Der Audi S6 ist ein Auto für Leute, die viel fahren und dabei weder auf Tempo noch auf Komfort verzichten wollen. Äußerlich hält er sich zurück: andere Stoßfänger, vier Endrohre, größere Räder – mehr Unterschied zum A6 gibt es kaum. Genau das ist Teil des Konzepts. Wer ein repräsentatives Fahrzeug für Kundentermine sucht, das gleichzeitig auf der Autobahn ganz vorn mitfährt, findet in dieser Baureihe eine der wenigen passenden Antworten.
Sechszylinder für die Langstrecke
Je nach Generation arbeitet unter der Haube ein aufgeladener Benziner oder ein Diesel mit elektrisch unterstütztem Verdichter. Beide sind darauf ausgelegt, aus niedrigen Drehzahlen kräftig anzuziehen, statt hohe Touren zu verlangen. Die Dieselvariante ist auf Vielfahrer zugeschnitten und kommt auf der Langstrecke mit erstaunlich moderaten Werten aus; der Benziner spricht spontaner an. Der permanente Allradantrieb setzt die Kraft unabhängig vom Wetter sauber um.
Limousine oder Avant
Der Avant ist in Deutschland die gefragtere Form und im Alltag klar die praktischere: große Heckklappe, umlegbare Lehnen, eine lange und ebene Ladefläche. Damit lässt sich der Wagen als Familienauto ebenso nutzen wie für den Außendienst mit Mustergepäck. Die Limousine tritt formeller auf und hat ein etwas ruhigeres Geräuschniveau im Fond, weil der Kofferraum abgetrennt ist. Fahrverhalten und Innenraum unterscheiden sich ansonsten nicht.
Reisen über weite Strecken
Die Stärke des Modells zeigt sich auf langen Etappen. Der lange Radstand sorgt für ruhigen Geradeauslauf, die Dämmung hält Wind- und Abrollgeräusche zurück, und die Sitze sind auf mehrere Stunden am Stück ausgelegt – in den höheren Ausstattungen belüftet und mit Massagefunktion. Assistenzsysteme wie Abstandsregelung und Spurführung entlasten auf monotonen Abschnitten spürbar, ohne die Verantwortung aus der Hand des Fahrers zu nehmen. Die Luftfederung, sofern vorhanden, filtert Fahrbahnstöße wirksam.
Was der Unterhalt verlangt
Ein Sechszylinder mit Allrad ist im Verbrauch anspruchsvoller als ein sparsamer Vierzylinder – bei der Dieselvariante bleibt der Wert auf der Autobahn allerdings gut kalkulierbar. Reifen in großen Dimensionen, eine hohe Versicherungseinstufung und die nach Hubraum bemessene Kfz-Steuer kommen hinzu; Steuer und Versicherung sind gesondert zu tragen und nicht Teil der Leasingrate. Der Wartungsumfang selbst bleibt überschaubar und entspricht dem eines normalen Fahrzeugs der oberen Mittelklasse.
Einordnung in die A6-Familie
Über dem S6 steht der RS6 als reiner Avant mit Achtzylinder und verbreiterter Karosserie – ein Fahrzeug mit deutlich anderem Charakter und entsprechend höheren Betriebskosten. Darunter liegt der A6 mit sparsameren Motorisierungen. Wer den Wagen als Dienstfahrzeug bewegt und dabei viele Autobahnkilometer sammelt, findet im S6 meist die passendste Mischung: souverän genug für zügiges Reisen, aber ohne die Unterhaltskosten der RS-Variante. Rein elektrisch bietet die Baureihe mit dem A6 e-tron und dem S6 e-tron inzwischen eine eigene Linie.
Für Vielfahrer gerechnet
Bei hohen Jahresfahrleistungen verschieben sich die Gewichte in der Kostenrechnung. Der Kraftstoffverbrauch wird zum größten Einzelposten, weshalb die Dieselvariante trotz höherer Anschaffung häufig die günstigere Wahl ist. Gleichzeitig steigt die Bedeutung der vereinbarten Laufleistung im Leasingvertrag: Wer 40.000 Kilometer im Jahr fährt, zahlt bei einem auf 20.000 ausgelegten Vertrag am Ende erheblich nach. Es lohnt sich, die Freikilometer realistisch anzusetzen, auch wenn die Monatsrate dadurch zunächst höher ausfällt.
Der Sechszylinder-Diesel mit 48-Volt-Technik
In der Dieselvariante arbeitet ein zusätzlicher, elektrisch angetriebener Verdichter, der aus einem 48-Volt-Bordnetz gespeist wird. Seine Aufgabe ist, das sogenannte Turboloch zu schließen: Bevor der Abgasturbolader genug Druck aufgebaut hat, übernimmt er den Aufbau. Praktisch bedeutet das, dass der Wagen aus niedrigen Drehzahlen ohne Verzögerung anzieht – ein Verhalten, das man sonst von deutlich größeren Motoren kennt. Das 48-Volt-System speist zugleich die Startautomatik und ermöglicht kurzes Segeln ohne Motorlast, was auf der Autobahn Kraftstoff spart.
Leasing des Audi S6
Fahrzeuge dieser Klasse werden überwiegend gewerblich genutzt, weshalb neben der Rate auch die steuerliche Behandlung des Dienstwagens eine Rolle spielt. Für den Vergleich einzelner Angebote ist der Leasingfaktor die aussagekräftigste Größe: Er setzt die Monatsrate ins Verhältnis zum Fahrzeugwert. Zu prüfen sind daneben Laufzeit und jährliche Freikilometer – bei einem ausgesprochenen Reisewagen ist die vereinbarte Laufleistung schneller ausgeschöpft als gedacht, und Mehrkilometer werden gesondert abgerechnet. Die Audi S6 Leasing Angebote auf dieser Seite werden regelmäßig aktualisiert.