Der Omoda 5 war das erste Fahrzeug, das den Markennamen trug, und wurde 2022 vorgestellt. In Deutschland eröffnete die Baureihe zusammen mit dem größeren Spitzenmodell den Marktauftritt. Das Kompakt-SUV bewegt sich in einem dicht besetzten Segment mit vielen Anbietern aus Europa und Asien. Auffällig sind die breite Frontpartie mit rautenförmiger Gitterstruktur, die coupéhaft nach hinten abfallende Dachlinie und ein Innenraum, dessen Bedienung fast vollständig über Bildschirme läuft.
Herkunft und europäische Anpassung
Das Fahrzeug verkörpert die gestalterisch betonte Ausrichtung der Marke mit fließenden Flächen und einem stark auf Bildschirme verlagerten Bedienkonzept. Für Europa erhielt die Baureihe angepasste Assistenzsysteme, eine eigene Abstimmung von Fahrwerk und Lenkung sowie eine europäische Typprüfung. Die batterieelektrische Version wird für europäische Märkte in Spanien gefertigt, wo Chery gemeinsam mit dem Hersteller Ebro ein früheres Nissan-Werk bei Barcelona nutzt. Beide Antriebsvarianten teilen sich Karosserie und Innenraum und unterscheiden sich äußerlich nur in Details wie Ladeklappe, Radgestaltung und Gitterstruktur an der Front. Im Euro-NCAP-Test erreichte die elektrische Ausführung fünf Sterne.
Format und Silhouette
Mit rund 4,40 Metern Außenlänge und einem Radstand von etwa 2,63 Metern zählt das Fahrzeug zur Kompaktklasse, bleibt also kürzer als die verbreiteten Mittelklasse-SUV, aber länger als kleine Stadtcrossover. Die Karosserie hat fünf Türen und eine große Heckklappe, hinter der ein regelmäßig geschnittenes Gepäckabteil sitzt. Zum Heck hin steigt die Fensterlinie an, während die Dachkante abfällt; das schafft die charakteristische Silhouette, kostet in der zweiten Reihe aber etwas Kopffreiheit im Vergleich zu Fahrzeugen mit gerader Dachlinie. Die Sitzposition liegt höher als in einem Kompaktwagen, ohne dass der Einstieg eine Stufe erfordert. Kamerabilder und die verhältnismäßig großen Fensterflächen erleichtern das Rangieren auf engen Stellplätzen.
Vollhybrid oder Elektroantrieb
In Deutschland stehen zwei Antriebe zur Wahl. Der Vollhybrid verbindet einen aufgeladenen Benzinmotor mit einer Elektromaschine und lädt die kleine Batterie im Fahrbetrieb selbst; ein Ladekabel ist nicht vorgesehen, im Stadtverkehr bewegt sich der Wagen streckenweise elektrisch und schaltet den Verbrennungsmotor bedarfsweise zu. Die batterieelektrische Ausführung treibt ebenfalls die Vorderachse an und lädt an der heimischen Wallbox ebenso wie an Gleichstromsäulen. In anderen europäischen Ländern führte die Baureihe zusätzlich einen reinen Turbobenziner mit Doppelkupplungsgetriebe. Allradantrieb gehört bei diesem Modell nicht zum Programm, was den Einsatzbereich auf befestigte Straßen und leichte Feldwege begrenzt. Zwischen den Antrieben unterscheiden sich Gewicht und Gewichtsverteilung spürbar, was sich auf Federungskomfort und Fahrverhalten auswirkt.
Platz, Gepäck und Alltag
Fünf Sitzplätze verteilen sich auf zwei Reihen, wobei die hintere Bank vor allem für zwei Erwachsene oder Kindersitze taugt. Ablagen finden sich in der Mittelkonsole, den Türtaschen und unter der Armauflage. Das Gepäckabteil fasst den Wocheneinkauf und das Reisegepäck eines Paares; durch Umklappen der Rückenlehnen entsteht eine deutlich größere, weitgehend ebene Fläche für sperrige Ladung. Typische Einsatzzwecke sind der tägliche Weg zur Arbeit, Stadt- und Umlandverkehr sowie Wochenendfahrten mit kleiner Familie. Wo am Ziel eine Lademöglichkeit bereitsteht, bietet sich die elektrische Variante an; fehlt ein Stellplatz mit Stromanschluss, passt der selbstladende Hybrid besser ins Nutzungsprofil. Anhänge- und Dachlasten fallen knapp aus und sind vor einer Bestellung im Datenblatt der jeweiligen Ausführung nachzusehen.
Leasing des Omoda 5
Beim Vergleich der Angebote lohnt zuerst die Trennung nach Antrieb, weil Vollhybrid und Elektroversion unterschiedliche Listenpreise und damit unterschiedliche Leasingfaktoren mitbringen. Der Faktor misst die monatliche Rate am Bruttolistenpreis; so lassen sich Offerten mit abweichender Ausstattung nebeneinanderlegen, sofern Laufzeit, Freikilometer und Sonderzahlung übereinstimmen. Beim Elektromodell kommt die THG-Quote als jährliche Gutschrift hinzu, sofern der Vertrag die Zulassung auf den Nutzer vorsieht. Die lange Herstellergarantie deckt einen Großteil üblicher Vertragslaufzeiten ab, was den Bedarf an zusätzlichen Wartungspaketen verringern kann; die Bedingungen unterscheiden sich jedoch je nach Bauteil. Überführung, Zulassung und Reifenwechsel bleiben in vielen Offerten außen vor, zählen aber zu den Gesamtkosten. Bei geringer Fahrleistung sind Verträge mit niedriger Kilometerangabe günstiger, führen bei Überschreitung aber zu einer Nachzahlung je Mehrkilometer.