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Skoda: Lenkungsrückruf betrifft 1,7 Millionen Autos

Veröffentlicht am 05.10.2026
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Skoda: Lenkungsrückruf betrifft 1,7 Millionen Autos
Symbolbild – Mit KI erstelltes Bild

Nach Volkswagen und Audi muss auch Skoda wegen einer möglicherweise brechenden Schraube in der Lenkung eine große Zahl von Fahrzeugen in die Werkstätten rufen. Betroffen sind die Modelle Octavia, Superb, Karoq und Kodiaq aus dem Produktionszeitraum von November 2015 bis August 2026. Weltweit geht es um 1.719.030 Fahrzeuge, davon 370.347 in Deutschland. Im schlimmsten Fall kann die Lenkung ausfallen. Der Rückruf ist beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unter der Referenznummer 17091R registriert, der Rückrufcode von Skoda lautet 48LS. Die Reparatur ist für die Halter kostenlos.

Das Problem mit der Schraube

Ursache ist eine Befestigungsschraube in der Lenkung. Nach Angaben von Skoda kann diese Schraube unter bestimmten Umweltbedingungen und nach jahrelangem Betrieb in Regionen mit Streusalz korrodieren. Durch die Korrosion kann die Schraube an Festigkeit verlieren und abreißen, was zum Ausfall der Lenkung führen kann. Da sich der Schaden schleichend entwickelt, betrifft das Risiko vor allem ältere Fahrzeuge, die viele Winter auf gesalzenen Straßen unterwegs waren. Laut ADAC sind in Deutschland bislang keine Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit dem Mangel bekannt geworden.

Betroffene Modelle

Der Rückruf umfasst mehrere Generationen der wichtigsten Skoda-Baureihen. Betroffen sind laut sparneuwagen der Octavia der 3. und 4. Generation, der Superb der 3. Generation sowie der Karoq und der Kodiaq der 1. Generation. Der lange Produktionszeitraum von fast 11 Jahren erklärt die hohe Zahl der Fahrzeuge, denn gerade der Octavia gehört seit Jahren zu den meistverkauften Modellen in Deutschland. Wie bei vielen Rückrufen sind nicht zwingend alle Fahrzeuge dieser Baureihen betroffen. Ob das eigene Auto dazugehört, lässt sich anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer beim Hersteller oder in einer Vertragswerkstatt klären.

Die Maßnahme in der Werkstatt

In der Werkstatt wird die Lenkungsverbindung geprüft und die Schraube ersetzt. Ziel ist der Einbau einer korrosionsbeständigeren Schraube. Nach Angaben des ADAC gibt es dabei allerdings eine Einschränkung: Wegen Engpässen bei den Teilen erhalten manche Fahrzeuge zunächst eine Standardschraube, die verbesserte Version folgt später. Für einen Teil der Halter kann deshalb ein zweiter Werkstattbesuch nötig werden. Die betroffenen Halter werden angeschrieben. Für Rückfragen nennt Skoda die Service-Hotline 0800 4424244, dabei sollte der Rückrufcode 48LS bereitgehalten werden.

Was Halter jetzt tun sollten

Halter eines Skoda aus den genannten Baureihen müssen nicht abwarten, bis das Anschreiben eintrifft. Über die Hotline oder eine Skoda-Vertragswerkstatt lässt sich mit der Fahrzeug-Identifizierungsnummer klären, ob das eigene Auto betroffen ist und wann ein Termin möglich ist. Die Rückrufaktion ist zudem in der öffentlichen Rückrufdatenbank des KBA unter 17091R einsehbar. Wer sein Fahrzeug in den vergangenen Jahren häufig im Winter auf gesalzenen Straßen bewegt hat, sollte den Termin möglichst früh vereinbaren. Da wegen der Teileversorgung ein zweiter Besuch nötig werden kann, lohnt sich bei der Terminvereinbarung die Frage, welche Schraube eingebaut wird.

Teil eines konzernweiten Rückrufs

Skoda ist nach Volkswagen und Audi bereits die dritte Marke des Volkswagen-Konzerns mit einem Rückruf wegen derselben Lenkungsschraube. Ende September hatte das KBA die Aktionen für VW (17016R) mit Golf, Golf Variant, Tiguan, Touran und Caddy sowie für den Audi Q3 (17014R) veröffentlicht. Zählt man die Zahlen der 3 KBA-Einträge zusammen, sind in Deutschland mehr als 1,3 Millionen Fahrzeuge betroffen, weltweit rund 4,6 Millionen. Der ADAC nennt zudem auch Seat unter den betroffenen Marken. Viele der Modelle teilen sich technische Komponenten, darunter offenbar auch die betroffene Lenkungsverschraubung.

Einordnung

Der Rückruf zeigt, wie stark sich ein einzelnes Bauteil in einem Konzern mit gemeinsamen Plattformen auswirken kann. Die Ursache, Korrosion durch Streusalz über viele Jahre, macht den Mangel schwer vorhersehbar, aber gut behebbar. Ärgerlich für Halter ist der mögliche zweite Werkstattbesuch wegen fehlender Teile. Da es um die Lenkung geht, sollten Betroffene den Termin trotzdem nicht aufschieben, gerade mit Blick auf den bevorstehenden Winter.

Bedeutung fürs Leasing

Auch bei Leasingfahrzeugen trägt der Hersteller die Kosten der Reparatur. Leasingnehmer eines betroffenen Octavia, Superb, Karoq oder Kodiaq sollten den Werkstatttermin zeitnah wahrnehmen und bei der Rückgabe des Fahrzeugs nachweisen können, dass die Rückrufaktion erledigt wurde. Wer aktuell Skoda Angebote oder allgemein Leasing Angebote prüft, muss sich wenig Sorgen machen: Ein abgearbeiteter Rückruf wirkt sich in der Regel nicht negativ auf den Restwert aus. Bei Neuwagen aus den letzten Produktionsmonaten lohnt aber die Nachfrage beim Händler, ob die Maßnahme bereits vor der Auslieferung durchgeführt wurde.

Quelle: n-tv

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