Der Audi RS3 ist eine Ausnahmeerscheinung im Kompaktsegment. Während nahezu alle Wettbewerber auf Vierzylinder setzen, hält Audi hier an einem Fünfzylinder-Turbo fest – einer Bauform, die es sonst kaum noch gibt. Die ungleiche Zylinderzahl erzeugt eine eigene Zündfolge und damit einen Klang, den Kenner sofort zuordnen. Für viele Interessenten ist genau das der Grund, warum die Wahl auf dieses Modell fällt und nicht auf einen nominell ähnlich starken Konkurrenten.
Der Fünfzylinder als Markenzeichen
Der Motor stammt aus einer Tradition, die bis in die Rallye-Vergangenheit der Marke zurückreicht. Er zieht schon aus niedrigen Drehzahlen kräftig durch und dreht dabei williger aus, als es ein Turbomotor gewöhnlich tut. Kombiniert wird er mit einem Allradantrieb, der die Kraft variabel verteilt, und einem Doppelkupplungsgetriebe. Auf der Landstraße ergibt das ein Fahrverhalten, das eher schiebt als reißt – der Vortrieb setzt früh ein und lässt bis oben hin nicht nach.
Fahrwerk und Traktion
Damit die Leistung auf die Straße kommt, ist das Fahrwerk deutlich straffer ausgelegt als beim S3. Die Vorderachse ist auf Präzision getrimmt, an der Hinterachse verteilt eine Kupplung das Moment zwischen den Rädern und hilft dem Wagen aktiv in die Kurve. Bremsanlage, Reifen und Lenkung sind entsprechend aufgewertet. Wer das Auto auf abgesperrter Strecke bewegt, findet ein Fahrzeug, das erstaunlich neutral bleibt; im Alltag zahlt man dafür mit einer spürbar härteren Abstimmung.
Zwei Karosserieformen, ein Charakter
Angeboten wird die Baureihe als Sportback und als Limousine. Der Sportback ist der praktischere von beiden und behält die große Heckklappe des A3, die Limousine tritt gestreckter auf. Innen unterscheiden sich die Varianten nicht: Schalensitze, ein eigenes Lenkrad, spezifische Anzeigen und ein Fahrerlebnisschalter, über den sich Motorkennlinie, Getriebe und Dämpfung verstellen lassen. Die Rückbank bleibt für Erwachsene nutzbar, der Kofferraum fasst Gepäck für ein Wochenende.
Was der Unterhalt kostet
Ein Fünfzylinder mit Aufladung verbraucht mehr als jeder Vierzylinder der Baureihe, und wer die Leistung abruft, merkt das erheblich. Dazu kommen breite Reifen in großen Dimensionen, eine kräftig dimensionierte Bremsanlage und eine hohe Versicherungseinstufung. Kfz-Steuer und Versicherung sind gesondert zu tragen und nicht Teil der Leasingrate. Wer den Wagen überwiegend im Alltag bewegt und die Leistung selten ausreizt, kommt mit deutlich moderateren Werten davon – die Spanne zwischen zurückhaltender und sportlicher Fahrweise ist bei diesem Modell besonders groß.
Abgrenzung zu A3 und S3
Der Abstand zum übrigen Angebot der Baureihe ist größer, als die Modellbezeichnung vermuten lässt. Der A3 ist der vernünftige Alltagswagen, der S3 der schnelle Allrounder mit Vierzylinder – der RS3 dagegen ist ein eigenes Fahrzeug mit anderem Motorkonzept, breiterer Spur, eigener Bremsanlage und einer Hinterachse, die das Moment aktiv zwischen den Rädern verteilt. Wer nur mehr Leistung sucht, findet sie günstiger im S3. Wer den Fünfzylinder will, findet ihn nirgendwo sonst in dieser Fahrzeugklasse.
Ausstattung und Sitzposition
Serienmäßig sind Sportsitze verbaut, die deutlich mehr Seitenhalt bieten als im A3; die optionalen Schalensitze gehen noch einen Schritt weiter und sitzen tiefer, was den Fahrspaß erhöht, aber den Einstieg erschwert. Das Lenkrad ist eigenständig gestaltet, die Anzeigen zeigen zusätzlich Reifentemperatur, Ladedruck und Beschleunigungswerte. Über einen Fahrerlebnisschalter lassen sich Motorkennlinie, Getriebe, Lenkung und Dämpfung gemeinsam verstellen – von einer alltagstauglichen bis zu einer sehr straffen Abstimmung.
Zwischen Rennstrecke und Alltag
Das Fahrzeug ist so ausgelegt, dass es beides kann – aber nicht gleichzeitig. In der komfortablen Grundeinstellung bleibt es ein Kompaktwagen, mit dem sich der Weg zur Arbeit unspektakulär zurücklegen lässt. Erst in der schärfsten Stufe zeigt sich, wofür Fahrwerk, Differenzial und Bremsanlage gebaut wurden; dort wird die Federung allerdings so straff, dass sie auf öffentlichen Straßen kaum sinnvoll ist. Wer regelmäßig auf abgesperrte Strecken fährt, sollte den Reifenverschleiß und die thermische Belastung der Bremsanlage einplanen. Wer das nicht vorhat, nutzt einen erheblichen Teil des technischen Aufwands schlicht nie.
Leasing des Audi RS3
Bei Fahrzeugen dieser Art ist der Wiederverkaufswert schwer vorherzusagen: Er hängt an Ausstattung, Farbe, Laufleistung und daran, wie gefragt der Fünfzylinder in einigen Jahren noch ist. Genau dieses Risiko trägt beim Leasing der Leasinggeber, während die monatliche Belastung über die Laufzeit feststeht – für ein emotionales Modell ist das ein handfester Vorteil. Beim Vergleich lohnt der Blick auf den Leasingfaktor, die jährliche Laufleistung und die Vertragsdauer; eine hohe Sonderzahlung senkt die Rate, bindet aber Kapital zu Beginn. Die Audi RS3 Leasing Angebote auf dieser Seite bündeln private und gewerbliche Konditionen.