Lucid Motors entwickelt und baut ausschließlich Fahrzeuge mit Elektroantrieb; der Hauptsitz liegt in Newark im US-Bundesstaat Kalifornien, die Fertigung in Casa Grande, Arizona. Gegründet wurde das Unternehmen 2007 unter dem Namen Atieva und entwickelte zunächst Batteriesysteme und Antriebstechnik für Dritte, bevor 2016 die Umbenennung in Lucid Motors und die Ausrichtung auf eigene Fahrzeuge folgten. In Deutschland tritt die Marke mit einer Limousine und einem SUV an, beide rein elektrisch.
Eigentümer und Konzernumfeld
Die Anfänge des Unternehmens liegen in der Zulieferindustrie: Als Atieva lieferte das Unternehmen die Batteriepakete für die Rennserie Formel E und sammelte dabei Erfahrung mit Hochvoltsystemen unter Wettbewerbsbedingungen. Der Wandel zum Fahrzeughersteller wurde maßgeblich vom saudi-arabischen Staatsfonds Public Investment Fund finanziert, der 2018 als Kapitalgeber einstieg und seither den Großteil der Anteile hält. 2021 folgte über die Fusion mit einer Mantelgesellschaft der Gang an die US-Technologiebörse Nasdaq. Aus dieser Doppelstruktur von staatlichem Ankerinvestor und Börsennotierung speist sich die Finanzierung von Werk, Vertriebsnetz und Modellprogramm.
Wo die Marke hierzulande steht
Angesiedelt ist die Marke im oberen Preissegment und trifft dort auf etablierte Oberklasselimousinen sowie auf große Elektro-SUV europäischer und amerikanischer Anbieter. Der Vertrieb läuft nicht über ein klassisches Händlernetz, sondern über Direktvertrieb: Bestellt wird online, ergänzt um eigene Studios in mehreren deutschen Städten, in denen die Fahrzeuge zu besichtigen sind und Probefahrten vereinbart werden können. Wartung und Reparatur übernehmen Servicepartner, hinzu kommen mobile Serviceeinheiten. Neben dem Direktkauf steht das Leasing als Zugangsweg offen; beide Wege führen über dieselbe Bestellstrecke und dieselben Studios.
Der technische Kern
Der technische Kern liegt in einer selbst entwickelten Antriebseinheit, die Elektromotor, Getriebe und Leistungselektronik in einem gemeinsamen Gehäuse zusammenfasst. Dazu kommt eine Hochvoltarchitektur, die auf hohe Spannungslagen ausgelegt ist und Gleichstromladen mit kurzen Standzeiten ermöglicht. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Aerodynamik: flach gezeichnete Frontpartien, bündig eingelassene Türgriffe und verkleidete Unterböden senken den Luftwiderstand, was sich bei höherem Tempo unmittelbar im Energiebedarf niederschlägt. Ergänzt wird das Paket durch Wärmepumpen, mehrstufige Rekuperation und eine Ladeeinheit, die auch bidirektionales Laden unterstützt. Software-Updates über Mobilfunk gehören zum Konzept und betreffen sowohl Infotainment als auch Assistenzfunktionen.
Die Baureihen im Überblick
Das deutsche Programm ist übersichtlich und umfasst zwei Baureihen auf gemeinsamer technischer Grundlage:
- Air – viertürige Oberklasselimousine mit langem Radstand, Heck- oder Allradantrieb und zusätzlichem Stauraum unter der Fronthaube.
- Gravity – großes SUV mit Allradantrieb, optionaler dritter Sitzreihe und variabler Ladefläche.
Beide Baureihen entstehen in Arizona und werden in Ausstattungslinien geführt, die sich in Antriebskonfiguration, Radgrößen und Innenraummaterialien unterscheiden. Innerhalb der Air-Reihe steht zusätzlich eine besonders leistungsorientierte Version im Programm. Bezeichnungen wie Pure, Touring oder Grand Touring benennen dabei Varianten einer Baureihe und keine eigenständigen Modelle – für den Vergleich der Lucid Leasing Angebote ist das insofern von Bedeutung, als die Raten innerhalb einer Baureihe je nach Linie weit auseinanderliegen können.
Was die Raten beeinflusst
In dieser Preisklasse schlagen Unterschiede zwischen zwei Offerten in absoluten Zahlen deutlich durch; entsprechend genau fallen die Rahmendaten ins Gewicht. Der Leasingfaktor drückt aus, welcher Anteil des Bruttolistenpreises monatlich fällig wird, und ordnet damit Offerten ein, die sich in Linie und Optionen unterscheiden; niedrige Werte stehen für ein günstiges Verhältnis von Rate und Fahrzeugwert. Ebenso ins Gewicht fallen Laufzeit und Jahresfahrleistung, denn eine niedrig wirkende Rate kann auf einer knapp bemessenen Kilometerangabe beruhen. Wer regelmäßig lange Strecken zurücklegt, kalkuliert die Kosten für Mehrkilometer besser von vornherein mit ein. Zu prüfen sind außerdem Sonderzahlung, Überführungs- und Zulassungskosten sowie die Frage, ob Wartung, Versicherung oder Ladepakete im Paket enthalten sind. Bei gewerblichen Offerten werden Raten häufig ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen, was den direkten Abgleich mit privaten Konditionen verzerrt. Über Filter für Rate, Laufzeit und Fahrleistung lassen sich die Lucid Leasing Angebote eingrenzen und Limousine wie SUV innerhalb eines Budgetrahmens gegenüberstellen.