Der Audi RS Q8 steht in der SUV-Palette ganz oben. Er nutzt die coupéhafte Karosserie des Q8, verbreitert sie an den Radhäusern und setzt einen aufgeladenen Achtzylinder darunter. Das Fahrzeug ist damit ein Widerspruch in Blech: über zwei Tonnen schwer, hoch bauend, fünf Meter lang – und trotzdem auf Fahrdynamik ausgelegt. Dass diese Rechnung aufgeht, liegt weniger am Motor als an einem Aufwand bei Fahrwerk und Bremsen, den man dem Fahrzeug von außen nicht ansieht.
Technik gegen die Physik
Mehrere Systeme arbeiten zusammen, um das Gewicht zu kaschieren. Die Luftfederung senkt den Aufbau bei steigender Geschwindigkeit ab; eine elektromechanische Wankstabilisierung hält die Karosserie in Kurven aufrecht, ohne auf gerader Strecke Komfort zu kosten; die mitlenkende Hinterachse verkleinert den Wendekreis bei niedrigem Tempo und stabilisiert bei hohem. Ein Sportdifferenzial verteilt das Moment zwischen den Hinterrädern. Erst dieses Zusammenspiel macht aus einem großen SUV ein Fahrzeug, das sich zügig bewegen lässt.
Bremsen als eigenes Kapitel
Bei diesem Gewicht und dieser Leistung ist die Bremsanlage keine Nebensache, sondern eine Voraussetzung. Die serienmäßige Stahlanlage ist sehr groß dimensioniert und für den Straßenbetrieb vollkommen ausreichend. Optional gibt es Keramikscheiben, die erheblich Gewicht an ungefederten Massen sparen und thermisch stabiler bleiben – im Ersatz aber ein Vielfaches kosten. Für den überwiegenden Alltagsbetrieb ist die Stahlvariante die vernünftigere Wahl, zumal sie im Kaltzustand besser anspricht.
Alltag mit einem breiten Fahrzeug
Die verbreiterte Karosserie schafft Spur und damit Fahrstabilität, kostet im Alltag aber Bequemlichkeit. In engen Parkhäusern, an Ladesäulen mit knappen Buchten und auf schmalen Landstraßen ist die Breite deutlich zu spüren. Kamerasysteme mit Rundumsicht sind deshalb weniger Komfort als Arbeitsmittel. Der Kofferraum bleibt trotz der abfallenden Dachlinie groß, ist aber flacher geschnitten als beim SQ7. Eine dritte Sitzreihe gibt es in dieser Baureihe nicht.
Einordnung gegenüber SQ7 und SQ8
Der SQ7 ist der praktischste der drei: sieben Sitze, hohe Anhängelast, klassische SUV-Form. Der SQ8 teilt die coupéhafte Karosserie des RS Q8, bleibt aber in Fahrwerk und Leistung eine Stufe darunter und ist im Unterhalt günstiger. Der RS Q8 ist die kompromissloseste Variante – für alle, denen die Fahrdynamik wichtiger ist als der letzte Zentimeter Ladehöhe. Wer überwiegend Familie und Gepäck transportiert, fährt mit dem SQ7 zufriedener.
Betriebskosten realistisch ansetzen
Der Verbrauch hängt stark von der Fahrweise ab und liegt bei zügiger Gangart deutlich über dem eines Sechszylinders; die Kfz-Steuer fällt dem Hubraum entsprechend hoch aus, die Versicherungseinstufung liegt in dieser Klasse ganz oben. Beide Positionen sind gesondert zu tragen und nicht Bestandteil der Leasingrate. Der größte laufende Posten neben dem Kraftstoff sind meist die Reifen: sehr große Dimensionen in weicher Mischung, die ein schweres Fahrzeug mit viel Drehmoment schnell abnutzt.
Reifen und Räder
Kaum ein Bauteil prägt dieses Fahrzeug so stark wie die Bereifung. Sehr große Räder mit flachen Reifen sind nötig, um Bremsanlage und Fahrwerk unterzubringen, und liefern den Grip, den das Gewicht verlangt – sie geben Querfugen aber deutlich weiter und nutzen sich bei zügiger Fahrweise schnell ab. Für den Winter ist ein zweiter Satz in kleinerer Dimension die vernünftigere Lösung: besser auf Schnee, angenehmer im Abrollkomfort und im Ersatz günstiger. Bei Leasingangeboten lohnt der Blick, ob ein Räderpaket enthalten oder zubuchbar ist.
Für wen sich das Modell eignet
Das Fahrzeug passt zu allen, die ein repräsentatives Auto brauchen, viel Autobahn fahren und dabei weder auf Platz noch auf Fahrleistung verzichten wollen – häufig Selbstständige und Gewerbetreibende mit weiten Wegen. Wer überwiegend in der Stadt unterwegs ist, zahlt für Technik, die er nie abruft, und kämpft mit der Fahrzeugbreite. Wer regelmäßig sieben Personen befördert oder schwere Anhänger zieht, ist mit dem SQ7 besser bedient. Vor der Entscheidung lohnt sich eine längere Probefahrt auf den Straßen, die tatsächlich täglich gefahren werden.
Leasing des Audi RS Q8
Gerade bei einem Fahrzeug dieser Art spricht viel fürs Leasing. Der Wiederverkaufswert hängt an Farbe, Ausstattung, Laufleistung und daran, wie gefragt große Verbrenner in einigen Jahren noch sein werden – ein Risiko, das beim Leasing der Leasinggeber trägt, während die Monatsrate über die Laufzeit feststeht. Für den Vergleich eignet sich der Leasingfaktor am besten. Zu prüfen sind daneben Laufzeit, jährliche Freikilometer und eine mögliche Sonderzahlung; da diese Fahrzeuge häufig gewerblich genutzt werden, spielt außerdem die steuerliche Behandlung des Dienstwagens eine Rolle. Die Audi RS Q8 Leasing Angebote auf dieser Seite werden laufend aktualisiert.