Der Audi S4 ist der Inbegriff dessen, was man in Deutschland gern als Understatement bezeichnet: ein Mittelklassewagen, der auf den ersten Blick wie ein gut ausgestatteter A4 wirkt und erst beim Fahren zeigt, was in ihm steckt. Vier Endrohre, ein anderer Grill und größere Räder sind die einzigen äußeren Hinweise. Wer ein Fahrzeug sucht, das auf dem Firmenparkplatz nicht auffällt, auf der Autobahn aber ganz vorn mitfährt, landet fast zwangsläufig bei dieser Baureihe.
Sechszylinder als Grundlage
Kern des Modells ist ein Sechszylinder – je nach Generation als Benziner oder als Diesel mit elektrisch unterstütztem Verdichter. Beide Auslegungen eint ein sehr breites Drehmomentband: Der Wagen zieht aus niedrigen Drehzahlen an und braucht keine hohen Touren, um zügig voranzukommen. Der permanente Allradantrieb setzt die Kraft auch bei Nässe sauber um, die Achtstufen- beziehungsweise Doppelkupplungsautomatik schaltet unauffällig. Das Ergebnis ist ein Reisewagen, dem lange Etappen bei hohem Tempo nichts ausmachen.
Avant oder Limousine
Der Avant ist in Deutschland traditionell die gefragtere Form. Er nimmt Familiengepäck, Hundebox oder Musterkoffer auf und bietet mit umgeklappten Lehnen eine lange, ebene Ladefläche – bei praktisch identischem Fahrverhalten. Die Limousine wirkt formeller und ist im Wiederverkauf etwas weniger gefragt, dafür oft günstiger zu bekommen. Beide teilen sich denselben Innenraum mit Sportsitzen, eigenem Lenkrad und den S-typischen Anzeigen.
Fahrwerk und Reisekomfort
Die Abstimmung liegt bewusst näher am Reisewagen als am Sportgerät. Das Fahrwerk ist gegenüber dem A4 tiefergelegt und straffer, filtert aber weiterhin lange Wellen und Querfugen. Wer häufig auf schlechten Straßen unterwegs ist, ist mit der adaptiven Dämpfung besser bedient – sie erlaubt es, zwischen komfortabler und straffer Kennlinie zu wechseln. Auf der Autobahn liegt der Wagen ruhig und braucht wenig Lenkkorrekturen, was auf langen Strecken merklich entlastet.
Betriebskosten in der Mittelklasse
Ein Sechszylinder mit Allrad ist im Verbrauch anspruchsvoller als ein sparsamer Vierzylinder, in der Dieselvariante bleibt der Wert auf der Langstrecke aber vertretbar. Reifen in großen Dimensionen, eine höhere Versicherungseinstufung und die nach Hubraum bemessene Kfz-Steuer schlagen zusätzlich zu Buche; Steuer und Versicherung sind gesondert zu tragen und nicht Bestandteil der Leasingrate. Der Wartungsumfang entspricht dem eines normalen Mittelklassewagens, die Intervalle sind vergleichbar.
Einordnung zwischen A4 und RS4
Der S4 steht zwischen zwei sehr unterschiedlichen Nachbarn. Der A4 ist der klassische Mittelklassewagen mit Vierzylindern und dem günstigsten Unterhalt. Der RS4 ist ein reinrassiger Sportkombi mit verbreiterter Karosserie, den es ausschließlich als Avant gibt. Der S4 nimmt die Mitte ein und ist damit für viele die vernünftigste Wahl: Sechszylinder-Souveränität, aber ohne die Kompromisse einer sehr straffen Abstimmung und ohne die Betriebskosten der RS-Variante. Als Dienstwagen ist er dadurch häufig die einzige der drei Varianten, die sich intern durchsetzen lässt.
Werkstatt und Wartung
Der Wartungsumfang unterscheidet sich kaum von dem eines normalen A4 mit Sechszylinder: Ölwechsel, Filter, Bremsflüssigkeit und die üblichen Prüfpunkte nach Intervall. Teurer wird es bei den Verschleißteilen, weil Bremsscheiben und Reifen größer dimensioniert sind. Beim Diesel mit elektrisch unterstütztem Verdichter kommt ein 48-Volt-Bordnetz hinzu, das eine eigene Batterie mitbringt – ein zusätzlicher Posten, der aber lange hält. Wer eine hohe Jahresfahrleistung plant, sollte prüfen, ob sich ein Wartungspaket im Leasingvertrag rechnet.
Diesel oder Benziner
Je nach Generation stand der S4 mit aufgeladenem Benziner oder mit einem Sechszylinder-Diesel samt elektrisch unterstütztem Verdichter im Programm. Der Unterschied ist im Alltag deutlich: Der Diesel zieht aus dem Drehzahlkeller kräftiger an und bleibt auf der Langstrecke erheblich sparsamer, was ihn für Vielfahrer zur naheliegenden Wahl macht. Der Benziner spricht spontaner an, dreht freier aus und klingt kerniger. Wer überwiegend Kurzstrecke fährt, ist mit dem Benziner besser bedient – Dieselmotoren mit Abgasnachbehandlung brauchen regelmäßig längere Fahrten, damit die Filter sauber arbeiten.
Leasing des Audi S4
Für Gewerbetreibende und Selbstständige ist der S4 ein naheliegender Dienstwagen: repräsentativ genug, ohne protzig zu wirken, und mit dem Avant zugleich praktisch. Beim Angebotsvergleich hilft der Leasingfaktor, weil er die Monatsrate ins Verhältnis zum Fahrzeugwert setzt und Angebote unterschiedlicher Anbieter vergleichbar macht. Zu prüfen sind außerdem Laufzeit, jährliche Freikilometer und die Frage, ob Wartung enthalten ist – gerade bei hoher Fahrleistung macht das über die Vertragsdauer einen spürbaren Unterschied. Die Audi S4 Leasing Angebote auf dieser Seite werden laufend aktualisiert.