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Opel-Werk Eisenach: Grandland-Produktion läuft wieder

Veröffentlicht am 20.10.2026
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Opel-Werk Eisenach: Grandland-Produktion läuft wieder
Symbolbild

Im Opel-Werk im thüringischen Eisenach läuft die Produktion nach mehrwöchigen Umbauarbeiten wieder regulär. Seit Anfang Oktober war die Fertigung an einzelnen Tagen unterbrochen worden. Grund waren nach Angaben einer Unternehmenssprecherin Instandhaltungsarbeiten und Prozessoptimierungen, mit denen das Werk künftig mehr Elektroautos bauen kann. In Eisenach läuft der Opel Grandland vom Band, und zwar als Elektroauto, Plug-in-Hybrid und Hybrid auf einer gemeinsamen Linie. Rund 1.100 Beschäftigte arbeiten dort im 2-Schicht-Betrieb. Mitte 2025 hatte Opel für das Werk noch rund 1.150 Vollzeitstellen angegeben.

Mehr Elektroautos geplant

Derzeit hat laut der Sprecherin etwa die Hälfte der gefertigten Fahrzeuge einen elektrifizierten Antrieb. Bis Ende 2026 soll dieser Anteil auf 60 bis 70% steigen, wie electrive berichtet. Möglich macht das eine flexible Fertigung: Da alle Antriebsvarianten auf derselben Linie gebaut werden, kann das Werk den Anteil von Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Hybriden je nach Nachfrage anpassen. Wie viele Fahrzeuge insgesamt gebaut werden und wie lange der Umbau genau dauerte, hat Opel nicht mitgeteilt. Kurze Produktionsstopps hatte es in Eisenach auch in der Vergangenheit bereits gegeben.

Die Investition in Eisenach

Der Mutterkonzern Stellantis hatte bereits im März 2023 angekündigt, mehr als 130 Millionen € in das Werk zu investieren. Laut der damaligen Mitteilung von Stellantis sollte damit die Produktion des elektrischen Grandland auf der neuen Plattform STLA Medium vorbereitet werden. Die aktuelle Generation des Grandland ist das erste Opel-Modell auf dieser Plattform. Für die Fertigung erhielt das Werk unter anderem einen eigenen „Battery Shop“, in dem die Batteriepakete aus einzelnen Zellen montiert werden. Die Batteriezellen für den Grandland Electric stammen vom europäischen Hersteller ACC, der sie im französischen Douvrin produziert.

Der Opel Grandland

Der Grandland ist das größte SUV im Programm von Opel, alle Antriebsvarianten werden in Eisenach gebaut. Neben der reinen Elektroversion gibt es den Grandland als Plug-in-Hybrid und als Hybrid mit 48-Volt-Technik. Der neue Grandland ist seit Ende Januar 2025 im Handel. Ein Unternehmenssprecher hatte ihn im Sommer 2025 als das „Flaggschiff“ bezeichnet, das in Thüringen gebaut werde. Für die Elektroversion mit großer Batterie hatte Opel eine Reichweite von bis zu rund 700 km nach WLTP in Aussicht gestellt. Mit der Möglichkeit, alle Antriebe auf einer Linie zu bauen, setzt Opel auf eine Strategie, die viele Hersteller derzeit verfolgen: Statt sich festzulegen, wird die Produktion an die tatsächliche Nachfrage angepasst.

Lange Tradition in Thüringen

Opel ist seit mehr als 35 Jahren in Eisenach vertreten. Bereits am 5. Oktober 1990, 2 Tage nach der deutschen Wiedervereinigung, lief dort der erste Opel Vectra vom Band. Das heutige Werk wurde im September 1992 mit der Produktion des Opel Astra eröffnet und feierte 2022 sein 30-jähriges Bestehen. Im April 2025 übergab Opel einen der neuen Grandland Electric an das Museum „automobile welt eisenach“. Bis Anfang 2023 entstanden dort nach Angaben von Stellantis rund 3,7 Millionen Fahrzeuge. Für die Region ist das Werk ein wichtiger Arbeitgeber. Mit der Investition in den elektrischen Grandland hat Stellantis die Zukunft des Standorts vorerst gesichert. Das Umfeld bleibt allerdings schwierig: Nach Angaben des Thüringer Wirtschaftsministeriums ist die Beschäftigung bei den Zulieferern im Land im Zuge des Wandels zur Elektromobilität um rund ein Fünftel gesunken. Die Auto- und Zulieferindustrie in Thüringen erwirtschaftet dennoch knapp 4 Milliarden € Umsatz im Jahr.

Einordnung

Die Rückkehr zum regulären Betrieb ist ein positives Signal für Eisenach und die Beschäftigten. Der Umbau zeigt zugleich, dass die Hersteller ihre Werke flexibler aufstellen, um auf eine schwankende Nachfrage nach Elektroautos reagieren zu können. Mit dem Ziel von bis zu 70% elektrifizierten Fahrzeugen bis Ende 2026 setzt Opel deutlich auf alternative Antriebe, ohne Verbrenner-Hybride ganz aufzugeben. Wie sich die Auslastung des Werks entwickelt, hängt nun vor allem von der Nachfrage nach dem Grandland ab.

Bedeutung fürs Leasing

Für Leasingkunden bedeutet die flexible Fertigung, dass der Grandland weiterhin in allen Antriebsvarianten verfügbar bleibt. Nach den Unterbrechungen im Oktober dürfte sich die Produktion nun wieder normalisieren, was sich positiv auf die Lieferzeiten auswirken kann. Wer Opel Angebote prüft, kann zwischen Elektroauto, Plug-in-Hybrid und Hybrid wählen und die Leasingraten der Varianten direkt vergleichen. Gerade für Vielfahrer kann die Elektroversion mit großer Batterie interessant sein, da sie laut Opel bis zu rund 700 km nach WLTP schaffen soll. Bei Leasing Angeboten für Elektroautos lohnt sich zudem ein Blick auf mögliche Förderungen, die die Gesamtkosten senken können.

Quelle: ZEIT ONLINE

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