Mit dem DS 3 besetzt DS Automobiles das untere Ende der eigenen Modellpalette. Die Baureihe steht für den Versuch, Premium-Anspruch in ein Fahrzeug zu übersetzen, das kaum mehr als vier Meter misst und damit vor allem im städtischen Umfeld zu Hause ist. Statt sportlicher Härte setzt die Marke auf weich abgestimmten Federungskomfort, ungewöhnliche Materialien und eine Formensprache, die sich bewusst von den deutschen Wettbewerbern der Klasse absetzt.
Vom DS 3 Crossback zum DS 3
Die Geschichte des Namens reicht weiter zurück als die Marke selbst. Der erste DS 3 war ein dreitüriges Schrägheckmodell mit Cabrio-Ableger, das zunächst unter dem Citroën-Signet lief und ab 2015 als eigenständiges DS-Modell geführt wurde. 2019 folgte mit dem DS 3 Crossback ein völlig neues Fahrzeug: ein hochbeiniger Crossover auf der damals frischen Kleinwagen-Architektur des französischen Konzerns, die erstmals auch eine rein elektrische Ausführung derselben Karosserie erlaubte. Mit der späteren Modellpflege strich DS den Zusatz Crossback, seither trägt die Baureihe nur noch die Bezeichnung DS 3. Gebaut wird sie im französischen Werk Poissy, wo auch Modelle der Schwestermarken vom Band laufen.
Karosserie und Format
Rund 4,12 Meter Länge ordnen den DS 3 zwischen Kleinwagen und Kompaktklasse ein. Die erhöhte Sitzposition, die kurzen Überhänge und die betont breite Front lassen ihn massiger wirken, als es die Abmessungen vermuten lassen. Auffällig sind die bündig in die Karosserie eingelassenen vorderen Türgriffe, die erst beim Entriegeln ausfahren, sowie die rautenförmigen Designmotive, die sich von der Scheinwerfergrafik über die Sitzmuster bis in die Türverkleidungen ziehen. Die schmalen hinteren Seitenscheiben und die kräftige C-Säule prägen die Seitenansicht. Fünf Türen sind Standard, eine offene Variante wie beim Ur-DS 3 gibt es in dieser Baureihe nicht mehr. Die hinteren Griffe sind dagegen in die C-Säule verlegt, was die Seitenlinie beruhigt, den Zugang zum Fond aber weniger naheliegend macht. Bei den Lackierungen setzt die Marke auf Zweiton-Varianten mit abgesetztem Dach, die den kurzen Aufbau optisch strecken.
Antriebsvarianten
Über die Bauzeit wurden drei Antriebsarten geführt: aufgeladene Dreizylinder-Benziner in mehreren Leistungsstufen, ein Vierzylinder-Diesel und der rein elektrische E-Tense mit Frontantrieb. Der Elektroantrieb gehörte zu den ersten seiner Art im Konzern und wurde im Laufe der Jahre überarbeitet, unter anderem mit einer effizienteren Antriebseinheit und einer größeren Batterie. Ein Plug-in-Hybrid stand in dieser Fahrzeugklasse nie zur Wahl. Je nach Baujahr und Motorisierung finden sich Handschaltung oder Wandlerautomatik; der E-Tense arbeitet grundsätzlich mit fester Übersetzung und lässt sich über mehrere Rekuperationsstufen verzögern.
Platzangebot und typische Einsatzzwecke
Der Innenraum ist klar auf die vorderen Plätze zugeschnitten. Im Fond fallen Kopf- und Knieraum knapper aus als in klassischen Kompaktwagen mit vergleichbarer Außenlänge, und die kleinen Seitenscheiben sorgen dort für ein enges Raumgefühl. Der Kofferraum reicht für Wocheneinkauf, Sporttasche und Handgepäck, für das Urlaubsgepäck einer vierköpfigen Familie wird es dagegen schnell knapp. Seine Stärken spielt der DS 3 als Zweitwagen, Pendlerfahrzeug oder kompakter Dienstwagen für Innenstadtstrecken aus: übersichtliche Abmessungen, ein komfortorientiertes Fahrwerk und eine Materialanmutung, die in diesem Segment ungewöhnlich ist. Bedient wird über einen zentralen Bildschirm mit ergänzenden Direkttasten; Ablagen und Fächer fallen zweckmäßig, aber nicht üppig aus.
Was beim Leasing des DS 3 eine Rolle spielt
Als kleinstes Modell der Marke taucht der DS 3 in Übersichten häufig mit den niedrigsten Monatsraten des gesamten DS-Programms auf. Entscheidend ist zunächst die Antriebsart: Elektro- und Verbrennerversionen unterscheiden sich nicht nur in der Rate, sondern auch in den laufenden Kosten und in der Restwerteinschätzung, die der Leasinggeber ansetzt. Der Leasingfaktor, also die Monatsrate im Verhältnis zum Bruttolistenpreis, macht Angebote mit unterschiedlicher Ausstattung überhaupt erst vergleichbar. Ebenso lohnt der Abgleich der Freikilometer, denn eine niedrig angesetzte Jahreslaufleistung lässt ein Angebot günstig aussehen und wird bei Vielfahrern über die Nachberechnung teuer. Wer den DS 3 elektrisch least, bezieht die Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz in die Rechnung mit ein, weil sie den Alltagsnutzen dieser Variante stärker beeinflusst als jedes Ausstattungsdetail. Ebenfalls sinnvoll ist ein Blick auf die Rückgabebedingungen, denn die Bewertung von Gebrauchsspuren entscheidet am Vertragsende mit darüber, wie günstig ein Angebot rückblickend tatsächlich war.