Mit dem SQ6 e-tron überträgt Audi das S-Prinzip auf die vollelektrische Mittelklasse. Grundlage ist der Q6 e-tron, ein SUV auf einer eigens für Elektroantriebe entwickelten Plattform mit 800-Volt-Bordnetz. Der Unterschied zur Basisversion liegt nicht in einem größeren Motor, sondern in einem zweiten: Wo das Einstiegsmodell die Kraft über eine Achse abgibt, arbeitet hier ein Allradantrieb mit zwei Maschinen. Äußerlich bleibt der Auftritt zurückhaltend, erkennbar an eigenen Stoßfängern und größeren Rädern.
800 Volt und was daraus folgt
Die Plattform arbeitet mit rund 800 statt der verbreiteten 400 Volt. Beim Schnellladen bedeutet das: Bei gleicher Stromstärke fließt die doppelte Leistung, die Pause an der Autobahn fällt entsprechend kürzer aus. Entscheidend ist dabei weniger der kurzzeitige Spitzenwert als die Frage, wie gleichmäßig die Leistung über einen größeren Ladebereich gehalten wird. Eine Vorkonditionierung bringt den Speicher auf dem Weg zur Säule auf Betriebstemperatur, damit auch im Winter zügig geladen wird. Für Vielfahrer ist das der praxisrelevanteste Unterschied zu älteren Elektroautos.
Zwei Motoren im Alltag
Der zusätzliche Motor an der Vorderachse wirkt sich doppelt aus. Beim Beschleunigen aus dem Stand kommt die Kraft ohne Schlupf auf die Straße, und bei Nässe oder Schnee bleibt das Fahrzeug beherrschbar. Elektroantriebe setzen ihr Drehmoment übergangslos um, weshalb Überholvorgänge kurz und ohne Schaltvorgang ablaufen. Im Teillastbetrieb wird die vordere Maschine abgekoppelt, um Energie zu sparen – der Mehrverbrauch gegenüber der Basisversion fällt dadurch geringer aus, als die Mehrleistung vermuten lässt.
Platz und Familienalltag
Weil die Plattform von Anfang an für den Elektroantrieb gedacht war, entsteht im Innenraum mehr Platz als in umgebauten Verbrennerkarosserien. Der flache Boden ohne Mitteltunnel schafft Beinfreiheit im Fond, auch der mittlere Sitzplatz bleibt nutzbar. Der Kofferraum nimmt Familiengepäck auf, unter der vorderen Haube findet zusätzlich das Ladekabel Platz. Eine Anhängevorrichtung ist je nach Ausführung vorgesehen – beim Ziehen steigt der Energiebedarf allerdings deutlich, was in die Streckenplanung gehört.
Fahrwerk und Straßenlage
Der tief im Boden liegende Energiespeicher senkt den Schwerpunkt so weit, dass sich die Karosserie in Kurven weniger neigt als bei einem klassisch aufgebauten SUV vergleichbarer Größe. Das Fahrwerk ist straffer abgestimmt als bei der Basisversion und je nach Ausstattung luftgefedert, was die Bodenfreiheit anpassbar macht und den Aufbau bei hohem Tempo absenkt. Das hohe Fahrzeuggewicht bleibt spürbar, wird durch die Fahrwerkstechnik aber gut kaschiert.
Kosten im Betrieb
Der Wartungsumfang fällt geringer aus als bei einem Verbrenner, weil Ölwechsel, Zündkerzen und Abgasanlage entfallen; die Bremsen werden durch die Rekuperation entlastet. Als wiederkehrende Kosten bleiben Reifen, Inspektion und die Versicherung – letztere ist gesondert abzuschließen und nicht Teil der Leasingrate. Entscheidend für die Kilometerkosten ist, wo geladen wird: Zwischen dem Laden zu Hause und regelmäßigem Schnellladen an der Autobahn liegen über eine Vertragslaufzeit erhebliche Beträge.
Abgrenzung zum Q6 e-tron
Der Sprung von der Basisversion zur S-Variante läuft bei einem Elektroauto anders ab als bei einem Verbrenner. Es kommt kein größerer Motor zum Einsatz, sondern ein zweiter – und der verändert weniger den Klang als die Traktion. Wo das Einstiegsmodell die Kraft über eine Achse abgibt, verteilt der SQ6 e-tron sie auf beide. Spürbar wird das beim Anfahren auf nasser Fahrbahn und beim Beschleunigen aus niedrigem Tempo. Der Preis dafür ist etwas mehr Gewicht und ein leicht höherer Verbrauch; die Reichweite fällt entsprechend geringer aus, ohne dass der Unterschied den Alltag prägt.
Rekuperation und Fahrmodi
Die Stärke der Energierückgewinnung lässt sich in mehreren Stufen einstellen. In der kräftigsten reicht im Stadtverkehr überwiegend das Fahrpedal zum Verzögern, was die Bremsanlage schont und Energie zurück in den Speicher führt. Auf der Autobahn ist dagegen ein Segelmodus sinnvoll, in dem das Fahrzeug ohne Antriebs- oder Bremsmoment ausrollt. Wer beides bewusst nutzt, senkt den Verbrauch spürbar – bei einem Fahrzeug dieser Leistungsklasse macht die Fahrweise mehr aus als jede Ausstattungsoption.
Leasing des Audi SQ6 e-tron
Bei Elektrofahrzeugen spricht besonders viel fürs Leasing, weil sich Batterie-, Lade- und Assistenzsoftware in kurzen Zyklen weiterentwickeln und die Wertentwicklung entsprechend schwer vorherzusagen ist – dieses Risiko trägt der Leasinggeber. Für Gewerbetreibende kommt hinzu, dass für rein elektrische Dienstwagen eigene steuerliche Regelungen bei der Privatnutzung gelten. Beim Vergleich einzelner Angebote hilft der Leasingfaktor; daneben zählen Laufzeit, jährliche Freikilometer und die Frage, ob eine Ladelösung enthalten ist. Die Audi SQ6 e-tron Leasing Angebote auf dieser Seite werden regelmäßig aktualisiert.