E-Auto-Prämie: 52.473 Anträge bis September
Die neue staatliche Kaufprämie für Elektroautos wird rege genutzt. Nach dem Zwischenbericht des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) waren bis zum 1. September 2026 insgesamt 52.473 Anträge bewilligt – fast doppelt so viele wie noch im August. Das ausgezahlte Fördervolumen stieg entsprechend auf rund 230 Millionen €. Besonders interessant für Interessenten: Die Anträge verteilen sich fast genau hälftig auf Kauf und Leasing. Die Prämie kommt damit auch bei Leasingkunden stark an. Für Volkswagen und Tesla ist die Förderung ein wichtiger Absatzmotor, doch das Bild ist vielfältiger, als es die großen Namen vermuten lassen.
So funktioniert die Förderung
Die Höhe der Prämie ist sozial gestaffelt und richtet sich nach Einkommen und Zahl der Kinder. Sie liegt zwischen 1.500 und 6.000€, im Schnitt wurden bislang rund 4.380€ je Haushalt ausgezahlt. Gefördert werden Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 80.000€, mit Kindern erhöht sich die Grenze auf bis zu 90.000€. Die höchste Förderung geht dabei an niedrigere Einkommen: Rund die Hälfte aller Anträge stammt aus der untersten Einkommensstufe bis 45.000€. Anträge sind seit dem 19. Mai 2026 möglich, rückwirkend für alle seit dem 1. Januar 2026 zugelassenen Fahrzeuge.
Diese Modelle liegen vorn
Rang |
Modell |
Bewilligte Anträge |
|---|---|---|
1 |
5.407 |
|
2 |
3.174 |
|
3 |
2.716 |
|
4 |
2.063 |
|
5 |
VW ID.3 |
1.972 |
Meistgeförderte Modelle, BAFA-Zwischenbericht, Stand 1. September 2026.
Bei den einzelnen Marken führt Tesla mit 8.141 Anträgen vor Skoda, Cupra und der Kernmarke VW. Rechnet man jedoch den gesamten Volkswagen-Konzern mit seinen Marken zusammen, liegt dieser mit rund 11.680 Anträgen an der Spitze. Die Bandbreite zeigt, dass die Förderung längst nicht nur einzelnen Herstellern zugutekommt.
Fast nur reine Stromer
Die Auswertung verrät auch, welche Antriebe gefragt sind. Mit 91,4% entfällt der Löwenanteil auf reine Elektroautos, nur 8,6% sind Plug-in-Hybride; hinzu kommen einzelne Fahrzeuge mit kompaktem Stromgenerator. Auffällig ist zudem, dass es keine harte Preisobergrenze für die geförderten Fahrzeuge gibt – auch Premiummodelle sind nicht ausgeschlossen. Entscheidend ist allein die Einkommensgrenze des Haushalts. Genau dieser Punkt wird kritisch gesehen: Verbraucherschützer hatten zuvor eine Preisgrenze gefordert, um zu verhindern, dass auch teure Fahrzeuge subventioniert werden.
Einordnung
Die Zahlen stammen aus dem offiziellen BAFA-Zwischenbericht und geben den Stand vom 1. September 2026 wieder; sie sind damit belastbar, spiegeln aber eine Momentaufnahme wider. Insgesamt stehen für die Förderung bis 2029 rund 3 Milliarden € bereit, womit etwa 800.000 Fahrzeuge unterstützt werden könnten. Die bisherige Bilanz zeigt, dass die Prämie ihr Ziel teils erreicht, vor allem niedrigere Einkommen anzusprechen: Zwei Drittel der Anträge kamen von Haushalten ohne förderrelevante Kinder, und die unterste Einkommensstufe stellt die meisten Anträge. Ob das Budget bis 2029 reicht, hängt davon ab, wie stark die Nachfrage weiter anzieht.
Bedeutung fürs Leasing
Für Leasingkunden ist die Förderung besonders relevant, denn rund die Hälfte aller Anträge entfällt auf Leasingfahrzeuge. Die Prämie lässt sich also nicht nur beim Kauf, sondern auch beim Leasing nutzen und kann die monatliche Rate spürbar senken – vorausgesetzt, die Einkommensvoraussetzungen sind erfüllt. Wichtig ist, den Antrag korrekt und fristgerecht zu stellen und die geltenden Bedingungen zu prüfen. Beim Vergleich verschiedener Angebote lohnt sich der Blick darauf, ob die Förderung bereits in die Rate eingerechnet ist oder separat beantragt werden muss. Wer die passenden Leasing Deals sucht, sollte neben der monatlichen Rate auch Laufzeit, Inklusivkilometer und die genaue Förderhöhe im eigenen Fall berücksichtigen, da diese je nach Einkommen deutlich variiert.
Quelle: Zeit Online





