Der Range Rover ohne Namenszusatz ist das Fahrzeug, mit dem 1970 alles begann und an dem sich bis heute alle Wettbewerber messen lassen müssen. Er beansprucht eine Doppelrolle, die kaum ein anderes Modell ernsthaft ausfüllt: schwerstes Gelände auf der einen Seite, Chauffeurskomfort auf der anderen. Über die Generationen ist die Karosserie glatter und die Ausstattung aufwendiger geworden, die Grundidee jedoch unverändert geblieben – eine hohe, aufrechte Sitzposition, viel Glas und eine bewusst ruhige Gestaltung.
Kurz- oder Langversion
Das Fahrzeug wird in zwei Radständen angeboten. Die Standardversion ist die handlichere und für Selbstfahrer die naheliegende Wahl. Die Langversion verlängert ausschließlich den Fond und schafft dort Beinfreiheit, die an einen Konferenzraum erinnert – sinnvoll, wenn regelmäßig Gäste oder Kunden befördert werden. In dieser Ausführung lassen sich die hinteren Sitze weit zurücklehnen, mit eigener Klimatisierung, Massagefunktion und Bildschirmen. Wer überwiegend allein unterwegs ist, gewinnt mit dem kurzen Radstand im Alltag mehr, als er an Repräsentation verliert.
Geländetechnik, die tatsächlich da ist
Anders als bei den meisten Fahrzeugen dieser Klasse ist die Geländefähigkeit keine Behauptung. Permanenter Allradantrieb, eine Geländeuntersetzung, Sperrenfunktionen und eine Luftfederung, die die Bodenfreiheit deutlich anhebt, gehören zur Grundausstattung. Ein Fahrprogramm-Wähler stimmt Antriebs- und Bremseingriffe auf Schnee, Schlamm, Sand oder Felsuntergrund ab. Auch die Wattiefe liegt auf einem Niveau, das in diesem Segment einzigartig ist. Im Winter und auf unbefestigten Zufahrten zahlt sich dieselbe Technik aus, ohne dass jemand ins Gelände fahren muss.
Innenraum und Materialeindruck
Der Innenraum ist der eigentliche Grund, warum Käufer sich für dieses Modell entscheiden. Die Materialien an den häufig berührten Stellen sind hochwertig ausgeführt, die Bedienung bewusst reduziert – wenige Schalter, große Bildschirme, klare Linien. Die Geräuschdämmung ist aufwendig: mehrschichtiges Glas, entkoppelte Aufbauten und eine aktive Geräuschunterdrückung halten den Innenraum auch bei hohem Tempo ruhig. Die hohe Sitzposition mit gutem Rundumblick ist seit dem ersten Modell Teil des Konzepts und im dichten Verkehr ein echter Vorteil.
Antriebe
Angeboten werden Sechszylinder als Benziner und Diesel, ein Achtzylinder-Benziner sowie aufladbare Hybride, die kurze Strecken rein elektrisch zurücklegen. Der Diesel bleibt für Vielfahrer und den Anhängerbetrieb die vernünftigste Wahl, der Achtzylinder liefert die souveränste Kraftentfaltung. Beim aufladbaren Hybrid hängt der Vorteil vollständig daran, ob regelmäßig geladen wird – wer das nicht tut, schleppt die Batterie als zusätzliches Gewicht mit sich herum. Für Dienstwagenfahrer ist die steuerliche Behandlung dieser Antriebsart an Bedingungen geknüpft.
Anhängerbetrieb
Die Anhängelast liegt am oberen Ende dessen, was Personenwagen erreichen, und das Drehmoment steht früh bereit – für Gespannfahrer mit Pferdeanhänger, Bootstrailer oder größerem Wohnwagen ist das Fahrzeug deshalb eine der ersten Adressen. Die Luftfederung gleicht die Stützlast aus und hält den Aufbau waagerecht, was die Fahrstabilität mit Anhänger deutlich verbessert. Zu bedenken sind der im Zugbetrieb erheblich steigende Verbrauch sowie das zulässige Gesamtzuggewicht, das vor dem ersten Einsatz geprüft gehört.
Was der Unterhalt verlangt
Ein schweres Fahrzeug mit aufwendiger Technik ist im Unterhalt anspruchsvoll. Der Verbrauch hängt stark von Antrieb und Fahrweise ab, die Kfz-Steuer fällt bei den größeren Motoren hoch aus, und die Versicherungseinstufung liegt in dieser Klasse weit oben – Steuer und Versicherung sind gesondert zu tragen und nicht Bestandteil der Leasingrate. Reifen in großen Dimensionen sowie langfristig die Luftfederung mit Federbälgen und Kompressor sind die spürbarsten Verschleißposten. Genau deshalb ist ein überschaubarer Leasingzeitraum bei diesem Fahrzeug besonders sinnvoll.
Einordnung in die Palette
Unterhalb des Flaggschiffs deckt der Range Rover Sport dieselbe Größenordnung mit sportlicherer Abstimmung und etwas niedrigeren Kosten ab. Der Velar besetzt die Mittelklasse, der Evoque das kompakte Segment. Wer den Auftritt des großen Modells sucht, aber rein elektrisch fahren möchte, findet im Range Rover Electric die entsprechende Ausführung. Das Flaggschiff bleibt die konsequenteste Umsetzung der Grundidee – und das einzige Modell der Palette mit vollwertiger Langversion.
Leasing des Range Rover
In dieser Preisklasse fällt der Wertverlust in den ersten Jahren am höchsten aus, weshalb überdurchschnittlich häufig geleast wird. Das Risiko der Wertentwicklung trägt der Leasinggeber, die monatliche Belastung steht über die Laufzeit fest. Für den Vergleich einzelner Angebote ist der Leasingfaktor die aussagekräftigste Größe, weil er die Rate ins Verhältnis zum Fahrzeugwert setzt und Angebote unterschiedlicher Anbieter vergleichbar macht. Zu prüfen sind daneben Laufzeit, jährliche Freikilometer und ob Wartung enthalten ist – bei einem technisch aufwendigen Fahrzeug lohnt sich das eher als bei einem einfachen Kompaktwagen. Die Range Rover Leasing Angebote auf dieser Seite decken private wie gewerbliche Konditionen ab.