Kaum ein Modell steht so sehr für eine bestimmte Idee wie der Audi RS6: ein Kombi, der Kinderwagen, Hundebox und Urlaubsgepäck aufnimmt und trotzdem zu den schnellsten Fahrzeugen auf der Autobahn gehört. Angeboten wird die Baureihe konsequent nur als Avant – eine Limousine gibt es nicht. Das ist keine Beschränkung, sondern das Konzept: Wer diesen Wagen wählt, will beides zugleich und nicht das eine gegen das andere tauschen.
Achtzylinder mit Allradantrieb
Herzstück ist ein aufgeladener Achtzylinder, dessen Kraft über einen permanenten Allradantrieb auf die Straße kommt. Charakteristisch ist weniger die Spitzenleistung als die Art, wie sie anliegt: Das Drehmoment steht früh und über einen weiten Bereich bereit, weshalb der Wagen aus jeder Situation heraus sofort losschiebt. Ein Sportdifferenzial an der Hinterachse verteilt die Kraft zwischen den Rädern und hilft dem Fahrzeug in die Kurve, statt es über die Vorderachse schieben zu lassen.
Ein Kombi ohne Abstriche
Der Laderaum entspricht dem eines normalen A6 Avant. Die Lehnen lassen sich geteilt umklappen, die Ladekante bleibt niedrig, Dachreling und Anhängevorrichtung sind je nach Ausstattung vorhanden. Damit taugt der Wagen tatsächlich als einziges Auto im Haushalt – ein Anspruch, den kaum ein anderes Fahrzeug mit vergleichbarer Fahrleistung erfüllt. Im Fond sitzen Erwachsene auf langen Strecken bequem, Isofix-Punkte sind vorhanden.
Fahrwerk und Straßenlage
Die Karosserie ist an den Radhäusern sichtbar verbreitert, die Spur entsprechend größer. Das Fahrwerk arbeitet je nach Ausstattung mit Luftfederung oder stählernen Federn und lässt sich in mehreren Stufen verstellen – von einer für den Alltag brauchbaren bis zu einer sehr straffen Kennlinie. Eine mitlenkende Hinterachse verkleinert den Wendekreis bei niedrigem Tempo und stabilisiert bei hohem. Die Bremsanlage ist auf wiederholte harte Verzögerungen ausgelegt, was bei diesem Gewicht und dieser Leistung notwendig ist.
Betriebskosten realistisch einschätzen
Der Achtzylinder verlangt seinen Preis. Der Verbrauch hängt stark von der Fahrweise ab und liegt bei zügiger Gangart deutlich über dem eines Sechszylinders; die Kfz-Steuer fällt entsprechend dem Hubraum hoch aus, die Versicherungseinstufung ebenfalls. Beide Positionen sind gesondert zu tragen und nicht Bestandteil der Leasingrate. Der größte Einzelposten neben dem Kraftstoff ist meist der Reifensatz: Große Dimensionen in weicher Mischung halten bei sportlicher Fahrweise nicht lange.
Warum die Baureihe einen eigenen Ruf hat
Über mehrere Generationen hat sich der RS6 eine Stellung erarbeitet, die weit über die reinen Fahrleistungen hinausgeht. Er ist zum Bezugspunkt für eine ganze Fahrzeuggattung geworden – den schnellen Kombi, der als einziges Auto im Haushalt funktioniert. Die Konkurrenz in diesem Feld ist überschaubar, und wer aus dem eigenen Haus vergleicht, landet beim S6 Avant, der dieselbe Idee mit Sechszylinder und moderateren Betriebskosten umsetzt. Der Abstand zwischen beiden ist groß: Der RS6 ist kein stärkerer S6, sondern ein eigenes Fahrzeug.
Alltag mit einem breiten Auto
Die verbreiterte Karosserie schafft Spur und damit Fahrstabilität, kostet aber im Alltag Bequemlichkeit. In engen Parkhäusern, an Ladesäulen mit knappen Buchten und auf schmalen Landstraßen ist die Fahrzeugbreite deutlich zu spüren. Kamerasysteme mit Rundumsicht sind deshalb weniger Komfort als Arbeitsmittel. Auch die niedrige Frontpartie verlangt Aufmerksamkeit an Bordsteinen und Rampen. Wer überwiegend in der Stadt unterwegs ist, sollte diese Punkte vor der Entscheidung ausprobieren – auf freier Strecke spielt das Fahrzeug seine Stärken dagegen vollständig aus.
Wie sich die Baureihe verändert hat
Über die Generationen hat der RS6 mehrere Antriebskonzepte durchlaufen – vom hochdrehenden Zehnzylinder über verschiedene Achtzylinder bis zu Varianten mit Mild-Hybrid-Unterstützung und einer rein elektrischen Ausbaustufe im Umfeld der Baureihe. Was blieb, ist die Grundidee: ein Kombi, der keine Rücksicht auf Vernunft nimmt und trotzdem alltagstauglich ist. Für Interessenten heißt das, dass sich die Angebote je nach Baujahr im Charakter deutlich unterscheiden können, auch wenn die Bezeichnung dieselbe bleibt. Ein Blick auf die konkrete Motorisierung im Angebot lohnt sich deshalb immer.
Leasing des Audi RS6
Gerade bei einem Fahrzeug dieser Art spricht viel fürs Leasing. Der Wiederverkaufswert hängt an Farbe, Ausstattung, Laufleistung und daran, wie gefragt große Verbrenner in einigen Jahren noch sein werden – ein Risiko, das beim Leasing der Leasinggeber trägt, während die Monatsrate über die Laufzeit feststeht. Für den Vergleich eignet sich der Leasingfaktor am besten, weil er die Rate ins Verhältnis zum Fahrzeugwert setzt. Zu prüfen sind daneben Laufzeit, jährliche Freikilometer und eine mögliche Sonderzahlung. Die Audi RS6 Leasing Angebote auf dieser Seite bündeln private und gewerbliche Konditionen.