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Audi A4 e-tron verzögert sich bis 2029

Veröffentlicht am 17.09.2026
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Audi A4 e-tron verzögert sich bis 2029
Symbolbild – Mit KI erstelltes Bild

Wer auf einen vollelektrischen Audi A4 wartet, braucht Geduld. Der A4 e-tron soll nach übereinstimmenden Berichten erst 2029 in Produktion gehen, deutlich später als bislang geplant. Noch im Sommer 2026 hatte Audi-Technikvorstand Rouven Mohr das Modell für 2028 bestätigt. Nun verschiebt sich der Start, weil die zugrunde liegende neue Konzernplattform länger braucht als vorgesehen. Für Audi ist das ein herber Rückschlag im wichtigen Mittelklasse-Segment, in dem die Marke traditionell stark ist. Die genauen Termine beruhen teils auf Insider-Angaben und sind entsprechend als Planungsstand einzuordnen.

Von 2028 auf 2029

Konkret soll die Fertigung des A4 e-tron frühestens im März 2029 beginnen, Insidern zufolge ist sogar Ende April oder Anfang Mai 2029 realistisch. Gemessen am ursprünglichen Fahrplan ist das eine erhebliche Verzögerung: Die zugrunde liegende Plattform sollte einmal schon 2026 starten, womit sich der Elektro-A4 in der Summe um rund 3 Jahre nach hinten verschiebt. Geplant sind sowohl eine Limousine als auch eine Avant genannte Kombiversion. Bis dahin bleibt in diesem Segment eine Lücke im elektrischen Angebot von Audi, die die Marke mit anderen Modellen überbrücken muss. Da der klassische A4 und A5 mit Verbrenner weiterlaufen, entsteht für Kunden zwar kein Totalausfall, wohl aber eine spürbare Verzögerung beim Umstieg auf einen rein elektrischen Vertreter dieser Baureihe.

Die SSP-Plattform als Knackpunkt

Im Zentrum steht die Scalable Systems Platform, kurz SSP, die neue Elektroauto-Architektur des VW-Konzerns. Diese Architektur soll technisch einen großen Schritt bringen, unter anderem mit einem 400-Volt-Bordnetz für Modelle mit Frontantrieb und 800 Volt für Varianten mit Heckantrieb, einem Fokus auf günstigere LFP-Batterien, einer modernen zonalen Bordelektronik und der Möglichkeit eines Range Extenders. Genau diese Neuentwicklung bereitet aber Probleme und verzögert sich. Der A4 e-tron ist eines der ersten Audi-Modelle, das auf der SSP stehen soll, während heutige Elektro-Audis noch auf älteren Baukästen wie dem MEB (Q4 e-tron) oder der PPE (A6 e-tron, Q6 e-tron) aufbauen.

Warum es länger dauert

Die Gründe für die Verzögerung liegen laut den Berichten vor allem im Konzern selbst. Genannt werden Schwierigkeiten bei der Einführung der SSP, langwierige Abstimmungsschleifen zwischen den Marken sowie der allgemeine Spardruck bei Volkswagen, der dazu führt, dass bestehende Plattformen länger genutzt werden. Zudem wird intern offenbar über die Rolle eines konzernweiten Technikchefs diskutiert, um solche Großprojekte besser zu steuern. Als mögliche Kandidaten werden Audi-Chef Gernot Döllner und VW-Markenchef Thomas Schäfer genannt. Direkte Zitate der Verantwortlichen liegen nicht vor, weshalb die Einordnung auf Berichten und Konzernkreisen beruht. Die Verzögerung betrifft nach einzelnen Darstellungen nicht nur den A4, sondern die gesamte neue Plattformgeneration.

Einordnung

Für Audi ist der spätere Start heikel, weil die Konkurrenz im selben Segment früher elektrisch vorfahren könnte. Genannt werden etwa der BMW i3 der Neuen Klasse und eine elektrische Mercedes-Benz C-Klasse, die den Markt für elektrische Mittelklasse-Limousinen prägen dürften. Verspätet Audi sich hier, riskiert die Marke, Kunden an Wettbewerber zu verlieren, die zeitiger ein passendes Angebot haben. Andererseits zeigt die Verschiebung auch, dass der Konzern lieber eine ausgereifte Plattform liefern will, statt ein unfertiges Produkt zu überstürzen. Ob sich diese Geduld auszahlt, hängt davon ab, wie überzeugend die SSP-Modelle am Ende sind. Klar ist, dass die Elektro-Strategie des VW-Konzerns unter erheblichem Zeitdruck steht. Verzögert sich eine zentrale Plattform, wirkt sich das auf mehrere Marken und Modelle zugleich aus, was die Bedeutung des Projekts über den einzelnen A4 hinaus unterstreicht.

Bedeutung fürs Leasing

Für Interessenten an einer elektrischen Mittelklasse von Audi bedeutet die Verzögerung vor allem: abwarten oder auf Alternativen ausweichen. Wer nicht bis 2029 warten möchte, findet bei Audi bereits elektrische Modelle wie den A6 e-tron oder den Q6 e-tron, die auf der PPE-Plattform stehen. Wer heute Audi Angebote oder allgemein Leasing Angebote für ein Elektroauto prüft, sollte den späteren Start des A4 e-tron in seine Planung einbeziehen, gerade bei längeren Vertragslaufzeiten. Da Leasing ohnehin auf feste Zeiträume ausgelegt ist, kann ein aktuelles Modell eine sinnvolle Brücke sein, bis die neue Plattform verfügbar ist. Wer über Leasing Deals nachdenkt, kann so die Wartezeit überbrücken und später auf ein SSP-Modell umsteigen. Ein Vergleich der heute verfügbaren Elektro-Audis mit Wettbewerbern lohnt sich daher besonders, solange der A4 e-tron noch auf sich warten lässt. Wer flexibel bleiben will, kann bewusst eine kürzere Laufzeit wählen, um bei Verfügbarkeit der neuen Plattform ohne lange Bindung wechseln zu können.

Quelle: electrive

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