ADAC verschiebt Beitragserhöhung ins Jahr 2027

Veröffentlicht am 06.10.2026
Mit KI erstellt

Der Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und vor der Veröffentlichung geprüft.

ADAC verschiebt Beitragserhöhung ins Jahr 2027
Symbolbild

Die geplante Erhöhung der ADAC-Mitgliedsbeiträge kommt später als vorgesehen. Ursprünglich sollten die höheren Beiträge ab dem 1. Januar 2027 gelten. Nun rechnet der Automobilclub mit einer Umsetzung im Laufe des ersten Halbjahres 2027. Grund ist eine noch fehlende verbindliche Auskunft des Bundeszentralamts für Steuern. Für die rund 22,7 Millionen Mitglieder bedeutet das: Viele zahlen ihre bisherigen Beiträge noch etwas länger. Die Erhöhung selbst ist damit aber nicht vom Tisch, sie verschiebt sich lediglich um einige Monate. Einen genauen neuen Termin nennt der Club noch nicht.

Warum sich die Erhöhung verzögert

Die Hauptversammlung des ADAC hatte die Beitragsanpassung im Mai 2026 beschlossen, allerdings unter einem Vorbehalt. Für die Umsetzung braucht der Club eine verbindliche steuerliche Auskunft vom Bundeszentralamt für Steuern, die eigentlich bereits bis zur Hauptversammlung vorliegen sollte. Diese steht jedoch weiterhin aus. ADAC-Sprecherin Katrin van Randenborgh erklärte, ursprünglich sei geplant gewesen, die Beitragsanpassung zum 1. Januar 2027 vorzunehmen. Hinzu kommt eine weitere Hürde: Der ADAC hat zugesagt, seine Mitglieder mindestens 3 Monate vor einer Beitragsänderung zu informieren. Ohne die Auskunft der Behörde war dieser Vorlauf für den Januar-Termin nicht mehr einzuhalten.

So stark steigen die Beiträge

An der Höhe der geplanten Anpassung ändert die Verschiebung nichts. Für Einzelmitgliedschaften steigen die Beiträge je nach Tarif um 10 bis 35€ im Jahr. Derzeit liegen sie zwischen 54€ und 139€ jährlich. Bei Tarifen für mehrere Personen fällt das Plus höher aus. Im Premium-Tarif für Mitglied, Partner und Kinder steigt der Jahresbeitrag um 55€ von 239€ auf 294€. Es ist die erste Beitragserhöhung seit mehr als 6 Jahren, zuletzt hatte der ADAC seine Preise im Jahr 2020 angepasst.

Wer von der Verschiebung profitiert

Wie stark einzelne Mitglieder von der Verzögerung profitieren, hängt vom Abrechnungszeitpunkt ab. Wer seinen Beitrag im Januar zahlt, zahlt im kommenden Jahr voraussichtlich noch den alten Betrag. Für Mitglieder mit späterem Abrechnungsmonat kann die Erhöhung dagegen schon greifen, sobald sie im ersten Halbjahr in Kraft tritt. Für den ADAC selbst halten sich die Einbußen nach eigenen Angaben in Grenzen, weil ein großer Teil der Beiträge erst in den Sommermonaten abgerechnet wird. Konkrete Zahlen zu den entgangenen Einnahmen nannte der Club nicht.

Was Mitglieder jetzt wissen sollten

Mitglieder müssen derzeit nichts unternehmen. Bis zur Umsetzung der Erhöhung gelten die bisherigen Beiträge weiter. Sobald die Auskunft der Steuerbehörde vorliegt und ein neuer Termin feststeht, will der ADAC seine Mitglieder mit dem zugesagten Vorlauf von 3 Monaten informieren. Wer seinen Tarif wechseln oder die Mitgliedschaft grundsätzlich überprüfen möchte, hat damit genug Zeit, das in Ruhe zu tun. Mit rund 22,7 Millionen Mitgliedern ist der ADAC der größte Automobilclub in Europa, entsprechend viele Haushalte sind von der Beitragsanpassung betroffen.

Warum der ADAC mehr Geld braucht

Als Begründung für die Erhöhung verweist der ADAC auf gestiegene Kosten, insbesondere bei der Pannenhilfe und den Rettungseinsätzen. Beide Bereiche sind personal- und technikintensiv und damit stark von steigenden Kosten für Fahrzeuge, Technik und Personal betroffen. Zudem will der Club sein Angebot ausbauen. Ab Januar 2027 soll unter anderem eine rund um die Uhr erreichbare Rechtsberatung bei Verkehrsunfällen starten, und zwar unabhängig davon, wann die Beitragserhöhung umgesetzt wird.

Einordnung

Für die Mitglieder ist die Verschiebung eine kleine Atempause, mehr aber nicht. Die höheren Beiträge kommen, nur einige Monate später als geplant. Angesichts gestiegener Kosten in vielen Bereichen ist eine Anpassung nach mehr als 6 Jahren nachvollziehbar, für Familien mit dem Premium-Tarif fällt das Plus von 55€ im Jahr aber spürbar aus. Wer überlegt, ob sich die Mitgliedschaft weiterhin lohnt, kann den gewonnenen Zeitraum nutzen, um Leistungen und Tarife zu vergleichen. Viele Leistungen wie Pannenhilfe bieten auch Kfz-Versicherungen oder Hersteller an.

Bedeutung fürs Leasing

Für Leasingkunden stellt sich die Frage, ob eine Mitgliedschaft im Automobilclub überhaupt nötig ist. Viele Neuwagen kommen mit einer Mobilitätsgarantie des Herstellers, die Pannenhilfe und Abschleppen für eine bestimmte Zeit abdeckt, oft solange das Fahrzeug regelmäßig im Vertragsnetz gewartet wird. Auch manche Kfz-Versicherungen bieten einen Schutzbrief als Zusatzbaustein an. Wer Leasing Angebote vergleicht, sollte daher prüfen, welche Mobilitätsleistungen bereits im Paket enthalten sind, bevor zusätzliche Mitgliedschaften abgeschlossen werden. Die Pannenhilfe des ADAC gilt dagegen personenbezogen, also unabhängig davon, mit welchem Auto das Mitglied unterwegs ist. Das kann sie gerade für Haushalte mit mehreren Fahrzeugen oder bei häufigem Fahrzeugwechsel interessant machen.

Quelle: t-online

Uns bei Google bevorzugen Hinzufügen → Kostenlos. Dann erscheinen unsere News automatisch weiter oben in Deiner Google-Suche. Jederzeit änderbar. Hinzufügen →
Artikel gefallen? Jetzt teilen! 🚀