Der DS No. 8 ist der Neuanfang an der Spitze der Marke. Er ersetzt kein bestehendes Modell eins zu eins, sondern besetzt die Rolle des Flaggschiffs neu: rein elektrisch, im gehobenen SUV-Segment und mit einer Karosserieform, die zwischen Limousine und Geländewagenoptik vermittelt. Zugleich führte er die neue Modellsystematik ein, in der ein vorangestelltes N° die Baureihen der Marke kennzeichnet.
Das elektrische Flaggschiff der Marke
Vorgestellt wurde der No. 8 Ende 2024, der europäische Verkauf begann im darauffolgenden Jahr. Die Ziffer acht war im Modellprogramm zuvor nicht vergeben; die Marke verweist darauf, dass die liegende Acht dem mathematischen Zeichen für Unendlichkeit entspricht. Technisch steht das Fahrzeug auf der Mehrenergie-Plattform des Stellantis-Konzerns und war das erste Modell dieser Architektur, das im süditalienischen Werk Melfi vom Band lief. Mit dem No. 8 verschiebt sich der Schwerpunkt der Marke spürbar: Die früheren Spitzenmodelle waren eine Limousine mit Verbrenner und ein SUV mit Plug-in-Hybrid, hier gibt es ausschließlich Batterieantrieb. Zugleich markiert das Modell den Beginn einer Reihe weiterer Baureihen auf derselben Plattform, die die bisherigen Modelle nach und nach ablösen sollen.
Fastback statt klassischem SUV-Heck
Gut 4,80 Meter Länge, eine hohe Sitzposition und eine flach ins Heck auslaufende Dachlinie ergeben ein Fahrzeug, das je nach Blickwinkel als großes Crossover-Coupé oder als hochbeinige Reiselimousine durchgeht. Die Strömungsgüte gehörte zu den zentralen Entwicklungszielen: eine geschlossene Frontpartie, sorgfältig ausgeformte Radhausbereiche, bündige Türgriffe und ein abgestimmter Heckabriss senken den Luftwiderstandsbeiwert auf einen Wert, der im Segment weit vorne liegt. Beleuchtete Details an Bug und Heck sowie die markentypischen Rautenmotive stellen den Bezug zu den übrigen Modellen her. Innen setzt die Marke auf ein breit gezogenes Bildschirmband, Materialien mit hohem Stoffanteil und die typische Rautenprägung an Sitzen und Verkleidungen.
Leistungsstufen und Batterievarianten
Der No. 8 wird in mehreren Ausbaustufen geführt. Zwei davon treiben die Vorderräder an und unterscheiden sich in Motorleistung und Batteriekapazität, die dritte nutzt je eine Elektromaschine an Vorder- und Hinterachse und stellt damit Allradantrieb bereit. Anders als bei manchen Schwestermodellen ist die Allradversion nicht auf den kleineren Energiespeicher beschränkt, sondern mit der größeren Batterie kombiniert. Alle Varianten laden an Gleichstromsäulen mit hoher Leistung, verfügen über eine Wärmepumpe und lassen sich in mehreren Rekuperationsstufen verzögern. Ein Verbrenner steht in dieser Baureihe nicht zur Wahl. Über die Fahrmodi lassen sich Lenkkraft, Ansprechverhalten und Rekuperation anpassen; ein adaptives Fahrwerk gehört je nach Ausstattung dazu.
Reisetauglichkeit und Gepäckraum
Das Fahrzeug ist erkennbar auf lange Etappen ausgelegt. Der lange Radstand schafft Beinfreiheit im Fond, die Sitze sind auf Dauerkomfort abgestimmt, und die flache Dachlinie kostet hinten zwar etwas Kopfraum, bleibt für Erwachsene aber nutzbar. Der Gepäckraum profitiert von der großen Heckklappe des Fastback-Formats, ein zusätzliches Fach unter der Fronthaube nimmt Ladekabel auf. Über die Außensteckdose lassen sich elektrische Geräte mit Strom versorgen, was das Fahrzeug für Außendienst, Baustellenbesuche oder Reisen mit Campingausrüstung interessant macht. Als Familienauto, Repräsentationsfahrzeug und Langstreckenwagen deckt der No. 8 damit die Aufgaben ab, die zuvor auf zwei Baureihen verteilt waren. Die Assistenzpalette umfasst je nach Version teilautomatisiertes Fahren auf Autobahnen, ein Nachtsichtsystem und einen digitalen Innenspiegel.
Leasing eines elektrischen Oberklassemodells
Bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse fällt der Unterschied zwischen den Ausstattungs- und Antriebsvarianten in der Rate besonders deutlich aus, weshalb sich der Vergleich über den Leasingfaktor anbietet statt über die Monatssumme allein. Die Allradversion und die Ausführung mit großer Batterie liegen spürbar höher, bieten dafür mehr Reserven auf der Langstrecke. Da das Modell häufig als Dienstwagen kalkuliert wird, spielen gewerbliche Angebote mit abweichenden Konditionen eine große Rolle; die vereinbarte Jahreslaufleistung gehört realistisch angesetzt, weil Nachzahlungen bei hochpreisigen Fahrzeugen entsprechend hoch ausfallen. Ebenfalls betrachtenswert sind Überführungskosten, Sonderzahlung und die Frage, ob ein Wartungspaket eingeschlossen ist, denn diese Posten verschieben die Gesamtkosten eines mehrjährigen Vertrags erheblich. Da sich der Restwert elektrischer Oberklassemodelle schwerer einschätzen lässt als der etablierter Verbrenner, fallen die Kalkulationen der Anbieter unterschiedlich aus, was die große Spannweite der Raten erklärt.