, dass die Zölle ihr erklärtes Ziel teils erreichen – die Verlagerung der Produktion nach Europa –, die chinesische Konkurrenz aber nicht verschwinden lassen. Kritiker verweisen zudem auf Lücken wie die Plug-in-Hybride, die die Wirkung der Zölle begrenzen.

Bedeutung fürs Leasing

Für Verbraucher sind die Folgen zwiespältig. Einerseits kann eine Produktion in Europa Lieferwege verkürzen und Modelle langfristig verfügbarer machen. Andererseits verteuern Zölle importierte Fahrzeuge, was sich auf Preise und Konditionen auswirken kann. Für den Wettbewerb ist entscheidend, dass die chinesischen Marken weiter stark im Markt sind – das hält den Preisdruck hoch und erweitert die Auswahl. Beim Vergleich verschiedener Angebote lohnt sich der Blick darauf, wo ein Modell gebaut wird und wie sich das auf Preis und Verfügbarkeit auswirkt. Wer die passenden Leasing Deals sucht, sollte neben der monatlichen Rate auch Laufzeit, Inklusivkilometer und die Lieferzeit berücksichtigen, die sich durch verlagerte Produktion ändern kann.

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