KGM ist die Handelsmarke des südkoreanischen Herstellers KG Mobility, der bis 2023 unter dem Namen SsangYong Motor Company firmierte. Der Schwerpunkt der Marke liegt seit Jahrzehnten auf geländetauglichen Fahrzeugen: kompakte und mittelgroße SUV, ein Flaggschiff mit Leiterrahmen und eine Pick-up-Baureihe mit Doppelkabine. In Deutschland besetzt KGM damit eine Nische, die von den großen Volumenherstellern nur teilweise bedient wird – nämlich dort, wo Zugkraft, zuschaltbarer Allradantrieb und ein vergleichsweise moderates Preisgefüge zusammenkommen sollen. Wer ein Fahrzeug für Anhängerbetrieb, Handwerk oder Landwirtschaft sucht, stößt in der Modellpalette schnell auf Kandidaten, die in dieser Form nur noch wenige Hersteller anbieten.
Von der Werkstatt in Korea zur KG Group
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis 1954 zurück, als in Südkorea die Ha Dong-hwan Motor Workshop entstand. Über die Zwischenstation Dong-A Motor erhielt der Betrieb 1988 den Namen SsangYong Motor Company. Prägend wurde die 1991 geschlossene Technikpartnerschaft mit Daimler-Benz: Motoren und Getriebe stammten aus Lizenzfertigung, während Karosserien und Fahrwerke in Korea entwickelt und gebaut wurden. Danach folgten wechselnde Eigentümer – zunächst der heimische Daewoo-Konzern, anschließend der chinesische SAIC-Konzern, ab 2011 der indische Mischkonzern Mahindra & Mahindra. 2022 übernahm die südkoreanische KG Group den Hersteller, im März 2023 wurde die Umbenennung in KG Mobility vollzogen. In Deutschland lief der Verkauf noch eine Weile unter der alten Marke SsangYong weiter, bevor der Wechsel auf KGM abgeschlossen wurde. Für Import und Vertrieb ist die KGM Europe GmbH mit Sitz in Eschborn bei Frankfurt am Main zuständig, die Auslieferung erfolgt über ein eigenständiges Partnernetz.
Positionierung zwischen Nutzwert und Ausstattung
KGM tritt in Deutschland nicht als Volumenmarke an, sondern als Anbieter mit klarem Nutzwertversprechen. Die Baureihen sind durchweg als SUV oder Pick-up ausgelegt, eine Limousine oder einen Kombi gibt es nicht. Charakteristisch ist die Ausstattungsstrategie: Digitalinstrumente, große Touchscreens, Rundumsichtkameras, Sitzheizung und ein umfangreiches Assistenzpaket finden sich häufig schon in mittleren Linien, während die Zahl der Motorisierungen und Optionspakete überschaubar bleibt. Diese Bündelung vereinfacht den Vergleich, weil sich die Fahrzeuge weniger über einzeln zubuchbare Extras unterscheiden als über die gewählte Ausstattungslinie. Das Händlernetz ist deutlich dünner geknüpft als bei europäischen oder japanischen Massenmarken, weshalb die Erreichbarkeit einer Servicewerkstatt bei der Fahrzeugwahl eine größere Rolle spielt als sonst üblich.
Technischer Schwerpunkt: zwei Bauweisen unter einem Dach
Technisch zerfällt die Palette in zwei Welten. Rexton und Musso stehen auf einem Leiterrahmen, den der Hersteller als Quad-Frame bezeichnet, und verfügen über einen zuschaltbaren Allradantrieb mit Geländeuntersetzung – eine Konstruktion, die auf schwere Anhängelasten, Zuladung und grobes Geläuf ausgelegt ist. Tivoli, Korando, Torres und Actyon nutzen dagegen selbsttragende Karosserien, wie sie im SUV-Alltag üblich sind, und setzen auf elektronisch geregelten Allrad, sofern dieser überhaupt an Bord ist. Bei den Antrieben reicht das Spektrum vom aufgeladenen Benziner über den Turbodiesel der Rahmenmodelle bis zum Vollhybrid und zum reinen Elektroantrieb. Die batterieelektrischen Varianten firmieren unter eigenen Namenszusätzen und teilen sich einen Großteil ihrer Technik, was die Ersatzteil- und Servicelage vereinfacht.
Die Modellpalette im Überblick
Die Baureihen sind klar nach Größe und Einsatzzweck gestaffelt, Überschneidungen halten sich in Grenzen. Vom kompakten Stadt-SUV bis zum Pick-up mit Doppelkabine deckt die Palette einen breiten Bereich ab, ohne in jedem Segment mehrere konkurrierende Modelle zu führen:
- Tivoli – kompaktes SUV für Stadt und Pendelstrecke
- Korando – Kompakt-SUV mit Familienzuschnitt
- Torres – kantiges Mittelklasse-SUV, auch vollelektrisch
- Actyon – SUV-Coupé auf Torres-Basis, unter anderem als Vollhybrid
- Rexton – großer Geländewagen mit Leiterrahmen und bis zu sieben Sitzen
- Musso – Pick-up mit Doppelkabine, wahlweise mit verlängerter Ladefläche oder Elektroantrieb
Worauf sich beim Leasingvergleich achten lässt
Bei Marken abseits der Volumenhersteller fällt der kalkulierte Restwert stärker ins Gewicht als bei Massenmodellen, weil er die Rate direkt beeinflusst. Aussagekräftiger als die reine Monatsrate ist deshalb der Leasingfaktor, also die Rate im Verhältnis zum Bruttolistenpreis – erst er macht Angebote mit unterschiedlicher Anzahlung und Ausstattung vergleichbar. Eine Besonderheit betrifft die Pick-ups: Angebote für Musso und Musso Grand richten sich häufig an Gewerbetreibende und werden netto ausgewiesen, was optisch günstiger wirkt als vergleichbare Privatkundenraten. Wer privat least, achtet deshalb zuerst darauf, ob eine Rate brutto oder netto genannt wird. Weitere Stellschrauben sind die Laufzeit, die jährliche Freikilometerzahl sowie die Frage, ob Überführung, Zulassung und Wartung bereits enthalten sind oder gesondert anfallen. Bei den elektrischen Varianten lohnt zusätzlich ein Blick darauf, ob Ladekarte oder Wallbox Teil des Pakets sind, da diese Bestandteile die Gesamtkosten spürbar verschieben können.
Einordnung im Leasingvergleich
KGM deckt vor allem SUV und Pickups ab, also Fahrzeuge, bei denen Anhängelast und Zuladung über die Eignung entscheiden. Die KGM Leasing Angebote sollten deshalb nicht allein nach der Monatsrate beurteilt werden. Wer die Leasing Angebote zusätzlich nach Antrieb und Fahrleistung eingrenzt, findet schneller die Variante, die zum tatsächlichen Einsatz passt.