Der WEY 03 ist eines von zwei Sport Utility Vehicles der gehobenen GWM-Submarke WEY und wurde vor der europaweiten Umbenennung als Coffee 02 geführt. Die Baureihe verbindet ein mittelgroßes SUV-Format mit einem Plug-in-Hybrid, der beim Batterieumfang deutlich über dem liegt, was in diesem Segment sonst üblich ist. Damit verfolgt das Modell einen klaren Ansatz: möglichst viel Alltag elektrisch abdecken, ohne die Langstreckenfähigkeit eines Verbrenners aufzugeben.
Einordnung im Programm
Innerhalb der Submarke WEY steht der 03 unterhalb des größeren Schwestermodells und bildet damit den Einstieg in die gehobene Linie. In Tests deutscher Fachmedien wurde die Baureihe regelmäßig mit etablierten Premium-SUV der Mittelklasse verglichen, wobei der Preisabstand als wesentliches Argument benannt wurde. Charakteristisch ist die Ausstattungspolitik: Statt einer langen Optionsliste gibt es wenige Linien, in denen Komfort- und Assistenzumfänge weitgehend enthalten sind. Konfiguriert wird entsprechend wenig, was den Vergleich zwischen einzelnen Angeboten vereinfacht, weil praktisch identisch ausgestattete Fahrzeuge gegenüberstehen. Zusätzlich wurde eine speziell für den Taxieinsatz vorbereitete Ausführung angeboten, was für die Alltagstauglichkeit des Konzepts spricht.
Karosserie und Proportionen
Mit rund 4,7 Metern Länge, breiter Spur und einer Höhe von etwa 1,7 Metern gehört der WEY 03 zu den klassisch geschnittenen Mittelklasse-SUV: aufrechte Front, kantige Schulterpartie, große Heckklappe. Die Dachlinie bleibt bis weit nach hinten hoch, was der Kopffreiheit im Fond zugutekommt und den Kofferraum quaderförmig hält. Das Gepäckabteil fällt trotz der unter dem Boden untergebrachten Batterie ordentlich aus und lässt sich durch Umklappen der geteilten Rücksitzlehnen deutlich erweitern; die Ladekante liegt auf üblichem SUV-Niveau. Die Sitzposition ist hoch, die Übersicht nach vorn gut, nach hinten hilft die Kamera. Innen setzt die Baureihe auf großflächige Bildschirme, weich hinterlegte Oberflächen, Ledernachbildungen und eine Mittelkonsole mit reichlich Ablagevolumen.
Der Plug-in-Hybrid-Antrieb
Der Antrieb kombiniert einen aufgeladenen Vierzylinder-Benziner mit Elektromotoren und einem mehrstufigen Hybridgetriebe. In der Grundversion treibt das System die Vorderachse an, in der Allradvariante kommt ein zusätzlicher Elektromotor an der Hinterachse hinzu, der ohne mechanische Verbindung zur Vorderachse auskommt und bei Bedarf zugeschaltet wird. Die Antriebsbatterie ist deutlich größer dimensioniert als bei den meisten Plug-in-Hybriden dieser Klasse, wodurch sich ein großer Teil der Alltagsstrecken rein elektrisch zurücklegen lässt. Anders als bei vielen Wettbewerbern ist zudem das Laden an Gleichstromsäulen vorgesehen, was Zwischenstopps unterwegs praktikabel macht und den Aktionsradius im Elektrobetrieb erweitert. Gefahren wird je nach Modus rein elektrisch, seriell mit dem Verbrenner als Generator oder mit direkt durchgereichter Verbrennerkraft.
Platz, Komfort und Alltag
Der WEY 03 ist als Fünfsitzer ausgelegt und bietet vorn wie hinten reichlich Knie- und Kopffreiheit. Die Bestuhlung ist eher weich abgestimmt, was zusammen mit der komfortorientierten Fahrwerksauslegung auf lange Etappen einzahlt; sportliche Ambitionen verfolgt die Abstimmung nicht. Typische Einsatzprofile sind der Familienalltag mit Kindersitzen und Gepäck, der Pendelverkehr auf mittleren Distanzen, bei dem die elektrische Reichweite den Verbrenner weitgehend ruhen lässt, sowie die Urlaubsfahrt, für die Volumen und Anhängelast des Konzepts ausreichen. Auch als Fahrzeug für den gewerblichen Einsatz ist die Baureihe verbreitet. Ohne Lademöglichkeit verschenkt ein Plug-in-Hybrid allerdings seinen entscheidenden Vorteil, denn dann bleibt ein vergleichsweise schwerer Benziner übrig.
Leasing des WEY 03
Beim Vergleich fällt zuerst die Frage nach Front- oder Allradantrieb ins Gewicht, weil sich beide Varianten im Listenpreis unterscheiden und damit auch im Leasingfaktor. Da die Ausstattung fast vollständig zur jeweiligen Linie gehört, entfällt die sonst übliche Rechnerei mit Optionspaketen – umso wichtiger ist es, die Linien in den Angeboten korrekt auseinanderzuhalten, weil sie sich im Umfang deutlich unterscheiden. Für gewerbliche Nutzung spielt die Besteuerung von Plug-in-Hybriden als Dienstwagen eine Rolle, die an technische Voraussetzungen geknüpft ist und sich auf die Gesamtkosten stärker auswirken kann als eine geringe Ratendifferenz. Sinnvoll ist außerdem, das Kilometerpaket ehrlich zu kalkulieren: Fahrzeuge dieses Zuschnitts werden häufig auf der Langstrecke bewegt, und Mehrkilometer werden am Vertragsende nachberechnet. Wer die elektrische Reichweite tatsächlich nutzen will, bezieht die Kosten einer Lademöglichkeit in die Rechnung mit ein.